Haus Wackerberg: Wohnen im Wald

  • Toreinfahrt
  • Frontseite
  • Hollywoodschaukel
  • Trampolin
  • Terrasse
  • Wintergarten
  • Küche 1
  • Küche 2
  • Studio 1
  • Studio 2
  • Treppe
  • Flur
  • Schlafzimmer 1
  • Schlafzimmer 2
  • carousel slider
  • Zufahrt
javascript slider by WOWSlider.com v8.1m

Beschreibung:   Ehemaliges Forsthaus (* 1923) im Naturpark Hohes Venn/Eifel
Konstruktion: Fassade gemauert, teilweise Fachwerk;
Böden mit Cotto-Fliesen (Parterre) und Holzdielen ausgelegt; Innenwände mit Kalkputz
Heizung: Holzpellets, thermische Solaranlage (CO2-neutral)
Umgebung: ca. 40.000 qm eigenes Waldgrundstück innerhalb des Olefer Kirchenwalds; Entfernung zu den nächst gelegenen Häusern: 2,5 km Luftlinie nach Schleiden-Wintzen und Kall-Anstois

Anschrift: Familie Kanzler
Haus Wackerberg
53925 Kall
Telefon: 02441/6468
02441/91023 (Fax)
Email: kanzler@wackerberg.de
Soziale
Netzwerke: 
Wackerberg & Nordeifel
auf Facebook und Twitter
Wohnprojekt:
Apartments / Buchungskalender:






Panorama-Ansichten


Frontansicht
Waldquartier Wackerberg
Landhausküche
Landhaus-Küche
 
Nationalpark Eifel
Burg Vogelsang, Nationalpark

Entstanden in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Jagd- und Forsthaus eines Düsseldorfer Industriellen, hat sich der Wackerberg in den letzten Jahrzehnten zu einem außergewöhnlichen Wohnprojekt entwickelt.
Seinen Reiz - und die Lebensqualität für seine Bewohner - bezieht das Anwesen nicht zuletzt durch die Verbindung von Gegensätzen:

  • abgelegene Lage mitten im Wald, Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt, Zufahrt nur über Waldwege
  • gleichzeitig bessere Anbindung an den internationalen Luftverkehr als manche deutsche Metropole
  • ein (erwartungsgemäß) hoher Erholungs- und Freizeitwert - und zusätzlich in der unmittelbaren Umgebung ein unerwartet breites kulturelles Angebot (Literatur, Kunst, Musik, Sightseeing, Veranstaltungen...)
  • rustikale Landhaus-Architektur mit komfortabler Innenausstattung, Sport- & Wellness-Einrichtungen und diversen digitalen Anschlüssen (Satelliten-TV, Internet per DSL und LTE)

Der Wackerberg Guide

Ein zweisprachiger Führer rund um den Wackerberg mit vielen Tipps für Sport & Entspannung, Ausflüge & Sightseeing, Ausgehen & Einkaufen kann hier als eBook heruntergeladen werden:

Wackerberg Guide
Ferienhaus mieten

Gästebewertung

Die Lage GoogleMaps
Längengrad 6º 31', Breitengrad N 50º 33',
500 m Höhe über Null.

Anfahrtsplan

Das Wetter


Icon ZeitungDie Eifel -
unendliche Weiten...



Waldquartier-LogoDas Haus


Die Umgebung

Ausgerechnet Eifel

Mord mit Aussicht "Leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen!" Mit ihrem Slogan haben die Münchner viele Nachahmer gefunden - die Wirtschaftsförderer der Nordeifel gehören bis jetzt noch nicht dazu. Warum sollten sie auch: Eifeldörfer im direkten Vergleich zur "Weltstadt mit Herz"? Das ist absurd, das kann nicht gutgehen - oder vielleicht doch?

Bei der Anbindung an den internationalen Luftverkehr lässt die Nordeifel überraschenderweise München deutlich hinter sich. Die Fahrstrecke vom Haus Wackerberg bis zum Terminal 1 des Flughafens Köln/Bonn Konrad-Adenauer ist locker in 50 min. zu schaffen – aus der Münchner Innenstadt zum Franz-Josef-Strauß Airport kann das schwierig werden.
München hat mehr Verbindungen als Köln/Bonn? Mag sein, dafür liegen vier weitere internationale Flughäfen im Umkreis von 1,5 bis 2,5 Fahrstunden vom Wackerberg: Frankfurt, Düsseldorf, Luxemburg und Brüssel. Da sind der Regionalflughafen Maastricht-Aachen und die RyanAir-Basis "Frankfurt-Hahn", ein ehemaliger US-Stützpunkt im Hunsrück, noch gar nicht berücksichtigt.

Highlights der Nordeifel


Nationalpark Eifel Wandern Fahrradfahren Wasser Burgen Restaurants Einkaufen Veranstaltungen


ZukunftsinitiativeTesla

Im Vergleich zum »Isar Valley« fällt die Anzahl von High-Tech Unternehmen in den Tälern von Ahr und Rur, Urft und Olef recht überschaubar aus. Aber daran könnte sich ja - mit Hilfe der Zukunftsinitiative Eifel und eines eigenen Technologieatlas für die Region - in der Zukunft etwas ändern.
Ein Unternehmen aus Prüm, der Maschinenbauer Grohmann Engineering, ist jedenfalls dem Elektro-Auto-Pionier Tesla Motors 150 Mio US-Dollar wert. Soviel haben die Amerikaner angeblich 2016 für die Übernahme des Eifeler Spezialisten gezahlt (automatisierte Fertigungstechnik, Anlagen für den Zusammenbau von Batterien).

Tief unter der Erde

Ein paar Jahrhunderte zurück, und die Eifler hätten bei dem Vergleich noch besser dagestanden:
Schon Kelten und Römer bedienten sich aus den Erzvorkommen der Nordeifel. Seit der frühen Neuzeit zählte das Schleidener Tal zu den bedeutenden Montanregionen Westeuropas. In den Tallagen nutzten die Hammerwerke die aus den Flüssen gewonnene Energie, um die Schmiedehämmer anzutreiben. Den Brennstoff für die Metallschmelzen lieferte die Holzkohle aus den Eifelwäldern, die Erze wurden von den Bergwerken zwischen Bleialf und Mechernich geliefert.
Das emsige Treiben führte zwar zur Dezimierung der Laubwälder und zu einer beachtlichen Umweltverschmutzung, aber das hat mangels gültiger Feinstaubverordnung aus Brüssel damals wohl niemanden interessiert.
Der Abstieg begann Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Montanindustrie ins Ruhrgebiet abwanderte, wo neue Metallbetriebe direkt über der Steinkohle errichtet wurden.
Heute künden einige Ortsnamen ("Bleibuir"), ein Bergbaumuseum (in Mechernich), ein Besucherbergwerk ("Grube Wohlfahrt" in Hellenthal) und ein Bergbaulehrpfad (rund um Kall) von der glorreichen Vergangenheit.

Trikottausch

Nicht nur im Bergbau und bei der Metallverarbeitung konnte sich die Nordeifel in der Vergangenheit als eine der führenden Wirtschaftsregionen positionieren, sondern auch bei der Tuchproduktion. Der Stoff für die Bundesliga-Trikots wäre im 18. Jahrhundert eher aus Monschau als aus München gekommen.
In dieser Zeit arbeiteten in der Region rund um Monschau, in der Nordeifel und im Hohen Venn über 25.000 Menschen meist als Heimarbeiter für die Tuchverleger; selbst vor dem ersten Weltkrieg gab es in Euskirchen noch insgesamt 21 Tuchfabriken.
Eine Zeitreise in diese Industrie-Epoche, die in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts ihren Abschluss fand, verspricht der Besuch des LVR-Industriemuseums Euskirchen in der ehemaligen Tuchfabrik Müller und - nicht weit entfernt davon - der jährliche Wollmarkt Anfang Juni.

Leben & lernen

Heute sind industrielle Arbeitsplätze in der Region nicht unbedingt im überfluss zu finden, günstige Immobilien dagegen schon: Zum Preis einer besseren Gartenlaube in München erhält der Investor ein gut ausgestattetes Einfamilienhaus in der Nordeifel. Während die Münchner Stadtverwaltung in absehbarer Zeit kaum noch Flächen für den Wohnungsbau ausweisen kann und statt dessen auf das Umland verweist, werben die Bürgermeister von Kall, Blankenheim oder Schleiden händeringend um Neubürger, um Landflucht und demografischen Wandel aufzuhalten.
Durchaus erfolgreich waren sie bereits bei der Ansiedlung von Bildungseinrichtungen: So besitzt das Berufskolleg Eifel in Kall inzwischen einen eigenen Ausbildungsgang zum staatlich geprüften Betriebswirt in der Fachrichtung Tourismus, die Fachhochschule für Rechtspflege NRW hat ihren Sitz in Bad Münstereifel, und die Rheinische Fachhochschule baut in Schleiden zwei Studiengänge für Betriebswirte und für Wirtschaftsingenieure auf.

WDR-Wissenschaftsredakteur und Moderator Ranga Yogeshwar hat den Geheimnissen der Eifel Ende 2014 eine eigene Sendung in der Reihe »Quarks & Co« gewidmet.

"Arm, aber sexy"

Klaus Wowereit, Berlins regierender Bürgermeister von 2001 bis 2014 und immer gut für einen coolen Spruch, charakterisierte so die Lage der Bundeshauptstadt in den Jahrzehnten nach der Wende. Gleichzeitig verantwortete er als Aufsichtsratsvorsitzender (2006 - 2013) das "Milliardengrab" des Flughafens Berlin Brandenburg: Der Neubau sollte ursprünglich 2,4 Milliarden Euro kosten, das Doppelte wird aber kaum reichen.
Nun müssen sich beim Thema "Verschwendung von Steuergeldern" die Eifeler hinter Deutschlands Metropolen nicht verstecken: Fast auf Augenhöhe mit diversen Amigo-Affairen der Münchner oder dem Berliner Hauptstadtflughafen steht der gescheiterte Freizeitpark am Nürburgring (erster Spatenstich im November 2007) - ein Projekt, in das die Landesregierung von Rheinland-Pfalz über 250 Millionen Euro Steuergeld versenkte.
Wowereits geflügeltes Wort hat sich derweil Heinz-Peter Thiel, Landrat im Vulkaneifelkreis und Präsident der Zukunftsinitiative Eifel, zu eigen gemacht: Die Region, so erklärt Thiel bei der Vorstellung einer neuen Image-Kampagne unter dem Motto "Wir.Leben.Eifel", verbinde unter anderem extrem niedrige Grundstückspreise und hohe Lebensqualität durch unberührte Natur und zahlreiche Kulturfestivals. Die "neue Eifel" sei zwar bodenständig, aber auch witzig und agil, selbstbewusst und "sexy".

Wir.Leben.Eifel Die Standortmarke Eifel soll das Lebensgefühl von etwa einer Million Menschen zwischen Köln, Koblenz, Trier und Aachen widerspiegeln.
Wenn es in der Vergangenheit darum ging, Geld aus Brüssel, Berlin oder Düsseldorf abzugreifen, haben sich die Eifeler gar nicht mal so ungeschickt angestellt. Seit 2007 hat sich die Nordeifel in mehreren Auswahlverfahren als "LEADER-Region" qualifiziert und kann damit Projekte aus verschiedenen Töpfen fördern, z.B. aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“. So startet ab 2017 das „DorfBioTop“.

Icon ZeitungEifel-Medien

 

Icon BlogReiseblogs Eifel

 

Top 10Prominente
Eifler: Top 10


 

Wirtschaft & Bildung
Technologieatlas

 

Nordeifel-Videos Youtube


 


Fit for Fun

Auch beim Sport können die Eifeler ein Stück weit mithalten. Zugegeben - große Chancen, den Bayern die Lederhosen auszuziehen, haben die Kicker vom Kaller SC wohl nicht (zur Zeit Bezirksliga 3).

Mülltonnenrennen in Breitenbenden Durchaus selbstbewusst treten die Eifler dagegen in gewissen Randsportarten an:
So fand 2014 die Weltmeisterschaft im Mülltonnenrennen in Breitenbenden statt, einem Ortsteil von Mechernich in der Nordeifel.
Organisiert hat die Veranstaltung der Verein "Eifel Roadrunners", und erwartungsgemäß konnten die Lokalmatadoren auch eine ganze Reihe von Titeln abräumen.
Anfang September 2017 werden hier die nächsten Weltmeisterschaften ausgerichtet; die Verhandlungen über die weltweiten Übertragungsrechte laufen bereits im Vorfeld auf Hochtouren. Sponsoring von Seiten der Entsorgungswirtschaft ist angedacht, aber noch nicht realisiert.
Zwar mag es verwunderlich anmuten, wenn sich erwachsene Menschen auf eine handelsübliche 120-Liter-Tonne legen und damit einen Berg herunterrasen. Dabei zeigt sich deutlich der manchmal etwas skurrile Hang der Eifler zu sportlicher Betätigung.

Cardio-Training

Wer eher in einer der Breitensportarten Kalorien verbrennen will, findet zum Wandern, Joggen, Radfahren, Reiten und Schwimmen ähnlich viele Gelegenheiten wie die Oberbayern. Die haben dann wiederum beim Wintersport die Nase vorn: Eifeler Skigebiete wie der "Weiße Stein" (650 m) oder der "Schwarze Mann" (750 m) sind nicht wirklich schneesicher und besonders rasante Abfahrten haben sie auch nicht aufzuweisen.
Im nassen Element können sich die Münchner dagegen keine Vorteile erarbeiten. Wer schwärmt denn noch vom Starnberger oder Ammer See, wenn er die Nordeifel als Wassersport-Eldorado entdeckt hat? Deutschlands zweitgrößter Stausee, der Rursee, und eine Reihe weiterer landschaftlich anziehend gelegener Reviere laden zum Segeln, Kanufahren, Tauchen und Surfen ein.

Für Zeitgenossen, die überflüssige Pfunde lieber geschützt von Wind und Wetter abtrainieren wollen, hat sich bereits in den siebziger Jahren direkt am Fuß des Wackerbergs ein Indoor-Sportpark angesiedelt. Wurde in den Anfangsjahren überwiegend Hallentennis und Squash angeboten, hat sich der Aktivpark längst zu einer umfassenden Fitness- und Wellness-Anlage gemausert, die neben dem einschlägigen Gerätepark auch Sauna und Ernährungsberatung anbietet. Gleich nebenan können sich die kleinen Racker im Kinder Abenteuerland "aktivi" austoben.
Konkurrenz macht dem Aktivpark in den letzten Jahren das Gesundheitszentrum tribea in Nettersheim-Marmagen. Das Sport- und Rehazentrum der Eifelhöhen-Klinik ist Partner der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, das Kursangebot bewegt sich von Wirbelsäulengymnastik, Pilates und Hatha Yoga über die Wassergymnastik bis zum Gerätetraining in der medizinischen Trainingstherapie.
Weitere Fitness-Center werben in Schleiden, Mechernich und Bad Münstereifel um Mitglieder.

Salzgrotten

Nach all den sportlichen Aktivitäten einfach nur abhängen und trotzdem etwas für die Gesundheit tun - das geht perfekt in der Salzgrotte SanaVita in Simmerath. Der Boden ist mit Meersalz vom Toten Meer bedeckt, an den Wänden sind ca. 12 Tonnen Salzsteine aus dem Himalaya angelegt. So wird die Atemluft mit Elementen wie Jod, Magnesium, Eisen, Kalium Kalzium, Selen und Brom hoch angereichert. Der Besucher der barrierefreien Grotte kann in den 45 min dauernden Sitzungen bei Entspannungsmusik und Lichtspielen tief durchatmen und die Seele baumeln lassen...

Deutlich kleiner, aber dafür inmitten einer echten Burg gelegen, bietet auch die Blausalzgrotte Burg Satzvey in der Nähe von Mechernich Ruhe und Harmonie für Körper & Seele und - als Sonderveranstaltungen - Klangschalenkonzerte, Schlafschulungen, Atemtraining, Anti-Stress-Kurse, u.ä. mehr.

Böller-Bernd und die Alphornissen

Böckchen Fitte Eifeler verstehen zu feiern, und das tun sie häufig, wenn auch etwas kleinteiliger als die Münchner – statt Oktoberfest eben Kirmes, Schützenfest und Eifeler Karneval. Der Münchner Bussi-Bussi-Schickeria setzen sie den rustikaler Eifeler Charme entgegen, dem Paulaner Weizenbier das Eifeler Landbier oder das Gemünder Spezial, die beide am Fuß des Wackerbergs gebraut werden, genau wie das Steinfelder Klosterbier.
Seit Februar 2014 ist auch am Rursee ein eigenes Heimbacher Bier als Hell, Dunkel und Zwickel im Ausschank, das bislang allerdings nicht vor Ort, sondern von einer anderen Brauerei in Lizenz hergestellt wird.

Wer behauptet, dass man schräge Sitten und Gebräuche vorwiegend bei Deutschlands Südstaatlern antreffe, hat wahrscheinlich noch nie von "Böller-Bernd" gehört. Seit über zehn Jahren hallen an Heiligabend in Nettersheim Schüsse durch das Tal, und diese lokale Tradition können weder Schneeverwehungen noch Orkantiefs verhindern. Deutlich melodischer, aber ähnlich widerstandsfähig gegenüber der Witterung, läuten einige Kilometer entfernt die "Alphornissen" das Weihnachtsfest ein, das Alphorntrio aus Blankenheim. Na gut, auch die Eifler holen sich ein paar Anregungen von außerhalb...

Kir Royal

Zugegeben: die Promi-Dichte der Eifel ist - im Gegensatz zur "Weltstadt mit Herz" - sympathisch gering. Ein Baby Schimmerlos, Klatschreporter in Helmut Dietls TV-Serie "Kir Royal" (1986), müsste für den Eifelteil des Kölner Stadtanzeigers oder der Kölnischen Rundschau das Ressort wechseln. Nobelherbergen von der Größe und Klasse eines "Bayerischen Hofs", sein bevorzugtes Revier auf der Jagd nach Indiskretionen, wird er in der Region nicht finden. Die Hoteliers vor Ort bedienen ja auch eine völlig andere Klientel: Wanderer und Biker, Wochenendausflügler und Kurzurlauber.
Einen kaum einholbaren Vorsprung hat sich die Eifel dagegen bei der Ansiedlung von Ferienparks herausgearbeitet, gelegen meist an idyllischen Seen und finanziert mit freundlicher Unterstützung niederländischer Geldgeber. Schließlich reisen in der Regel 2/3 der Gäste aus den Beneluxländern an.
Die neuste touristische Errungenschaft, das "Landal Resort Eifeler Tor", wurde mit einem Investitionsvolumen von annähernd 50 Millionen Euro am Rursee in Heimbach errichtet; allein dort rechnet man mit über 160.000 Übernachtungen im Jahr.

Mord mit Aussicht

Tatort Eifel
Die Krimi-Landschaft Eifel mit ihren Büchern, Filmen und Festivals, mit den echten und den fiktiven Verbrechen, stellt diese Facebook-Seite umfassend vor.
Auch auf der dunklen Seite der Gesellschaft hat die Region in den letzten Jahren deutlich Boden gut gemacht: Gemeuchelt wird in der Eifel literarisch seit 1989 (Eifel-Krimi), in der Realität natürlich schon wesentlichen länger. Der Sammelband "Nordeifel - Mordeifel" stellt einige interessante Kurzgeschichten zusammen.
Den Münchner Tatort-Kommissaren Batic und Leitmayr ist die ehrgeizige Kriminalkommissarin und überzeugte Großstädterin Sophie Haas in der Zuschauergunst schon auf den Fersen. Sie wird in der ARD-Serie "Mord mit Aussicht" nicht zur Leiterin des Kölner Morddezernats befördert, sondern in das fiktive Eifeldorf "Hengasch", wo die Plots naturgemäß eher ländlich angelegt sind.

Und mit schlafenden Vulkanen und umherstreifenden Neandertalern (s.u.) können die Münchner erst recht nicht aufwarten. Ihre Stadtgründung liegt ja nur gut 850 Jahre zurück, während manche Eifeldörfer Kelten und Römer zu ihren Gründervätern zählen.

Sport & Wellness

 

 

 


Ferienparks



Anfahrt PKW

über die A1/A61 oder A 553 bis zum Kreuz Bliesheim, weiter die A1 Richtung Euskirchen, Trier, danach 3. Abfahrt (Nr. 111) „Wißkirchen, Kommern, Obergartzem“.

Hier rechts auf die B 266 einbiegen und Tageskilometer-Stand beachten: nach ca.18 km auf dieser Bundesstraße zweite ausgeschilderte Abfahrt links nach Kall, etwa 1 km nach Unterführung „Wallenthaler Höhe“ in einer Haarnadelkurve.

Der Landstraße circa 800 m folgen, dann rechts Schienen und den Bach „Urft“ überqueren, vorbei an einem kleinen Klärwerk.
Nach ca. 300 m (vor Steigung) an 2. Kreuzung rechts abbiegen; ca. 50 m weiter bis Hundeübungsplatz am Fuß des Wackerbergs.

Von den vier Möglichkeiten links den ausgeschilderten Waldweg („Wackerberg“) nehmen und ganz hinauffahren (ca. 2,5 km); am Ende immer rechts halten.

Entfernung zum Wackerberg
  • Bonn: 50 km
  • Nürburgring 50 km
  • Aachen: 55 km
  • Köln: 60 km
  • Düsseldorf: 95 km
  • Trier: 100 km
  • Koblenz: 110 km
  • Luxemburg: 120 km

Anfahrtsplan
Route berechnen Fahrtroute mit Google Maps berechnen

Kall Stadtplan anzeigen

Blitzer Radarfallen
in der Region:

Bus & Bahn

Die Münchner bekamen aus Anlass der Olympischen Sommerspiele 1972 ein S-Bahn-Netz. In der Eifel - wie in vielen anderen Teilen Deutschlands - wurden seit dieser Zeit viele regionalen Bahnstecken stillgelegt. In den letzten Jahren hat man einige davon, nicht zuletzt aus touristischen Überlegungen, wieder in Betrieb genommen, und so ist die Nordeifel mit Bussen, Bahnen und Sammeltaxis gut erschlossen.
Seit dem Frühjahr 2017 spendiert der Kreis Euskirchen seinen Gästen sogar einen eigenen Wanderbus, der an Wochenenden und Feiertagen viermal täglich interessante Punkte des Eifelsteigs und anderer Partnerwege anfährt.
Eine Haltestation am Haus Wackerberg - nur ein paar hundert Meter vom Eifelsteig entfernt - konnte in der Planung leider nicht durchgesetzt werden ...

Schienen

Kall liegt an der Eisenbahnstrecke Köln - Trier und besitzt einen eigenen Bahnhof (nur ca. 5 Fahrminuten vom Wackerberg entfernt) mit zwei Verbindungen stündlich in die Metropolregion Köln vom frühen Morgen bis nach Mitternacht. Damit sind Dom, Philharmonie und Museen nur eine Stunde Bahnfahrt von Kall entfernt. Koelnmesse, Odysseum und Kölnarena – pardon, Lanxess-Arena – liegen fußläufig eine Bahnstation weiter auf der anderen Rheinseite ("Schäl Sick").

• Die günstigste Verbindung von jeder Bus- oder Bahnhaltestelle in der Region Köln/Bonn berechnet die Datenbank des VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg).

• Zuganschlüsse aus ganz Deutschland nach Kall ermittelt die Reiseauskunft der Bahn.

• Wer aus Düren oder Jülich anreist, wählt die Fahrt mit der Rurtalbahn. Die pittoreske Strecke endet in Heimbach am Rursee (etwa 20 Autominuten vom Wackerberg entfernt) und wurde 1993 vom privaten Anbieter Dürener Kreisbahn wieder in Betrieb genommen.

• Seit Anfang Juni 2004 ist die Oleftalbahn reaktiviert worden: An den Sonn- und Feiertagen von Ende Mai bis Anfang November verbindet sie die Orte Kall und Hellenthal entlang der Urft am Fuß des Wackerbergs und der Olef im Schleidener Tal.

• Die Bördebahn verkehrt seit Ostern 2015 an Wochenenden und Feiertagen im Dreistundentakt zwischen Euskirchen und Düren, die Fahrzeit beträgt etwa 60 min.

 Bahnhof Kall:

Bahntafel Kall 1

Bahntafel Kall 2

Reiseauskunft:


Verkehrsverbund Rhein-Sieg

Deutsche Bahn

Rurtalbahn

Oleftalbahn

Bördebahn


Mit der Dampflok durch die Eifel

Ein besonders Erlebnis für alle Eisenbahnfans bieten Fahrten mit Dampflok oder historischem Schienenbus durch die Eifel. Waggons und Locks gehören privaten Vereinen, deren Mitglieder sie in jahrelanger Arbeit in Stand setzen und sie der Öffentlichkeit stolz auf landschaftlich besonders schönen Strecken präsentieren - oft jeweils nur ein- oder zweimal im Jahr.

Folgende Strecken in der Eifel sind für solche Fahrten besonders beliebt:

    Vulkanexpress
    Eisenbahn-Romantik
  • Kall - Gemünd - Hellenthal
  • Rurtalbahn Düren - Heimbach
  • Vulkanexpress Brohltal
  • Ahrtal
  • Vulkaneifel Luxemburg - Gerolstein - Daun

Einen verbindlichen, langfristigen Fahrplan veröffentlicht die Ahrtalbahn und der Vulkan-Express. Die Vereinsfahrten werden einige Wochen im voraus in der Lokalpresse angekündigt oder auf den entsprechenden Internetseiten.

Wer historische Bahnen ein paar Nummern kleiner vorzieht, wird auf der Modellbahnwelt Arstecnica in Losheim, direkt an an der belgischen Grenze (ca. 25 Autominuten vom Wackerberg entfernt), bestens bedient.
Bei der Eröffnung im März 1997 war die Arstecnica die größte und erste vollständig digital gesteuerte Modelleisenbahnanlage Europas. Auch heute ist sie mit einem 2 km langen, zusammenhängenden Gleisnetz, auf dem über 100 Züge verkehren, eine der größten H0-Modellbahnanlagen Deutschlands auf einer Ausstellungsfläche von insgesamt ca. 2000 qm.

Museumsbahnen

Radtouren

Fahrradrouten

Die Eifellandschaft erschließt sich dem Radfahrer durch ein flächendeckendes Netz an hervorragend ausgebauten Radwegen. Alle Strecken sind einheitlich und durchgängig ausgeschildert und touristische Informationstafeln erläutern Sehenswertes an den Wegen.
Die Tourenauswahl ist nahezu unbegrenzt: Besondere Highlights sind das dichte Netz an Radtouren auf stillgelegten Bahntrassen, entlang der Flüsse, Bäche und Seen oder über die weiten Hochflächen mit malerischen Ausblicke. Das Radmagazin Eifel stellt einige der interessantesten Routen mit Detailkarten, Kurzporträts, Höhenprofile vor; die wichtigsten Seiten sind als eBook im PDF-Format aufbereitet und können abgespeichert werden.

Ein wenig Kondition ist für die meisten Strecken schon erforderlich, schließlich müssen beträchtliche Höhenunterschiede überwunden werden. Das gilt besonders für solche Radausflüge, die vom Haus Wackerberg beginnen (und dort enden), das nahe der Bergkuppe auf 500 m Höhe liegt.

Mountainbike

Für Mountainbike-Fahrer stellt das natürlich keine besondere Herausforderung dar - ganz im Gegenteil, Höhenunterschiede sind das Salz in der Suppe! So gibt es in der Nordeifel entsprechend viele Routen und um den Rursee sogar einen Mountainbike-Marathon. Nahe Simonskall in der Gemeinde Hürtgenwald wurde ein Mountainbike-Park mit fünf verschiedenen Abfahrten angelegt. Neben zwei Downhill-Strecken mit unterschiedlichem Anspruch wurde ein Freeride, eine Sprunglinie und ein Flowtrail in das Gelände integriert.

Geführte Mountainbike-Touren durch die Eifel bietet "eifelonbike" an, zum Beispiel zum Radioteleskop nach Effelsberg, ins obere Ahrtal oder "Auf den Spuren der Ritter". Auf ihrer Homepage werben die Veranstalter mit der landschaftlichen Vielfalt der Eifel, ausgedehnten Wäldern, bizarren Felsformationen und wilden Gewässern. Mehrtägige Camps - darunter auch spezielle Wochenendkurse "only for ladies" - finden in der Süd- und in der Kalkeifel statt.

Freifahrt Eifel, eine Initiative der Kreise Düren und Euskirchen, bietet 20 Mountainbike-Routen mit insgesamt über 500 km Fahrspaß. Gekennzeichnet in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, unter Angabe der Höhenmeter, Wegbeschaffenheit und Gesamtlänge, ist hier für Jeden etwas dabei. Eine Mischung aus seichten Asphaltwegen, Schotterwegen und steilen, holprigen Single-Trails bietet dem gemütlichen, sportlichen oder actionverliebten Mountainbiker die Möglichkeit, die Eifel und ihr Umland auf dem Rad zu entdecken.

Trimobile

e-Bike

Etwas andere Prioritäten setzen die Nutzer von e-Bikes oder Pedelecs, für die es inzwischen eine ganze Reihe von Ausleihstationen in der Nordeifel gibt: Sie wollen die Eifel-Landschaft eher kräfteschonend genießen.
Drei Personen gleichzeitig können auf einem "Trimobile" Platz nehmen, das die Firma Eifelrad in Monschau verleiht - zum Beispiel für einen Familienausflug. Bei ganz besonderen Anlässen wie Jubiläen oder Hochzeiten rollt das Trimobil mit Strandkorb und Chauffeur zum Einsatzort.

Nicht auf das ruhige Dahingleiten in der Natur - aber auf die eigene Muskelkraft - verzichten die Teilnehmer von Segway-Touren, wie sie rund um Monschau angeboten werden. Wer im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und mindestens 15 Jahre alt ist (und nicht schwerer als 118 kg), kann das "elektrisch angetriebenes Einpersonen-Transportmittel mit nur zwei auf derselben Achse liegenden Rädern" (so die exakte Definition) für eine geführte Tour ausleihen.

Broschüre 14 Fahrradrouten

Fahrradfahren auf Schienen? Ja, das geht, und zwar mit Hilfe einer "Draisine" (auch "Railbike" genannt), definiert von Wikipedia als "ein meist vierrädriges oder dreirädriges Bahndienstfahrzeug, das mit Muskel- oder mit Motorantrieb ausgestattet, als Hilfsfahrzeug zur Inspektion von Eisenbahnstrecken sowie zum Transport von Arbeitern und Werkzeug verwendet wird."
Ein Abschnitt der früheren Vennbahn (ca. 7 km) in der Nähe von Monschau ist für diese ungewöhnliche Fortbewegungsart freigegeben. Die Draisinen bieten Platz für bis zu vier Erwachsene, zur Fortbewegung sind mindestens zwei Fahrer erforderlich. Die anderen Fahrgäste sitzen bequem in einer Art Liegestuhl.

Infos:
Segway

Wandern & Wintersport

Deutsche Wanderregion mit fünf Buchstaben? Stimmt – die Eifel. Kein anderer Teil Deutschlands vermarktet sich so lange (und immer noch recht erfolgreich) als Destination für Ausflügler, Wander- und Trekking-Touristen. Einen maßgeblichen Anteil daran hat der Eifelverein mit Sitz in Düren, der bereits 1888 gegründet wurde – damals jedoch eher als Selbsthilfe-Initiative gegen den wirtschaftlichen Niedergang der Region auf Grund des langsamen Untergangs der Eisen- und Montanindustrie (da war man dem Ruhrgebiet ein Jahrhundert voraus), rückständiger Landwirtschaft und in der Folge Armut und Abwanderung.

Eifelsteig

Eifelsteig

Absolutes Highlight im Streckennetz ist der "Eifelsteig", der 313 km lange Fernwanderweg zwischen Trier und Aachen. Die Route führt durch den Nationalpark – und über den Wackerberg! Wanderfreunde haben sich bundesweit für den Eifelsteig als "Deutschlands schönsten Wanderweg 2015" ausgesprochen.
Gemeinsam mit Etappen auf dem Eifelsteig, dem Wildnis-Trail und den Erlebnisrouten „Rur-Olef-Route", „Burgen-Route“ und Eifeler Quellenpfad wurden in der Nordeifel 17 weitere Rundwandertouren zusammengestellt. Die zwischen 1 km und 20 km langen Touren ermöglichen eine Auswahl zwischen kurzen Spaziergängen und ganztägigen Wanderungen.

Ganz auf Wanderer eingestellt sind auch die Bahnen in der Eifel. Das gilt nicht nur für die Hauptstrecke Köln - Trier, sondern auch für die Oleftalbahn, die sonn- und feiertags von Mai bis November quasi um den Wackerberg herumfährt – von Kall bis nach Hellenthal im historischen Schienenbus.
An den Haltepunkte der Bahn sind zahlreiche Wandermöglichkeiten markiert; Tourenvorschläge sind als GPS-Daten aufbereitet und im Internet abrufbar.
In der Woche steuert der Linienbus 829, der stündlich zwischen Hellenthal und Kall verkehrt, alle Ausgangs- und Endpunkte der Wanderungen an.

Eifel-Blicke

"Der Weg ist das Ziel", heißt es immer. Mal ganz ehrlich - eine kleine Belohnung am Ende einer Wanderung kann auch nicht schaden, je nach persönlicher Präferenz beispielsweise eine Eisdiele oder ein atemberaubender Ausblick. So etwas ähnliches mögen sich die Verantwortlichen vom Deutsch-Belgischen Naturpark vor ein paar Jahren gedacht haben, als sie insgesamt 45 Aussichtspunkte der Region mit Panoramatafeln und Sitzgelegenheiten ausgestattet haben. Die meisten von ihnen sind sogar barrierefrei zu erreichen.

Eifel-Blicke

Wildnis-Trail

Ein außergewöhnliches, viertägige Wanderangebot wurde in den Jahren 2004 bis 2007 entwickelt: Der Wildnis-Trail führt mit einer Länge von 85 Kilometern einmal quer durch den Nationalpark Eifel. Auf vier Tagesetappen mit 18 bis 25 Kilometern Länge können ambitionierte Wanderer sämtliche Landschaften des Nationalparks erleben. Das sind Narzissen-Wiesen und Nadelwälder im Süden, eine Seenlandschaft im Herzen des Großschutzgebietes, weites Grasland auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang und naturnahe Buchen- und Eichenmischwälder im Norden des Nationalparks.
Einstiegspunkte zu den Tagesetappen sind vom Waldquartier Wackerberg aus in wenigen Autominuten zu erreichen.

Rursee-Panorama

Trekking

- das bedeutet Wandern mir Rucksack und Zelten mitten in der Natur auf abgeschiedenen Lagerplätzen. Seit dem Frühjahr 2016 ist dieses besondere Natur-Erleben auch im Naturpark Hohes Venn-Eifel möglich. Für 10 Euro je Zelt und Nacht kann der Naturlagerplatz im Internet gebucht werden; mit der Bestätigung werden die genauen GPS-Koordinaten und eine Wegbeschreibung per Email versandt.

Geocaching

- ist eine moderne Form einer Schatzsuche bzw. Schnitzeljagd. Ausgestattet mit einem GPS-Empfänger und den Koordinaten eines "Schatzes" aus dem Internet kann man die Schätze finden, die jemand anderes an ungewöhnlichen Plätzen versteckt hat.
Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie häufig auch verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Der Besucher kann sich in ein Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde.
Gerade in der Gruppe macht diese Schatzsuche besonderen Spaß, ob als Betriebsausflug oder mit Kindern. Der Nationalpark Eifel bietet sich für solche Ausflüge ganz besonders an und hat dazu sogar eigene Spielregeln veröffentlicht. Aber es gibt auch eine Reihe von Anbietern, die spezielle Touren für Gruppen zusammengestellt haben.

Klettern

OK, wer einen 3000er bezwingen will, wird sich nicht unbedingt in der Eifel umschauen - da sind die Münchner einfach näher dran. Aber mit Hochseilgärten wie in Hürtgenwald oder Nettersheim müssen sich Kletter-Fans auch nicht unbedingt zufrieden geben: Die Massive aus leuchtendem Buntsandstein bei Nideggen sind für sie ein echtes Paradies. Etwa 200 verschiedene Routen können in der Rureifel erklettert werden, darunter die senkrecht aufragenden Felsen wie Hirtzley, Effels oder Hinkelsteine.
Das Mekka für Risskletterer liegt dagegen in der Vulkaneifel: Die Landschaft ist geprägt von den vulkanischen Ausbrüchen der letzten 50 Millionen Jahre. Im Landkreis Mayen-Koblenz ist in einigen Gruben und Steinbrüchen harter, klettertauglicher Basalt freigelegt worden, der bei Ettringen und Kottenheim wohl das größte „vulkanische“ Klettergebiet Deutschlands bildet. Typisch sind die vielen Risse, Verschneidungen und Kanten, die bei der Bildung der Basaltsäulen entstehen. Hunderte von Routen bis 30 Meter warten hier und finden immer mehr Zuspruch, nicht nur unter Rissfreunden.

"You never walk alone!"

Sie wandern nicht gerne allein, aber Freunde und Familie zeigen die rote Karte und verbringen das Wochenende lieber als "couch potatoes"? Dann sind Eifelverein und Nationalpark mit ihren geführten Wanderungen die ersten Ansprechpartner. Sie verbinden Natur- mit Gruppenerlebnis, gesunde Bewegung in der frischen Luft mit herrlichen Landschaftsausblicken und fundierten Informationen zu Flora und Fauna. Besonders beliebt sind die Ausfliege mit den Nationalpark-Rangern, zum Teil auf ausgewiesenen barrierefreien Routen.
Einen Eifler Hüttenurlaub mit viertägigen Wanderungen bietet Manfred Möhrer an, Besitzer von "Eifel-Chalet" in Gemünd. Der gelernte Dachdeckermeister hat oberhalb des Kurgebietes mehrere Baumstammhäuser errichtet, die er günstig vermietet, aber auch für Wandertouren nach Einrur und Rurberg nutzt, wo er inzwischen weitere eigene Häuser besitzt.

Vierbeiner als Wanderbegleiter sind eigentlich ein alter Hut. Wenn sie allerdings deutlich größer daherkommen als der gemeine deutsche Schäferhund, erregen sie immer noch Aufmerksamkeit: Trekking mit Tieren gilt als "entschleunigend" und heilsam für gestresste Städter. Einen besonderen Reiz haben Esel, Lamas und Alpacas als Wegbegleiter, wie sie in Nettersheim oder Bongard (Vulkaneifel) angeboten werden. Solche Touren bieten natürlich einen besonderen Reiz für Kinder. Die dürfen dann ausnahmsweise auch mal aufsteigen...

Trüffelhunde

Wer den Ausflug in die Eifel dazu nutzen will, dem eigenen Vierbeiner (und das sind wohl in den seltensten Fällen Esel, Lama oder Alpaca) bessere Manieren beizubringen, sollte einmal bei der Hundefarm "Eifel" nahe Bad Münstereifel vorbeischauen. Auf dem 10.000 qm großen, komplett eingezäunten Areal lernen Menschen, Hundeverhalten richtig einzuschätzen, frei nach dem Unternehmensmotto "Vorsprung durch hauseigene Verhaltensforschung". Erziehungsprogramme - nicht nur für Herrchen und Frauchen - und eine Hundepension werden natürlich auch angeboten.

Trüffelsuche Wie wäre es denn - alternativ zum Benimmtraining - mit einer Ausbildung zum "Trüffelhund"?
Sabine Hörnicke, Veranstalterin von speziellen "Schnüffel-Seminaren" aus Niederkassel bei Bonn ist fest davon überzeugt, dass es diese schmackhaften Pilze auch in der Eifel gibt. Und deshalb bildet sie in den Wäldern rund um Kronenburg Trüffel-Suchhunde aus - das ZDF war dabei!
Eigentlich ist das Sammeln von Trüffeln in Deutschland ja verboten, sie stehen seit 1986 auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Zu Unrecht, meint Hörnicke, denn sie hat nach eigenen Aussagen zusammen mit ihrer Hündin Jule haben schon überall in deutschen Wäldern Trüffeln gefunden. Sie wachsen unter bestimmten Bäumen und Sträuchern wie Eiche, Buche, Hasel und Linde und benötigen einen kalkhaltigen Boden mit wenig Säure.

Ski & Rodeln (manchmal) gut

Snowboard Wandern kann man bekanntlich bei (fast) jedem Wetter, und sollte es bei Kälte und Schnee allzu beschwerlich werden, so bieten zwei kleine Wintersportgebiete rund um Hellenthal (Udenbreth/"Weißer Stein" und Hollerath)
• 2 Abfahrtspisten (350m & 550 m), eine mit Schlepplift
• 2 Rodelbahnen
• ca. 15 km gespurte Loipen
• Skiverleih, Skihütte

Ein paar Kilometer weiter südlich, bereits in Rheinland-Pfalz, präsentieren sich zwei Skigebiete bei Prüm ("Schwarzer Mann", "Wolfsschlucht") noch eine Nummer größer und vor allem etwas schneesicherer, liegen sie doch um rund 100 m höher (ca. 700m).
Auf dem Wackerberg (500 m Höhe) sind die Loipen zwar nicht gespurt, und für das Après-Ski muss man selbst sorgen. Dafür entfällt die lästige Anfahrt, denn die Langlauf-Ski können direkt vor der Haustüre untergeschnallt werden.

Wandern / Trekking:

Wandern auf dem Wildnistrail

 

mit Tieren:

 

Geocaching:

Broschüre Oleftalbahn-Touren

 

Klettern:

 

Wintersport:



Reiten

Wander- oder Westernreiten, auf Isländern oder Dartmoor Ponies, oder vielleicht doch lieber Fahren im Planwagen oder in der Kutsche?
Für ambitionierte Reiter, aber auch für Einsteiger, hält die Nordeifel alle Möglichkeiten bereit – die Landschaft vom Pferderücken aus zu erleben, ist allein schon eine Reise wert!

Südlich von Hillesheim in der Vulkaneifel, ca. 50 km vom Wackerberg entfernt, hat sich ein Zentrum für Western-Reiten und Lasso-Werfen etabliert - allerdings ohne Cowboyhut, Westernstiefel oder Rädchensporen. In mehreren Betrieben wird dort Western-Gebrauchsreiterei und das "Ranch Roping" (wie der Umgang mit dem Lasso im Orginal eigentlich heißt) gelehrt.

Eifel zu Pferd Eine Reihe von Reiterhöfen (auch in Kall) bietet neben Reitstunden für Anfänger und Fortgeschrittene, Voltigierstunden und geführte Ausritte an. Das gilt beispielsweise auch für die Reitanlage Lindenhof in Nettersheim-Zingsheim mit Reit- und Kutschbetrieb, die über einen Zucht- und Ausbildungsstall verfügt.
Darüberhinaus ist das Netzwerk an Wanderreitstationen in der Nordeifel erstaunlich dicht. Ein Idealer Ausgangspunkt für Reittouren durch den Nationalpark Eifel ist die Wanderreitstation Hirschrott im Erkensrurtal. Wie eine Insel liegt das „Kleinwalsertal der Eifel“ mit seinen beiden Ortschaften Erkensrur und Hirschrott inmitten des Nationalparks.

Der größte organisierte Reit- und Fahrverein der Nordeifel hat seinen Sitz in Simmerath-Eicherscheid. Nachdem in den fünfziger und sechziger Jahren vor allem Kaltblüter für den Kirmeszug betreut wurden, werden inzwischen jährliche Reitturniere und eine Eifelherbstjagd ausgerichtet. In Kooperation mit der Förderschule Nordeifel in Eicherscheid stellt der Verein die Reithalle für therapeutisches Reiten mit Kindern zur Verfügung. Zudem ist der Verein seit einigen Jahren sehr aktiv im Fahrsport tätig und richtet Fahrturniere bis hin zur NRW-Meisterschaft aus.
Für Reiter mit besonderer Kondition wird in der Eifel sogar ein Langstrecken-Wettkampf auf einer Strecke von insgesamt 440 km veranstaltet – allerdings verteilt auf 7 aufeinanderfolgende Tage. Start und Ziel der Tagesetappen sind Camps, Reiterhöfe und Gestüte in der Nordeifel wie das Arabergestüt Antaris in der Nordeifel.

CHIO CHIO - Weltfest des Pferdesports in Aachen
Viele Menschen lieben Pferde, manche allerdings nur aus sicherer Distanz wie beispielsweise als Zuschauer bei einem Reitturnier. Auch für diese Zeitgenossen hat die Nordeifel etwas ganz besonderes zu bieten, sie müssen nur ein wenig länger fahren:
Ziemlich genau 60 Autominuten vom Wackerberg entfernt in Aachen findet jährlich im Sommer über einen Zeitraum von 10 Tagen hinweg der CHIO statt, das Weltfest des Pferdesports.
Der Wettbewerb besteht aus den Disziplinen Springreiten, Dressurreiten, Fahren und - erstmals seit 2007 - Vielseitigkeitsreiten und Voltigieren. Es wird jeweils ein Sieger in der Einzel- und in der Mannschaftswertung (Nationenpreis) bestimmt. Höghepunkt ist zweifellos das Hauptspringen an jedem Veranstaltungssonntag mit dem "Großen Preis von Aachen".

Infos:

Golf

Mittelgebirge gelten gemeinhin nicht als bevorzugte Golfreviere, doch können vom Haus Wackerberg in einer guten halben Stunde gleich vier 18-Loch-Plätze erreicht werden, alle mit Driving Range und Clubhaus.
Gäste sind jederzeit herzlich willkommen:

Golf

• Der Golfclub Burg Zievel bei Mechernich wird geprägt von altem Baumbestand, Bachläufe und terrassenförmig angelegte Fairways. Anspruchsvolle Hindernisse bilden eine sportliche Herausforderung und sorgen für ein abwechslungsreiches Spiel in bewegtem Gelände. Die Burg Zievel ist dabei von fast allen Fairways sichtbar und bildet eine attraktive Kulisse.

• Der Golfclub Düren besitzt einen anspruchsvollen Platz mit 18 Spielbahnen, von die ersten drei und die letzten sechs Bahnen in eine alte Parklandschaft eingebettet sind, deren Bild und spielerische Anforderung durch Jahrhunderte alte Eichen geprägt wird. Die übrigen Löcher liegen in einer offenen Landschaft und stellen in Bezug auf die Länge der Bahnen und den meist vorherrschenden Westwind den Spieler vor besondere Aufgaben.

• Die Golfanlage Bad Münstereifel liegt inmitten von Naturschutzgebieten mit herrlichen Waldbahnen und offenen Bahnen mit einem Ausblick bis ins Siebengebirge. Nicht-Golfer und Wanderer sind im Clubhaus herzlich willkommen, Hunde (auch ohne Hcp) sogar auf der Anlage.

• über Fläche von mehr als 70 Hektar verfügt der Golf-Club Eifel bei Hillesheim. Dazu gehören neben dem idyllischen Par 72 ein Naturplatz mit altem Baumbestand, mehreren Teichen und Biotopen, sowie ein großzügiges Übungsgelände.

Auf einem Bauernhof in Kall-Keldenich wird eine unterhaltsame Abwandlung des regulären Golfspiels praktiziert - das Bauerngolf. Es spielen immer 2 Teams von 1-5 Spielern gegeneinander, Einzelspieler sind auch willkommen. Jedes Team bekommt einen Schläger (Holzschuh mit Besenstiel) und einen Ball. Der Lederball in der Größe eines Handballes muss mit möglichst wenigen Schlägen von Loch zu Loch gespielt werden. Der 10-Loch-Parcours, auf dem auch ab und zu Kühe weiden, hat eine Gesamtlänge von ca. 1500m, mit Bahnlängen von 100-300m und 40m Höhendifferenz. Die Spieldauer beträgt ca. 1,5 - 2,0 Stunden.
Im Clubraum mit Terrasse gibt es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, Waffeln oder einen kleinen Imbiss.

Golfplätze:

Wasser & Wellness

Der Rursee ist eines der schönsten Wassersport-Reviere in Nordrhein-Westfalen. Deutschlands zweitgrößter Stausee (erbaut 1934-1938) lädt ein zum Segeln, Surfen, Angeln, Tauchen, Rudern und Kanu fahren. Ach ja, schwimmen kann man im See natürlich auch: Drei Strandbäder in Einruhr, Eiserbachsee/Rurberg und Eschauel versprechen Badespaß pur.
Wer es eher beschaulich liebt und mit dem nassen Element nicht unbedingt in Tuchfühlung gehen will, gönnt sich eine Schiffspartie über einen oder mehrere Seen der Eifeler Seenplatte und genießt die reizvolle Landschaft vom Wasser aus. Vier Fahrgastschiffe sind zwischen Ende April und Mitte September täglich auf Rursee und Obersee unterwegs.

Ende Juli lockt das Volksfest "Rursee in Flammen" an die 50.000 Besucher in die Nordeifel. Ein Drachenbootrennen um den Rurseecup, Konzerte und große Märkte an beiden Seeuferstraßen, vor allem aber das Höhenfeuerwerk über dem Rursee begeistern in jedem Jahr die Teilnehmer und Zuschauer des dreitägigen Spektakels.
Nach dem Verlöschen des letzten bunten Feuerfunkens ist das Fest noch lange nicht beendet, denn das pulsierende Treiben an den Seeuferstraßen beider Orte garantiert gute Unterhaltung bis in die späte Nacht hinein.

Rursee

Steife Brise

Eine Reihe weiterer, wenn auch wesentlich kleinere Seen, bietet Alternativen für Wassersportler:
Mit seinen diversen Freizeitanlagen (große Liegewiese, Tennisplätze, Minigolf, Bocciabahn, Spielplätze, Wasserspielgeräte, Wasserrutschen, Beach-Volleyball-Felder) ist der Kronenburger See ein besonders lohnendes Ziel für einen Ausflug mit der Familie. Segler können ihrem Hobby ebenso nachgehen wie Surfer und Tretbootfahrer. Seit dem dem Sommer 2013 schwimmt im Kronenburger See der bundesweit erste "Wasserseilgarten".
Am Freilinger See in der Nähe von Blankenheim sind Windsurfen, Tauchen, Rudern, Paddelbootfahren möglich. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz bescheinigt den Seen in der Eifel seit Jahren beste Wasserqualität.

Eine eigene Segelregatta veranstaltet der Ruder- und Segelclub Zülpich im Juli auf dem Zülpicher Wasserportsee - Tolbiacum Cup und Tümpel Rallye. Das Revier bildete 2014 das Zentrum der Landesgartenschau und punktet mit einer eigenen Wind- und Cat-Schule; auch Kanus oder Stand-up-Paddelbretter können hier ausgeliehen werden.

Angeln - von Aal bis Zander

Zum Strandangeln und Sportfischen laden praktisch alle Seen der Nordeifel ein, aber auch die meisten Bäche und Flüsse sowie die Maare der Vulkaneifel. Im Rursee sind zahlreiche Fischarten vertreten. Rotaugen, Rotfedern, Lauben, Barsche, Hechte, Rapfen, Zander, Aale, Karpfen, Forellen, Felchen, etc.. Sogar ein Stör ist schon an den Haken gegangen. Der See wird von der Fischerei-Pächtergemeinschaft Rursee bewirtschaftet und gehegt. Seit Herbst 2011 können Angler auf dem Urftarm des Obersees der Rurtalsperre vom Ruderboot aus angeln.
Der Oberlauf der Kyll im Gerolsteiner Land ist dem Fliegenfischen vorbehalten. Hier finden sich vor allem Bachforellen und Äschen, die erstaunliche Größen erreichen können. Die Regenbogenforelle schwimmt ebenfalls häufiger in der Kyll.

Schwimmen mit Karibik-Feeling

Nur wenige Autominuten vom Wackerberg entfernt liegen zwei außergewöhnliche Freibäder:
Das Gemünder Rosenbad, beschaulich in der Nähe des Kurparks gelegen, hat 2011 sein 75jähriges Jubiläum gefeiert und wird seit Anfang der neunziger Jahre durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Bürgerbadvereins getragen. Und das Erlebnisfreibad Schleiden, 2004 als modernstes und vielseitigstes Freibad der Eifel neu errichtet, lockt seine Besucher mit einer Wassertemperatur von 24°C, dem Schwimmerbereich mit 25 m Bahnen, der 42 m Riesenrutsche und einem Strömungskanal.

Für die kälteren Tage stehen zwei konventionelle, kleinere Hallenbäder in Kall und Vogelsang bereit sowie drei Spaßbäder in Mechernich-Firmenich, Bad Münstereifel und Kreuzau. Die Eifel-Therme Zikkurat, direkt an der B266 gelegen und nur wenige Kilometer von der Autobahnausfahrt A1 Köln-Trier entfernt, weist zudem ein 2.000 qm großen Sauna- und Wellnessareal auf, in dem auch schon einmal die "Deutschen Meisterschaften im erlebten Sauna-Aufguss" ausgetragen werden - wer wollte sich ein solches Event entgehen lassen?

Karibik-Feeling in Euskirchen: Ein Becken umrandet mit mehr als 500 Palmen, eine Sauna mit Blick auf ein Riesenaquarium, das Dach zirka 200 Tonnen schwer, bei schönem Wetter geöffnet, auf einer Fläche von 18.000 qm, umhüllt von einem regelrechten Glaspalast.
Mit diesen Superlativen eröffnete Ende 2015 eines der größten Spaßbäder Europas. Die Kosten von annähernd 60 Mil. Euro stemmte der Investor der "Thermen und Badewelt" Josef Wund, der vergleichbare Anlagen bereits erfolgreich in Erding und Sinsheim betreibt.

Toll trieben es die alten Römer (auch in der Eifel)

Dass der "Wellness-Faktor" in dieser Gegend schon vor 2.000 Jahren hoch im Kurs stand, demonstrieren die "Römerthermen Zülpich". Das Herzstück des Museums für Badekultur sind die originalen römischen Thermen aus dem 2. Jahrhundert, die besterhaltene Anlage ihrer Art nördlich der Alpen.
Seinerzeit kostete der Besuch keine einzige (römische) Sesterze - eine sympathische Tradition, die sich leider nicht bis heute gehalten hat. Und zwar weder für Museen, noch für Wellness-Tempel.

Wenn man den Fortschritt einer Zivilisation daran misst, wie sie mit Wasser umgeht, dann waren die Römer ihrer Zeit beinahe 2.000 Jahre voraus: Frischwasser-Versorgung (Eifelwasserleitung nach Köln), Abwasserkanäle, Bewässerung, Thermen - es hat ziemlich lange gedauert, bis Europa wieder den Stand erreicht hat, der im Römischen Reich üblich war.
Inzwischen haben wir noch einiges über den "Urstoff des Lebens" dazugelernt. Viel Wissenswertes wird im Wasser-Info-Zentrum-Eifel (WIZE) in Heimbach am Rursee auf mehreren Etagen präsentiert, inkl. Verbraucherberatung und einer "blauen Wasserklasse", die zum selbstständigen Experimentieren und Analysieren für Kinder und Jugendliche ermuntert.

Seen, Sauna, Bäder, Fitness:

Über den Wolken

Helikopter, Motorsegler, Segelflugzeuge, Ballon, Ultraleicht und Fallschirmspringen – die ganze Palette des Luftsports ist auf der Dahlemer Binz, 30 Autominuten südlich vom Haus Wackerberg, versammelt. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1957 wird der Flugplatz von mittlerweile 15 Vereinen sowie für Geschäfts- und Privatflüge ins In- und Ausland genutzt. Er ist Schwerpunktlandeplatz für den Segelflug in Nordrhein-Westfalen.

Besonders spektakulär sind die Rundflüge über den Nationalpark Eifel, die Rurtalsperre oder auch den Nürburgring mit dem Tragschrauber (Gyrocopter), die von der Dahlemer Binz aus angeboten werden. Ein Tragschrauber ist ein Drehflügler und ähnelt in seiner Funktionsweise einem Hubschrauber. Jedoch wird hier der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern passiv durch den Fahrtwind in Drehung versetzt und kann daher nicht senkrecht starten.

Seit dem Frühjahr 2012 ist die Dahlemer Binz um eine Attraktion reicher geworden: Bei Fallschirmsport Sky-Fun, einem der größten Fallschirmsprung-Zentren in Deutschland, kann man sowohl das Fallschirmspringen lernen wie auch als Passagier einen Tandemsprung mit erfahrenen Tandemspringern mitmachen.

Die rund 150 Mitglieder der Ultraleicht-Fluggruppe "Nordeifel" haben nicht die Dahlemer Binz zu ihrer Basis gemacht, sondern einen Flugplatz zwischen Weilerswist und Müggenhausen in der Voreifel. Gestartet im Jahr 1983 verfügen sie inzwischen über insgesamt 50 Fluggeräte und laden Besucher beim jährlichen Wiesenfest zu spektakulären Showeinlagen ein.

Fliegen auf der Dahlemer Binz und in Weilerswist:

Motorradfahren in der Eifel: Biker willkommen!

In den bundesweiten Statistiken schwerer Verkehrsunfälle nimmt die Nordeifel schon seit vielen Jahren einen der vorderen Ränge bei den ländlichen Gebieten ein. Sind die Eifler wirklich so schlechte Autofahrer? Vielleicht, aber für die kurvenreiche Geografie ihrer Heimat können sie nun wirklich nichts. Und die zieht mit der ersten wärmenden Frühlingssonne Scharen von Motorradfahrern an, aus ganz Deutschland, aber auch aus den Niederlanden und Belgien. Die meisten Eifler sehen mehr Holländer auf dem Motorrad als mit dem Wohnwagen!
Natürlich sind auch einige Einheimische auf 2 Rädern unterwegs - nicht immer "taufrisch", z.B. Ende Mai beim jährlichen Motorrad-Veteranentreffen der Oldtimerfreunde Nordeifel. Seit 2004 kommen Teilnehmer aus Deutschland, Belgien, Holland und Luxemburg zusammen, um sich über ihr gemeinsames Hobby auszutauschen und bei strahlendem Sonnenschein eine Fahrt durch die Eifel zu genießen.
Manche Biker überschätzen ihr Können fatal, vor allem dann, wenn sie gerade eins der vielen Motorradevents auf dem Nürburgring besucht haben. Jetzt wird der vom Feldweg einbiegende Traktor zur unheimlichen Begegnung der dritten Art...

Seit Mitte der neunziger Jahre lädt der Nürburgring alle Motorradfahrer, Fans und Begeisterte im Frühjahr zum traditionellen „Anlassen“ ein. Die Veranstaltung rund um einen Motorrad-Gottesdienst bietet den Besuchern diverse Programmpunkte rund um das Thema Sicherheit & Technik und natürlich auch den obligatorischen Korso über die legendäre Nordschleife.

So gut es geht, haben sich die Eifler auf die Invasion der Biker eingestellt - die Restaurants, Pensionen und Hotels genauso wie die Blitzer der Polizei und die Notfallaufnahme der Krankenhäuser. Webseiten wie "Eifeltourer" oder "Eifelbiker" demonstrieren eine funktionierende Fan-Beziehung, und Schilder wie "Biker willkommen" vor Gaststätten und Imbissbuden, dass die Eifler diese Zuneigung auch erwidern - vor allem, wenn sie in Gastronomie und Hotellerie arbeiten.

Tipps & Touren:

Sport - Spiel - Spaß

Ein wichtiges Motiv für viele Sportarten ist die körperliche Fitness. Andere Aktivitäten stellen eher den Unterhaltungswert und das Gemeinschaftserlebnis in den Vordergrund.
Ob indoor (Kartfahren, Bowling) oder outdoor (Quad- und Trecker-Touren, Paintball) - die Nordeifel bietet auch hier reichlich Abwechslung für einen erlebnisreichen Tag.

ring°kartbahn

Michael Schumacher, Sebastian Vettel – viele große Rennfahrer haben ihre Karriere im Kartsport begonnen. Der Nürburgring lockt mit einer 400 m langen Indoor-Bahn und seiner Elektrokart-Flotte, die den neuesten Technik- und Sicherheitsstandards entspricht.
Für die kleinen Motorsportler (ab 8 Jahren, mind. 1,20 m Größe) stehen spezielle Kinderkarts zur Verfügung. Alle Karts können per Fernbedienung in der Leistung konfiguriert werden – Pistenraudis haben keine Chance.
Wer lieber "open air" unterwegs ist (und vielleicht auch gerne mit dem eigenen Rennkart), findet ganz in der Nähe des Sportflughafens "Dahlemer Binz" das entsprechende Angebot. Die Kartbahn nicht weit vom Kronenburger See ist täglich für jedermann geöffnet - außer bei Regen und bei Rennveranstaltungen.

Quadtouren

Quadfahrt

Wer nicht nur im Kreis herumfahren will, bucht auf der Website der "Erlebniswelt Eifeltor" (10 Autominuten vom Wackerberg entfernt) eine der ausgearbeiteten Quadtouren durch historische Ortskerne, zu den Aussichtspunkten "Eifel-Blicke" oder in den Nationalpark Eifel. Das Gelände mit Hotel und Restaurant, Teil der Landesgartenschau 1972, verfügt u.a. über eine Offroad-Quadbahn, einen Übungsparcour für Kinder und eine Sommerrodelbahn.
Ein paar Kilometer weiter im Gewerbegebiet Mechernich-Obergartzem produziert Sebastian Jornitz eigene Quads der Marke Exceet und sponsert gemeinsam mit seinen Eltern die Rennserie "Super Quad Masters Germany", an der auch seine Brüder als Fahrer teilnehmen, u.a. auf der Kartbahn an der Dahlemer Binz.

Oldtimer-Trecker-Fahrten

Ähnlich laut, aber deutlich langsamer (mit einer Reisegeschwindigkeit von max. 20 km/h) geht es im Monschauer Land zu, wo sich Interessenten nach einer praktischen Einweisung einen Oldtimer-Trecker ausleihen können.
Wesentliche Ausrüstungsgegenstände wie Routeninfos, GPS-Gerät, Picknickdecke und Regenponchos werden zur Verfügung gestellt. Ein Trecker bietet Platz für 2-3 Personen.

Kutschfahrt im Nationalpark

Kutschfahrt

Mit 2 PS durch den Nationalpark: Von vielen Arten, die Natur im Nationalpark Eifel zu erleben, ist die Fahrt in einem Planwagen, gezogen von zwei Kaltblütern, sicher die außergewöhnlichste.
Von April bis Oktober kutschiert an jedem ersten und dritte Sonntag im Monat ein Pferdegespann die Gäste von Vogelsang IP über Walberhof nach Wollseifen und zurück. Gerade für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, sind die Kutschfahrten eine gute Möglichkeit, die Natur vor Ort zu erleben. Dank einer Rampe sind die Kutschen für Rollstuhlfahrer mit Begleitpersonen geeignet.
Zusätzlich bietet die Reitanlage Steffens für Gruppen (maximal 25 Personen) exklusive Fahrten auf dieser Strecke an, gerne auch in Begleitung eines Waldführers.

Paintball

Nicht weit von der Autobahnausfahrt Wisskirchen an der A1 liegt der Paintballpark NRW. Fans erleben Action und Adrenalin in der einzigen "Team-Extremsportart" der Welt, besonders beliebt bei Junggesellenabschied, Geburtstag, Betriebsausflug.
Die Besucher erwartet drei verschiedene Spielfelder auf auf einem Areal von 7000m², wo sie zwischen Öltürmen, Hütten, Brunnen und Hochständen inmitten von Palmen und Totenköpfen ihre Gegner bekämpfen, während im Hintergrund ein neuartiges Sound Entertainment System für die richtige Spannung sorgt.

Bowling

Fünf Autominuten entfernt liegt die Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat. Im einmaligen Ambiente der ursprünglichen Steinzeugfabrik von 1882 befindet sich die BOWL-Fabrik, das neuste Bowling- & Entertainment-Center der Eifel, mit 16 Brunswick-Bowlingbahnen mit der neuster Vector-Software und zusätzlich einer Reihe von Billiard-, Airhockey- und Kickertischen. In dieser "Event-Location für privaten Feiern und Business-Veranstaltungen" (so die Beschreibung auf der eigenen Webseite) dürfen Restaurant & Cocktailbar nicht fehlen.

Spaß & Sport:

Natur & Ausflüge: der Nationalpark Eifel

Nationalpark Eifel Für einen urbanen Lebensstil stand die Eifel noch nie, wohl aber für Natur pur. Ausgerechnet einem Truppenübungsgelände, nach dem 2. Weltkrieg jahrzehntelang von den Belgiern und anderen Natostreitkräften genutzt, verdankt sie die Einrichtung des ersten Nationalparks in Nordrhein-Westfalen (seit 2004). Rund 240 Kilometer Wanderwege stehen Besuchern offen, Radsportler dürfen davon 104 Kilometer und Reiter 65 Kilometer nutzen. Wenn genug Schnee liegt, sind außerdem fünf Kilometer Loipen für Langlaufskifahrer gespurt.

Jeden Sonntag um 13:00 Uhr können sich Besucher den Nationalpark-Rangern anschließen - kostenlos und ohne Anmeldung; Waldführer sind für individuelle Wanderungen buchbar. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Wildnis-Trail erkunden, ein 85 km langer Fernwanderweg, der in vier Etappen durch den Nationalpark Eifel führt. Die Route wurde über bereits vorhandene Straßen, Forst- und Wirtschaftswege sowie vom Eifelverein eingerichtete Wanderwege kartographiert und beschildert und deckt sich teilweise mit dem Eifelsteig.

Kall Das Gebiet des Nationalparks Eifel umfasst ca. 10.700 Hektar, grenzt im Nordwesten an den Rurstausee und umschließt die angrenzende Urfttalsperre sowie den ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang. Im Osten ist er nur durch das Urfttal vom Wackerberg getrennt.

Natürlich ist der Nationalpark das "Leuchtturmprojekt" in Sachen Natur, zu sehen und zu erkunden gibt es aber noch viel mehr. Da wäre beispielsweise der länderübergreifende Naturpark Hohes Venn-Eifel, der Hochwildpark Kommern, die Greifvogelstation Hellenthal oder das Naturzentrum Eifel in Nettersheim. Gemeinsam ist diesen – und vielen anderen – Angeboten, dass sie keineswegs nur Wanderer ansprechen, die gute Luft und schöne Aussichten erwarten. Vielfach werden, vor allem auch Kindern, ganz besondere Erlebnisse vermitteln, wie eine Flugschau mit Raubvögeln oder das Klettern in einem Hochseilgarten.

Bobo, der Biber

Nicht nur Raubvögel, auch die Biber fühlen sich in der Nordeifel offensichtlich pudelwohl: Nachdem in den achtziger Jahren ein Dutzend Exemplare angesiedelt wurden - fast genau hundert Jahre nach seiner Ausrottung in Deutschland - tummeln sich mittlerweile um die 400 große Nagetiere an den Bächen und Seen der Nordeifel. Dieser Erfolg wird von den Politikern (wie auch die Errichtung des Nationalparks) gerne als "Leuchtturmprojekt für Nordrhein-Westfalen" gefeiert. Jeden 1. Sonntag im Monat finden offene Bibertouren im Hürtgenwald oder in Heimbach statt, die Biologische Station Düren präsentiert "Bobo, den Biber" als Maskottchen für ihre Schulprojekte.

Biodiversität

  • Wildkatze
  • Biber
  • Steinkauz
  • Schwarzstorch
  • Rotmilan

Der Wackerberg ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Gemeinde Kall, nur durch das Urft- und Oleftal vom Nationalpark Eifel getrennt. Auf der Karte der unzerschnittenen verkehrsarmen Räume in NRW (UZVR) ist er in der dritthöchsten Größenklasse (10 - 50 qkm) eingetragen.
Kein Wunder also, wenn sich dort Fuchs und Hase gute Nacht sagen und natürlich auch die weiteren üblichen Verdächtigen, die man in einem abgeschiedenen Gebiet vermuten würde: Reh, Hirsch und Wildschwein, Marder, Dachs und Frettchen,...
Ein Zeichen für die große Biodiversität sind aber die unter Naturschutz stehenden Arten. So weist der KallWackerberg u.a. Brut- und Jagdgebiete für den Schwarzstorch, den Rot-/Schwarzmilan und den Steinkauz auf sowie eine interessante Population der Wildkatze (Wald-/Steppenart). Dank seines Artenreichtums, der zusammenhängenden Waldfläche sowie der Vielschichtigkeit des Habitats (Naturverjüngung, Offenlandbereiche) bietet sich der Wackerberg als Paradefall des "Biotop Management" an. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW)hat hier rund ein Dutzend Biotope und Naturschutzgebiete eingetragen.

Verdienstkreuz für Naturschutz

Den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Nordeifel hat sich Wolfgang Schumacher, Professor am Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn, zur Lebensaufgabe gemacht. Mit rund 200 Staatsexamens-, Diplom- und Doktorarbeiten aus den letzten 30 Jahren und vielen weiteren Projekten hat der Forschungsbereich „Geobotanik und Naturschutz“ der Fakultät den Erfolg von Umweltschutzmaßnahmen in der Nordeifel untersucht. Schumacher hat es jedoch nicht bei der Bestandsaufnahme bewenden lassen, sondern selbst eine Reihe von Initiativen angestoßen - vom Erhalt des Kalkmagerrasens bis zu den Narzissen in den Bachtälern der Eifel.
Für sein berufliches wie ehrenamtliches Engagement wurde dem Bonner Forscher 2011 das Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.


wdr5

Wellness für die Wildkatze - Artenschutz rund um den Wackerberg
(Audio-Beitrag des Wissenschaftsmagazins Leonardo)


"Kontrastprogramm" in Zülpich

Nicht ursprüngliche Natur bewahren, sondern eine von Gartenbau-Architekten angelegte Kulturlandschaft schaffen - dieses Ziel verfolgen die Bundes- und Landesgartenschauen seit Jahrzehnten.
So stand auch die Landesgartenschau 2014 in Zülpich, mit mehr als 540.000 Besuchern die erfolgreichste des Rheinlands, ganz im Zeichen von Aktivität, Wellness und Blumen.
Das Areal zieht als Gartenschaupark auch weiterhin viele Gäste an: Neben den Mustergärten sorgen Sandstrand, Strandkörben und das große ins Wasser hineinreichende Flanierdeck der Seebühne für mediterranes Ambiente. Die aktiveren (und jüngeren) Besucher halten sich eher an Wasserspielplatz, Kletterei und Outdoor-Fitness-Parcours.

Landesgartenschau

Die Natur:

Veranstaltungskalender Nationalpark

 

Naturschutz:



Eifel-Survival

Wenn die Zeiten härter werden, kann es nicht schaden, sich schon jetzt die notwendigen Überlebenstechniken anzueignen:

• Orientierung: Wie baue ich mir aus meinem defekten Auto/Motorrad einen Kompass zum Weitermarschieren?

• Hindernisüberquerung: Wie überwinde ich einen 10 m breiten, reißenden Fluss ohne das Wasser zu berühren? Wie transportiere ich einen liegenden Kranken über eine Schlucht?

• Trinken: Wie desinfiziere ich Wasser eines stinkenden Tümpels ohne jegliches Ausrüstungshilfsmittel und auch ohne Feuer und Plane?

• Feuermachen: Wie zünde ich gesichert mit einem letzten Streichholz bei strömendem Regen - oder minus 20° C - oder Sturm ein Feuer an? Wie transportiere ich Feuer über 10 km? Wie mache ich aus Sicherheitsgründen ein rauchloses Feuer?

• Seiltechnik: Wie komme ich einen 30 m Abhang senkrecht hinunter mit 15 m Seil ? (oder alternativ über eine 4 m hohe Gefängnismauer ...)

Dies ist eine Auswahl der Programmpunkte, mit denen Bernd Tesch aus Simmerath - Globetrotter, Traveller-Survival-Trainer und Reise-Ausrüster in den Siebzigern - seine Kursteilnehmer motiviert. Das schmackhafte Zubereiten von Heuschrecken, Ameisen oder Regenwürmern gehört erfreulicherweise nicht dazu...

Deutlich abweichende Konzepte vermarkten die Wildniswerkstatt Düttling (in der Nähe von Heimbach), die Kinder- und Jugendgruppen durch eigene Erfahrungen an die Natur heranführt, und das Wildniscamp Dahlem, das neben Wildnispädagogik gezielt Selbsterfahrungsgruppen für gestresste Manager zusammenstellt: "Wildnistraining bietet die Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung und Veränderung, zur Gelassenheit und inneren Stärke. Naturnähe bleibt kein Schlagwort. Die Verbindung zur Erde wird erlebbar." (Orginalzitat der Webseite)

Ganz in der Nähe, ebenfalls in Heimbach-Düttling, wird das alte Handwerk der Köhlerei lebendig:
Im heutigen Gebiet des Nationalparks gab es im Laufe der Jahrhunderte über 1.400 Meilerplätze, an denen Holzkohle für die Eisenindustrie im Schleidener Tal erzeugt wurde.
Jeweils im Mai / Juni wird dort eine Woche lang ein historischer Meiler aufgebaut, zu dem Gäste und Neugierige herzlich eingeladen sind (und nicht nur Grill-Fans).

Robin Hood und der Sheriff von Nettersheim

Mit dem selbst gebauten Langbogen durch die Eifelwälder streifen wie Robin Hood seinerzeit durch den Sherwood Forest und frisches Wildbret erlegen? Möglich wäre das schon - die Bogenwerkstatt in Schleiden vermitteln das nötige technische Wissen und die Schießpraxis, und der Wildbesatz ist nach Aussagen der Revierförster viel zu hoch. Der freien Jagd steht dann auch weniger der "Sheriff von Nettersheim" mit seinen Schergen entgegen, sondern diverse Paragraphen der Forst- und Jagdordnung. Zudem verstehen die Jagdpächter in der Eifel, die sich ihre Reviere für beachtliche Summen gesichert haben, keinen Spaß bei unerbetener Konkurrenz.

Als Quelle alternativer Eiweiß-Versorgung auf den Fischbesatz von Seen, Bächen und Weihern der Eifel zurückzugreifen, erscheint auf den ersten Blick unkritisch: Den harmlosen Angler lassen Jäger und Förster jedenfalls in Ruhe. Der deutschen Bürokratie - in Form von "Befahrensgenehmigungen" und "Fischereierlaubnisscheinen" - entgeht der Selbstversorger selbst bei dieser eher kontemplativen Jagdmethode nicht.

Steppenreiter

Während sich die "normalen" Bogenschützen in einem Waldgebiet nahe Hellenthal treffen (und im Winter in der Turnhalle des Gymnasiums Schleiden), trainieren die besten berittenen Bogenschützen Deutschlands wenige Kilometer entfernt auf der Waldrand Ranch bei Baasem. Dort züchtet man eigentlich Western-Pferde, aber seit 2010 ist die Ranch gleichzeitig offizielles Trainingszentrum des Vereins "Die Steppenreiter". Die Mitglieder des Vereins betreiben mit viel Freude das Bogenschießen vom galoppierenden Pferd.

Bogenreiten

Selbstversorger

Dass man sich heute noch in der Eifel - auch ohne Rückgriff auf den Wildbestand - weitgehend selbst versorgen kann, beweist ausgerechnet ein Förster in Hümmel, einem kleinen Ort ca. 20 km südöstlich des Wackerbergs.
Peter Wohlleben, Buchautor ("Unsere kleine Farm") im Nebenberuf, lebt mit Ehefrau Miriam und zwei inzwischen erwachsenen Kindern in einem Forsthaus, das er vor 25 Jahren als Dienstsitz samt 5.000 qm Gartenfläche übernommen hat, zusammen mit Ziegen, Hühnern und Pferden. Die Schafe wurden wieder abgeschafft, da sie zuviel Arbeit machten.
Die Wohllebens ziehen Zucchini, Gurken, Kohl, Erdbeeren und Pastinaken, kochen ein, lagern ein, frieren ein, keltern Obstwein und süßen mit dem eigenen Honig. "Wir sind keine Ökofanatiker. Unsere eigenen Lebensmittel zu produzieren, heißt ökologisch wirtschaften, wo es geht. Wenn´s absurd wurde, haben wir manche Methode auch wieder aufgegeben."

Auf einem ähnlichen Tripp befindet sich Lothar Einerhand mit seiner Eifel-Farm in Schleiden, nur ein paar Fahrminuten vom Wackerberg entfernt. Er züchtet - nicht als Hobby, sondern im Hauptberuf - Ziegen, Gänse, Hühner, Bienen und Wachteln und stellt aufschlussreiche Videos dazu bei Youtube ein unter dem Motto: "Alles über Selbstversorgung und Nutztierhaltung".

Nicht viel anders wird es vermutlich in den fünfziger und sechziger Jahren auf dem Wackerberg zugegangen sein (noch ganz ohne Youtube und Internet), wo der damalige Eigentümer Wilhelm von Ameln eine Ziegenzucht betrieb, die ihm bei der lokalen Bevölkerung den Spitznamen "Bitzen-König" einbrachte. Natürlich wurde nebenbei auch Gemüse, Kartoffeln und Obst angebaut.
Die Analogie geht sogar noch einen Schritt weiter - beide Hausbesitzer haben sich als kritische Autoren einen Namen gemacht. Während Wohlleben Bücher zum Thema Jagd, Wald und Selbstversorgung publiziert, war von Ameln als fleißiger Leserbriefschreiber bekannt, der gegen die Nato im allgemeinen und den Truppenübungsplatz Vogelsang, den heutigen Nationalpark Eifel, im besonderen polemisierte.
Heute würde man ihn wohl als "Aktivisten" bezeichnen; immerhin hat ihm sein Engagement Auftritte in den Propagandasendungen von Radio Berlin International (Ost-Berlin) und Radio Prag eingebracht.

Kurs-Anbieter:

Alte Gemäuer: Schlösser, Burgen, Klöster in der Nordeifel

  • Burg Blankenheim

  • Burg Kerpen

  • Burg Kommern

  • Burg Monschau

  • Burg Münstereifel

  • Burg Nideggen

  • Burg Nürburg

  • Burg Reifferscheid

  • Burg Satzvey

  • Burg Veynau

  • Burg Wildenburg

  • Burg Zievel

  • Kloster Mariawald

  • Kloster Prüm

  • Kloster Steinfeld

  • Maria Laach

  • Schloss Eicks

  • Schloss Schleiden

  • Schloss Schmidtheim

  • Schloss Wachendorf

"War das die erste regionale Immobilien-Blase des Mittelalters?", fragt sich der Besucher unwillkürlich bei mehr als zwei Dutzend Burgen, Schlössern und Klöstern in 30-40 min. Fahrentfernung vom Wackerberg. Und darin sind nur die entsprechenden Gebäude in der Eifel gezählt - locker dieselbe Anzahl kommt noch einmal dazu, wenn die Umgebung von Euskirchen, Zülpich und Weilerswist in der Voreifel mit in Betracht gezogen wird. Weiterhin gibt einige Burgen, die man nur aus der Geschichtsschreibung kennt (z.B. Burg Freilingen und Burg Lindweiler bei Blankenheim), und andere, von denen nur noch ein paar Grundmauern stehen (z.B. die Kronenburg oder die Stolzenburg).
Insgesamt sind in der Eifel über 130 Adelssitze gezählt worden mit einer in Europa einmaligen Dichte von Burgen und Schlösser. Ein Drittel davon hat den Lauf der Zeit nicht überstanden.

Zugegeben, PS-Boliden zur Demonstration des eigenen Status waren seinerzeit nicht verfügbar, alternative Anlageformen rar gesät - da hielt man sich zwangsläufig an Steine, Mörtel und Wassergräben. Aber galt die Eifel nicht als arm, seit der Zeit des Wiener Kongresses sogar als "Preußisch Sibirien"?
Das Mittelgebirge - eingerahmt von den römischen Stadtgründungen Trier, Aachen und Köln - ist seit dem Altertum eine Kulturlandschaft mit Fernhandelsrouten, einer florierenden Landwirtschaft und Bergbau, der in der Neuzeit viele Metall-verarbeitende Betriebe entstehen ließ. Die weltlichen und kirchlichen Herrscher wollten ihren Wohlstand (und ihre Machtansprüche) nach außen demonstrieren - und die Tourismusindustrie der Region ist ihnen noch heute dafür dankbar. So war das Hochmittelalter eine gute Zeit für die Eifel, wobei in Sachen Macht- und Prachtentfaltung die geistlichen Herren die Burgherren locker in den Schatten stellten.

Wer sich für die Kultur des Mittelalters interessiert, sollte in jedem Fall einen Abstecher zur Burg Nideggen machen. Dort erwartet den Besucher ein Burgenmuseum, das in insgesamt acht Räumen innerhalb des Turmes auf mehreren Etagen untergebracht ist - mit Modellen der Burgen in der Eifel zwischen Mosel und Rhein. Rüstungen, Hellebarden, Schwerter gehören ebenso zu den Ausstellungsstücken wie Erklärungen zu Folter- und Verhörmethoden, Gerichtsbarkeit und Kerkerhaft.

Bruder Konrad

Eine Urgroßmutter Karls des Großen (Bertrada, die ältere) stiftete 721 die spätere Fürstabtei Prüm - eine weitsichtige Entscheidung, denn Prüm wurde in den folgenden Jahrhunderten zum mit Abstand mächtigsten Herrschaftssitz in der Eifel. Der Besitz der Abtei war riesig und reichte vom Rhein bis zum Atlantik (Bretagne) und an die Nordsee (Niederlande). Kaiser und Könige gingen hier ein und aus, darunter Karl der Große, Kaiser Lothar I., Pippin der Bucklige und Karl der Kahle, der als erster König Frankreichs gilt.
Noch heute ist die Abteikirche (St. Salvator Basilika) mit ihren 2 charakteristischen Türmen und dem Langhaus das eigentliche Wahrzeichen der Stadt.
Die Mönche in Prüm gründeten im Laufe der Zeit eine Reihe von Zweigniederlassungen, darunter im Jahr 830 ein Kloster, aus dem sich später die Stadt Bad Münstereifel entwickeln sollte.

Nicht ganz so alt wie Prüm - und zu keiner Zeit so mächtig - ist die Abtei Maria Laach (gegründet 1093), die dafür mit einer traumhaften Lage am Laacher See in der Vulkaneifel punktet.

Abtei Maria Laach

Konrad Adenauer wusste das zu schätzen: Als der Kölner Oberbürgermeister (und spätere erste Bundeskanzler) 1933 von den Nazis seines Amtes enthoben wurde, fand er als "Bruder Konrad" für ein Jahr Zuflucht im Kloster.
Die Abteikirche von Maria Laach ist eines der am besten erhaltenen romanischen Bauwerke Deutschlands und heute ein beliebtes Ausflugsziel. Die Anziehungkraft auf Besucher teilt sie mit der wesentlich kleineren Abtei Mariawald, ein vor mehr als 500 Jahren gegründetes Trappisten-Kloster nahe Heimbach, etwa 20 Fahrminuten vom Wackerberg entfernt und umgeben vom Nationalpark Eifel.
Obwohl (oder weil?) der Orden seinen Mitgliedern strenge Verhaltensregeln auferlegt und zudem mit päbstlicher Sondererlaubnis die Lithurgie in Latein feiert, hat er weniger Nachwuchsprobleme als seine Mitbewerber und finanziert sich heute im Wesentlichen durch den Betrieb einer Gaststätte, eines Buchladens, einer Likörfabrik und eines Klosterladens. Wer nicht nur an weltlichen Genüssen interessiert ist, kann für 3 bis 8 Tage um Aufnahme im Gästehaus zwecks geistlicher Erneuerung bitten.

Vielleicht ist der Erfolg der Trappisten ja auch einer weitsichtigen, Ordens-internen "Quotenregelung" zu verdanken, immerhin sechs Jahrzehnte vor der diesbezüglichen Aufnahme in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Jedenfalls hat man 1953 mit der Abtei Maria Frieden - einige Kilometer südlich bei Dahlem, nicht weit vom Flugplatz "Dahlemer Binz" und vom Kronenburger See gelegen - eine eigene feminine Zweigniederlassung aufgezogen, seinerzeit das einzige Frauenkloster der Trappisten in Deutschland. Mögen die Damen inzwischen auch etwas in die Jahre gekommen sein, so bewirtschaften sie doch weiterhin ihr 70 Morgen großes Anwesen, destillieren Klosterlikör und haben sich auf das Weben von "Paramenten" spezialisiert, künstlerisch aufwendig gestaltete Textilien für den Kirchenraum.

Kloster zu verkaufen

Weniger Erfolg bei der Nachwuchswerbung, aber auch mit ihren kommerziellen Projekten war den Salvatorianern im Kloster Steinfeld beschieden, das zur Gemeinde Kall gehört. Nur noch eine Handvoll Brüder managen aktiv das beeindruckende Terrain mit der "Eifel-Basilika", die in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Art kulturellem und spirituellem Zentrum für die Region geworden ist. Führungen durch Kloster und Basilika werden beispielsweise am "Tag der offenen Klöster" im Mai angeboten.
Während Gottesdienste, Konzerte und Lesungen viel Zuspruch finden, musste der Orden das Internat nach rund 90 Jahren im Sommer 2013 mangels ausreichender Anmeldezahlen schließen. Gut behauptet sich dagegen das Gymnasium Steinfeld auf dem Klostercampus, auch in Hinblick auf die Konkurrenz durch neue Schulformen in Nordrhein-Westfalen (Sekundarschule).
Die Biogasanlage, die der Orden als "joint venture" mit einem lokalen Bauern betrieb, hat im August 2013 Insolvenz angemeldet - durchaus zur klammheimlichen Freude mancher Nachbarn, denen das Projekt buchstäblich zum Himmel gestunken hat...
Nur konsequent also, dass Kloster und 8 Hektar Gelände im Herbst 2013 zum Verkauf gestellt wurden. Zwei Wochen vor Weihnachten konnte dann die frohe Botschaft verkündet werden: Die Salvatorianer bleiben in Steinfeld, der aus Mechernich-Wachendorf stammende Bierbrauer Wolfgang Scheidtweiler macht das nötige Kleingeld locker, um Kloster und Biogasanlage weiterzubetreiben.

Innenhof

Kloster Steinfeld: Innenhof in der 360°Ansicht

Mit seiner Unterstützung entstand 2015 im ehemaligen Internat und dem Gästehaus des Klosters ein Tagungszentrum mit180 Betten im 4-Sterne-Bereich. Ins Hotelgeschäft stieg Wolfgang Scheidtweiler bereits 1991 in Pforzheim und später in Stuttgart ein - der Mann hat also Ahnung vom Geschäft! Firmenpräsentationen und Seminare sollen unter der Woche für Auslastung suchen, die Besucher von geistlichen Kursen eher am Wochenende und "normale" Touristen an allen Tagen.

Nonnen als Hausbesetzer

Dass ein paar Autonome ein alternatives Kulturzentrum besetzen (oder nach Auslaufen des Mietvertrags nicht räumen), kommt vielleicht in Köln vor, aber bestimmt nicht in der Eifel. Eine Hausbesetzer-Szene hat hier eigentlich nie von sich reden gemacht - dafür aber 4 Nonnen in Zweifall, einem Stadtteil von Stolberg am Rand des Naturparks Nordeifel. Die Schwestern weigern sich nämlich, das durchaus sehenswerte Karmelitinnenkloster Maria Königin (erbaut 1954/55) zu verlassen, nachdem die vatikanische Ordenskongregation im Januar 2006 das Kloster aufhob. Zwar sind inzwischen nur noch 2 standhafte übrig geblieben, aber die trotzen bislang - unterstützt von einem Freundeskreis des Klosters - einer durch das Bistum Aachen angedrohten Zwangsräumung.

Hexenverfolgung in Schmidtheim

Mindestens genauso vielfältig wie Architektur und Geschichte der Eifler Burgen und Schlösser ist ihre Funktion in der Gegenwart:
Auf Schloss Schmidtheim lebt Emanuel Graf Beissel zu Gymnich, dessen Vorfahre 1511 hier eingeheiratet hat - mehr Tradition geht eigentlich nicht! In der Familiengeschichte gibt es aber auch eine dunkle Seite. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts brach in dem kleinen Eifelort eine regelrechte Menschenjagd aus, geschürt von den Freiherrn Reinhard der Jüngere und seinem Sohn Bertram Beissel von Gymnich und angefeuert von katholischen Theologen. Den Hexenprozessen fielen allein in den Jahren 1630 und 1631 48 Dorfbewohner zum Opfer, ein erheblicher Teil der erwachsenen Bevölkerung.

Nachtragend sind die Schmidtheimer offensichtlich nicht, denn sie haben den aktuellen Grafen zwischenzeitlich in den Gemeinderat gewählt. Der verbrennt ja auch heutzutage schlimmstenfalls noch Geld, wie etwa im Jahr 2012, als er mit dem Börsengang einer Kapitalgesellschaft scheiterte und dabei bundesweit Aufsehen erregte.
Dafür verdient sich der Waldbauer, wie der Schmidtheimer Schlossherr seinen Beruf selbst angibt, ein paar Euro nebenbei durch die Vermietung von Ferienwohnung und Räumlichkeiten für andere Festivitäten (auch eine Dependance des Standesamts ist praktischerweise im Schloss untergebracht).

Schloss Schmidtheim

Tradition & Marketing

Ganz auf das Geschäft mit dem Mittelalter setzte schon früh sein Namensvetter (und entfernter Verwandter) Franz Josef Graf Beissel von Gymnich, der gemeinsam mit seiner amerikanischen Frau Jeannette Anfang der 80er Jahre die ersten Ritterspiele auf Burg Satzvey veranstaltete, die als besterhaltene Wasserburg des Rheinlands gilt. Dort finden inzwischen das ganze Jahr über Ritterspiele, Burgfeste und Mittelaltermärkte statt, das eine oder andere Konzert ist auch dabei. Inzwischen wird das operative Geschäft von seiner Tochter im Rahmen der Patricia Gräfin Beissel GmbH geleitet.

An Mittelalterspectaculum und Burgfesten versuchen sich natürlich auch andere, nicht immer mit dem Marketingtalent eines Graf Beissel. Viel Erfahrung hat man z.B. in Reifferscheid gesammelt, wo der Eintritt zu den entsprechenden Events passenderweise "Wegezoll" heißt. Alle zwei Jahre findet am dritten Septemberwochenende ein Burgfest mit dem mittelalterlichen Spielmanns- und Gauklerprogramm statt sowie ein Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende.
Ein ganz anderes Konzept haben die Inhaber des Wasserschlosses Eicks umgesetzt: Dort präsentieren auf dem Gartenfestival "CountryHomes" über 160 Aussteller aus ganz Europa Trends und Traditionelles für Garten, Haus und Hof.

Irgendeine Form von Gastronomie begegnet dem Besucher mindestens auf jeder zweiten Anlage, sei es Burg, Schloss oder Kloster. So lädt die Burg Nideggen beispielsweise zum mittelalterlichen Mahl oder alternativ zum Krimi-Dinner ein.
Heiraten - sogar mit Standesamt inklusive - kann man in dem einen oder anderen Gemäuer, wie beispielsweise auf der Burg Kirspenich.
Auf Schloss Schleiden und Burg Blankenheim sind inzwischen Jugendherbergen untergebracht, in der Burg Hengebach (Heimbach) eine Kunstakademie. Am bekanntesten dürfte jedoch die Nürburg sein, an deren Fuß die populäre (und mittlerweile insolvente und an einen Investor weiterverkaufte) Rennstrecke erbaut wurde, die immer noch die meisten Besucher in die Eifel zieht.

Burg Vogelsang

Von der Kaderschule zum Nationalparkzentrum

Ob sich die Erstbezieher mit der neuzeitlichen Nutzung anfreunden könnten, bleibt naturgemäß ungewiss. Bei der ehemaligen "NS-Ordensburg" Vogelsang sieht das wohl anders aus: Ihre Erbauer wollten den Nachwuchs des Nazi-Regimes schulen, jetzt zeigt eine historische Dokumentation, wie das Projekt einer nationalsozialistischen Erziehungsanstalt aufgrund seiner Ausbildungstheorie und der Praxis des Lehralltags scheiterte.
Interessant ist Vogelsang aber vor allem als Besucherzentrum des ersten (und bisher einzigen) Nationalparks in Nordrhein-Westfalen mit grandioser Aussicht über Seen und Wälder.

Die Eifelburgen im Überblick:


 

wikipedia

 

Burgfeste, Ritterspiele, Hochzeiten:



Exkursionen

Sport & Erholung, Wald, Wildnis, Wasser, Burgen, Schlösser & Klöster - das ist eigentlich erst der Anfang. Rund um den Wackerberg warten Ausflugsziele, die eine große Bandbreite von Interessen ansprechen: leicht erreichbar zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus & Bahn oder dem eigenen Auto.
Dazu zählen romantische Eifeldörfer und die ältesten Großstädte Deutschlands, Freizeitparks für Kinder und sechs Stätten des Weltkulturerbes (für Erwachsene).

Historische Ortskerne der Nordeifel

Heidelberg war gestern - mittelalterlich geprägte Orte in romantischer Kulisse finden sich in der Nordeifel gleich im Dutzend, oft zusammen mit der eigenen Burg(ruine).
Die Entfernungen sind überschaubar: Die Ziele liegen oft nur 10, 15 Autominuten auseinander und sind auch für ambitionierte Radfahrer leicht zu erreichen. Längst haben die regionalen Touristiker entsprechende Routen ausgearbeitet.
Olef und Gemünd, die sich an Flusstäler nordwestlich des Wackerbergs schmiegen, sind vom Haus nur jeweils eine halbe Stunde Fußweg entfernt.

Einmal abgesehen von den verhältnismäßig kurzen Wegen haben die Orte ihr ganz individuelles Profil bewahrt und konkurrieren mit gut unterscheidbaren Alleinstellungsmerkmalen um die Besucher:
Bad Münstereifel beispielsweise hatte über Jahre mit dem starken Rückgang des Kurbetriebs zu kämpfen, den auch die Busladungen meist weiblicher Heino-Fans nicht wettmachen konnten, die im Café des bekanntesten Einwohners der Kurstadt mit Haselnusstorte abgefüllt werden. Seit August 2014 ist dort auf Initiative ortsansässiger Geschäftsleute Deutschlands erstes "City Outlet Center" entstanden - viele kleine Läden in den historischen Gebäuden bieten nun hochwertige und stark um Preis reduzierte Modeartikel und Accessoires an.
Und dieses ungewöhnliche Einkaufserlebnis in romantischer Kulisse zieht jährlich 1 Million Shopping-Touristen an.

Kommern profitiert vom Hochwildpark und dem LVR-Freilichtmuseum, Heimbach von seiner Lage am Rursee und Kronenburg von seiner Kunstakademie, den jährlich stattfindenden "Kronenburger Kunst- und Kulturtage" und natürlich den Freizeitaktivitäten rund um den Kronenburger See.

Monschau

Monschau, einst Zentrum der Feintuchproduktion, kann sich seit 1996 Luftkurort nennen und zieht mit seiner pittoresken Architektur Ströme von Touristen an, insbesondere aus den Benelux-Ländern. Die mittelalterliche Stadtanlage wird vom Flüsschen Rur durchzogen; schieferverkleidete Häuser und Fachwerkbauten mit Cafés, Gaststätten oder Kunsthandwerks- und Souvenirläden bilden ein Ensemble, wie es Walt Disney als Vorlage für seine Parks hätte nicht besser hätte dienen können.
Parkplätze sind aufgrund der Talkessel-Lage knapp und selbst auf den Zufahrtsstraßen kostenpflichtig - eine weitere Übereinstimmung mit den diversen "Themeparks".

Übersicht:



Romantische Orte:

Die andere Eifel: Vulkaneifel, Ahr- und Moseltal

Auch jenseits der Nordeifel in Rheinland-Pfalz gibt es viel zu entdecken, beispielsweise die Flusstäler und Weinberge von Ahr und Mosel oder die Vulkaneifel.

Bei der Vulkaneifel ist der Name gleich auch Programm: Da gibt es einen Vulkanpark, die Deutsche Vulkanstraße mit Ausflugstipps und Veranstaltungen, eine Vulkan-Brauerei, eine Vulkaneifel-Therme, einen Lava Dome - eigentlich hat man nur noch vergessen, Mr. Spock, den intelligenten Vulkanier aus der Star Trek-Reihe und 1. Offizier des Raumschiffs Enterprise, zum Ehrenbürger zu ernennen und als Tourismus-Botschafter einzusetzen! Nach dem Tod seines Darstellers Leonard Nimoy Anfang 2015 geht das nun nicht mehr.

Mare in der Vulkaneifel

Zwischen Bad Bertrich nahe der Mosel und Ormont an der belgischen Grenze erstreckt sich die Hinterlassenschaft von über 350 kleinen und großen Vulkanen, Maaren, Lavaströmen und diversen Mineral- und Kohlensäurequellen. Thematisch passend - und geografisch ein wenig großzügig - lässt sich hier auch der Kaltwasser-Geysir von Andernach einordnen, einer hübsch herausgeputzten Kleinstadt am Rhein zwischen Bonn und Koblenz.
Die Schlote rauchten übrigens noch bis vor 10.000 Jahren; zuletzt entstand das Ulmener Maar, Deutschlands jüngster Vulkan. Geologen halten die Sache nicht einmal für endgültig ausgestanden - und TV-Regisseure auch nicht (RTL-Schocker: "Vulkan - Die Natur greift an").

Nicht nur für Weinfreunde

Weniger spektakulär und auch landschaftlich eher von der sanften Seite präsentieren sich die Regionen an Ahr und Mosel. Richtig feucht fröhlich geht es bei den Weinfesten im Herbst zu, Verkostung natürlich inbegriffen. Der Weinbau führt seine Geschichte bis zu den Römern zurück, aber die müssen ja bekanntlich für ziemlich viel herhalten.
Während sich die Ahr einen Namen mit exzellenten Rotweinen gemacht hat - führende Rebsorte ist der Spätburgunder mit über 60% der Anbaufläche - setzt man an der Mosel überwiegend auf die weißen Sorten, z.B. den Riesling.
"Entwicklungshilfe" gibt ein Winzermeister von der Mosel seit 1995 der Interessengemeinschaft Weinbau Heimbach, die unmittelbar am Rursee 12 Rebsorten angepflanzt und damit eine alte Tradition wiederbelebt hat. Der Wein schmecke "fruchtig herb - wie ein Bitburger Pils".

Ahrtal

Beide Regionen, Mosel und Ahr, profitieren von einem milden und sonnigen Mikro-Klima und der leichten Erreichbarkeit von den Städten der Rheinschiene aus. Der Tourismus blickt hier auf eine über 100jährige Geschichte zurück, die Infrastruktur ist entsprecht ausgebaut - von den Kur- und Heilbädern, die schon profitablere Zeiten gesehen haben, bis zur Spielbank Neuenahr, der ältesten Spielbank Deutschlands. Ein breites Angebot der gehobenen Gastronomie, wohlwollend beschrieben in Michelin, GaultMillau und ähnlichen Publikationen, setzt weitere Akzente für ausgesprochene "Genuss-Reisen".

Alles Käse oder was?

Seit über 40 Jahren gilt der Rotweinwanderweg an der Ahr entlang als eines der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands. Da konnte die deutsche Milchwirtschaft natürlich nicht zurückstehen und hat eine "Deutsche Milch- und Käsestraße" kreiert - quer durch mehrere Bundesländer und garantiert alkoholfrei.
Eigentlich ein Etikettenschwindel, denn es handelt sich nicht um eine richtige Straße, auf der man entlang fahren kann, sondern um ein Gütesiegel, das Höfe auszeichnet, die ihren Käse und ihre Milchprodukte mit Liebe und nach alter Handwerkstradition herstellen. Für die Eifel gibt es im Web eine interaktive Karte, die zu den diversen Hofmolkereien und -käsereien führt, egal ob bio oder konventionell.
So bietet beispielsweise der Hofladen der Familie Rauch in Kolvenbach bei Bad Münstereifel einen preisgekrönten Ziegenfrischkäse an. Verbraucher und eine Expertenjury haben die „Ziegenrolle Asche“ bei der „Großen Käseprüfung 2016“ des Verbands für handwerkliche Milchverarbeitung (VHM) auf den dritten Platz gewählt. Die Rauchs sind damit gleichzeitig die erfolgreichsten Neueinsteiger.

Der kleine Bruder der Käsestraße ist der Milchwanderweg, der über 7,5 km durch das Kaller Gemeindegebiet führt. Acht Tafeln geben vielfältige Informationen rund um die Milchwirtschaft und die speziellen Begebenheiten im Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn - Eifel.

Die andere Eifel:



Broschüre Vulkaneifelmagazin

Abstecher nach Belgien: Man spricht deutsch

Genau 18 km sind es vom Wackerberg bis zur belgischen Grenze, mit dem PKW knapp 20 km über Land- und Bundesstraßen. Wie viele andere Grenzen in Westeuropa ist sie praktisch nicht wahrnehmbar, von ein paar ungewohnten Verkehrsschildern einmal abgesehen.
Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre war diese Gegend durchzogen von versteckten Pfaden, auf denen viele Eifler ihrem Nebenerwerb nachgingen - dem Kaffeeschmuggel. Ab 1948 mussten für ein Kilogramm Rohkaffee allein 10 Deutsche Mark (DM) Steuern bezahlt werden, für ein Kilogramm Röstkaffee sogar 13 DM – und das bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 1,60 DM. Viele Eifel-Bewohner gingen daher unter die Schmuggler, durchaus mit einem gewissen Risiko für Leib, Leben und Freiheit. Wer Glück hatte, konnte in nur einer Nacht soviel verdienen wie durch ehrliche Arbeit in einem ganzen Monat. So kam Geld in die armen Grenzdörfer, im Eifeldorf Schmidt wurde sogar der Neubau der im Krieg zerstörten Pfarrkirche mit dem Erlös des Kaffeeschmuggels finanziert. Die Kirche erhielt vom Volksmund den Namen "St. Mokka".

Wassersport am Stausee von Bütgenbach

Kaffeefahrten nach Belgien sind heute eher selten und im übrigen völlig ungefährlich, dafür gibt es aber einige andere gute Gründe für einen Abstecher in unser Nachbarland. In Bütgenbach, ein paar km hinter der Grenze, lockt ein Stausee mit gut ausgebautem Wassersportangebot, eine Reihe wilder Narzissenwiesen und ein gut ausgebautes (Fahrrad-)Wandernetz auf den früheren Strecken der Vennbahn und der Vennquerbahn.
Mit "Herba Sana" wurde im Jahr 2002 auf 8.000 m² einer der größten öffentlich zugänglichen Heilpflanzengärten Europas angelegt. Die mehr als 200 Kräuter sind themenmäßig und nach Verwendung gruppiert und mit Erklärungstafeln versehen.

Die heutigen Ostkantone Belgiens, die Region um Eupen, Malmedy und St. Vith, gehörten bis 1920 (und ein paar Jahre während des 2. Weltkriegs) zum Deutschen Reich und besitzen eine gewisse Verwaltungsautonomie. Hier wird überall deutsch gesprochen, offiziell die dritte Landesprache Belgiens nach französisch und flämisch (worauf man sich in Brüssel aber nicht unbedingt verlassen sollte).

Ein paar km weiter westlich am Fuß der Ardennen, wie die Eifel hier genannt wird, liegt das Städtchen Spa, dessen Name im Englischen inzwischen gleichbedeutend für gehobene Badausstattung, Wellness-Einrichtungen und Kurbad steht. Spa verdankt seinen Ruf den Mineralwasser-Quellen, die an zahlreichen Stellen im Zentrum und in der Umgebung der Stadt zutage treten und für die Besuchern über einen Rundweg erschlossen werden.

Michael Schumacher im Benetto

Ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sich Spa zu einem Treffpunkt der gekrönten Häupter und illustren Persönlichkeiten, so dass man dem Ort irgendwann den Beinamen Café de l’Europe gab.
Im April 2017 feierte Spa 30 Jahre moderne Thermenkultur. Damit erinnerte sie an einen Aufenthalt von Zar Peter dem Großen, der hier erfolgreich seine Zipperlein kurierte und anschließend der erste "Bäder-Tourismus-Botschafter" wurde.
Bekannter ist die Stadt heute aber durch die Formel 1-Rennstrecke Spa-Francorchamps, die in den 1920er Jahren angelegt wurde. Hier startete im August 1991 Michael Schumacher zu seinem ersten Grand Prix, kam aber wegen eines Kupplungsschadens nicht ins Ziel. Spa machte ihn später zu seinem Ehrenbürger.
Vom Wackerberg aus sind beide Formel 1-Eifel-Parcours – Spa-Francorchamps und der Nürburgring – in einer knappen Autostunde erreichbar, eine exzellente Lage also für jeden Rennsport-Fan.

Eigentlich mehr als einen Tagesbesuch hat Lüttich verdient, Hauptstadt der Wallonie, des französisch-sprachigen Teils Belgiens. Viele besuchen die Stadt an der Maas sonntags wegen des legendären riesigen Flohmarktes. Kulturell glänzt Lüttich mit zahlreichen Museen und Sehenswürdigkeiten wie dem futuristischen Hochgeschwindigkeitsbahnhof, der von dem katalanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen wurde, oder dem Fürstbischöflichen Palast (Europäisches Kulturerbe-Siegel) aus dem 10. Jahrhundert.
Für viele Gäste aber ist Lüttich einfach die Stadt des Bieres und des guten Essens...

Lüttich

Belgien ganz nah:



Broschüre Kunststädte der Wallonie

 

Broschüre Ardennen-Touren

Ausflüge mit Kindern

Seien wir ehrlich - die Aussicht auf eine Wanderung mit den Eltern oder der Besuch eines romantischen Eifelstädtchens ist für die meisten Kids ein absoluter Stimmungskiller. Da helfen auch die üblichen Bestechungsversuche - am Zielort wartet ein großes Eis! - wenig.
Natürlich gibt es Ausnahmen: So bietet der Nationalpark Eifel eine Reihe spannender Rangertouren an und hat eine eigene Seite mit Kinderprogrammen ins Internet gestellt.
Wer sich Lamas, Alpacas oder Esel als Wanderbegleiter ausborgt, hat in jedem Fall bei den "Kurzen" gewonnen. Eine Reihe von Anbietern haben entsprechende Touren entwickelt. (→ "Wandern mit Tieren")
Mit etwas älteren Kindern kann "Geocaching" eine interessante Alternative darstellen, besonders dann, wenn es nicht nur um Wandern nach GPS-Koordinaten geht, sondern wenn an der Fundstelle sogar ein "echter Schatz" wartet. (→ "Geocaching-Touren")

Ritterspiele Die Besichtigung einer mittelalterlichen Burg regt die Phantasie der Kinder an, vor allem wenn - wie im Burgenmuseum Nideggen - die entsprechenden Verließe und Folterinstrumente gezeigt werden.
Überhaupt - Mittelalter geht fast immer! Wenn also gerade Ritterspiele auf Burg Satzvey anstehen oder gerne auch einer die vielen Mittelalter- und Handwerkermärkte (am besten mit Feuerspucker), dann ist die Sache geritzt.

Nicht ganz so spektakulär wie die Ritterspiele, dafür gleichermaßen unterhaltsam (und historisch vermutlich korrekter) präsentiert sich das LVR Freilichtmuseum Kommern. Das Leben und Wirken von Rheinländern in früheren Zeiten steht hier im Mittelpunkt: "Bäuerin", "Stellmacher", "Mausefallenkrämerin" und viele mehr zeigen ihre traditionellen Arbeiten und erklären deren geschichtlichen Hintergrund. Dafür wurden annähernd 70 historische Gebäude wie Bauernhöfe, Windmühlen, Werkstätten, Schul- und Backhaus, Tanzsaal und Kapelle im Originalzustand wieder aufgebaut.

Für Kinder ist die "Action" entscheidend, entweder als Zuschauer oder besser noch in Eigenregie. Und in dieser Hinsicht bietet die Eifel eine große Auswahl von spannenden Angeboten je nach Alter, Interesse und Wetter.

Flugshow Tiere faszinieren die meisten Kinder - lebende Tiere genauso wie ausgestorbene.
Der Hochwildpark in Kommern mit mehr als 300 Tiere unterschiedlicher Arten - vom Dammwild bis zum Elch - und das Wildfreigehege in Hellenthal mit der Flugschau von Raubvögeln sind vom Wackerberg aus in 15 bis 20 Minuten zu erreichen. Für die Fahrt zum Eifelzoo in Lünebach bei Prüm oder zum Dinosaurierpark Teufelsschlucht an der Grenze zu Luxemburg sollten schon 45-60 min. eingerechnet werden.

Ein 2.000 qm großer Indoor-Spielpark wartet direkt am Fuß des Wackerbergs auf die 4 bis 10jährigen: Im »Kinder Abenteuerland aktivi« können sich die Kleinen bei jedem Wetter nach Herzenslust austoben.
Deutlich mehr Attraktionen bietet die Erlebniswelt Eifeltor bei Kommern (Sommerrodelbahn, geführte Quadtouren, Bagger, Schaukeln und Trampolin, ...) und das Bubenheimer Spieleland zwischen Düren und Zülpch (Maislabyrinth, Indoor- und Abenteuerspielplatz, Gokart, Trampolin, Rutschen,...).
Eine sportliche Herausforderung auch für ältere Kinder bei entsprechendem Frischluftfaktor stellen die Hochseilgärten in Nettersheim und Hürtgenwald dar.

Die Spaßbäder in Euskirchen (Thermen & Badewelt), Kommern (Zikkurat), Bad Münstereifel (Eifelbad) und Kreuzau (Monte Mare) liegen dagegen in einem Umkreis von 15 bis 30 Autominuten um den Wackerberg.

Phantasialand

Ein absolutes Highlight in Sachen Freizeitgestaltung ist in den Augen praktisch aller Kinder der Besuch in einem Vergnügungspark. Da trifft es sich gut, dass einer der größten seiner Art in Deutschland - das Phantasialand - in Brühl auf halber Strecke zwischen der Nordeifel und Köln liegt.
Ein weitgehend unbekannte Alternative dazu auf belgischer Seite ist "Plopsa Coo" in Stavelot, nicht weit entfernt vom Formel 1-Standort Spa. Der Themenpark ist deutlich kleiner als Phantasialand, dafür kostet der Eintritt auch nur die Hälfte (23 gegenüber 45 Euro für Erwachsene).
Der Eifelpark Gondorf wiederum liegt in der Nähe von Bitburg in der Südeifel, etwa eine Autostunde vom Wackerberg entfernt, und stellt eine Mischung aus Tier- und Freizeitpark dar.

Ausflugsideen:



Städtetripps

Wer in der Eifel lebt, hat sich für einen ländlichen Lebensstil entschieden, wer die Eifel besucht, lässt die Großstadt bewusst hinter sich. Gleichzeitig erweist sich der Wackerberg als ein idealer Ausgangspunkt für Städtetouren.
Die römischen Gründungen Köln, Bonn und Aachen liegen nur gut 45 Autominuten entfernt.
Etwa doppelt so lang fährt man nach Trier, die älteste Stadt von allen, nach Koblenz und nach Luxemburg, das erstmals im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. In den letzten Jahren war die Stadt des öfteren wegen steuersparender Geldanlagen und anschließendem Weiterverkauf von Steuer-CDs an den deutschen Fiskus in den Nachrichten.

Kölner Panora mit Kranhäusern

Mit über einer Million Einwohner ist Köln am Rhein die viertgrößte Stadt Deutschlands, die Wirtschafts-, Medien- und Kulturmetropole des Rheinlands und gleichzeitig Arbeitsstätte für viele Eifler, die hier jeden Morgen einpendeln. Die Messe- und Kongress-Stadt weist mit dem Kölner Dom die meist besuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands auf (ca. 3 Millionen Besucher jährlich).

Die Kaiserstadt Aachen hat ebenfalls einen Dom als Wahrzeichen zu bieten und gilt mit gut 240.000 Einwohnern als westlichste Großstadt Deutschlands - Belgien und die Niederlande sind nur ein paar Autominuten entfernt. Die Stadt ist bekannt für ihre bis in die Jungsteinzeit zurückreichende Geschichte und ihr damit verbundenes kulturelles, archäologisches und architektonisches Erbe, für Thermen, die schon die römischen Legionäre und Kaiser Karl der Große schätzten, und für ein Spielcasino jüngeren Datums.

Die Bundesstadt Bonn (ca. 310.000 Einwohner), von 1949 bis 1991 Hauptstadt und bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland, wirbt - je nach Anlass - mit dem Attribut der "Bundesstadt" (internationale Veranstaltungen) oder der "Beethovenstadt" (Kultur).
Historische Wahrzeichen der Stadt sind das ab 1737 im Stil des Rokoko erbaute Alte Rathaus, das Kurfürstliche Schloss, heute das Hauptgebäude der Bonner Universität, sowie das Poppelsdorfer Schloss, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Erholungsort der Kurfürsten erbaut wurde.

Porta Nigra

Trier (ca. 100.000 Einwohner) liegt in Rheinland-Pfalz am Mittellauf der Mosel; der Grenzübergang nach Luxemburg ist nur 16 km entfernt. Die Stadt wurde vor mehr als 2.000 Jahren unter dem Namen "Augusta Treverorum" gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich. Touristen interessieren sich für die römischen Baudenkmäler wie der Porta Nigra, dem Amphitheater, der Konstantinbasilika und den beiden Thermen - Besucher aus China vor allem für das Geburtshaus von Karl Marx.

Die Stadt Luxemburg, nur eine halbe Autostunde westlich von Trier (Luftlinie 37 km), ist mit 100.000 Einwohnern und als Sitz verschiedener bedeutender europäischer Institutionen immer noch klein genug, um ihre Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erkunden - wie den Bockfelsen, die unterirdischen Gänge der Pétrusse-Kasematten, das Großherzogliche Palais und das Nationalmuseum. Zahllose Banken am Boulevard Royal, einst ein Festungsgraben, weisen auf den Reichtum des Herzogtums hin, wobei das Geschäft in den letzten Jahren deutlich schwieriger geworden ist...
Lebensstandard und Immobilienpreise sind sehr hoch, die Benzinpreise dafür äußerst günstig - ein Tankstopp ist für Touristen obligatorisch.

Seilbahn Koblenz

Die Stadt Koblenz (ca 110.000 Einwohner), am Zusammenfluss von Mosel und Rhein gelegen, hat nach der Bundesgartenschau 2011 kaum an Anziehungskraft verloren. Die neue Seilbahn vom "Deutschen Eck" zur Festung Ehrenbreitstein - den beiden Hauptattraktionen - führt über den Rhein und verschafft einen großartigen überblick über die Mosel und die Stadt. Zwei Schlösser, Stolzenfels und das Kurfürstliche Schloss, die Basilika Sankt Kastor, Altstadt, Rheinanlagen und Schlängelbrunnen sind weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Städtetouren:



Weltkulturerbe

Technologieatlas Die UNESCO, Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, verleiht den Titel Welterbe oder Weltkulturerbe seit 1972 an Stätten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit weltbedeutend sind. Die Liste des Welterbes umfasst inzwischen mehr als 1.000 Denkmäler in über 160 Ländern, davon bislang 39 in Deutschland mit dem Aachener Dom als erstem deutschen Monument im Jahr 1978.

Zwar können sich weder der Wackerberg noch die Nordeifel als Region größere Chancen ausrechnen, in diese illustre Zusammenstellung aufgenommen zu werden - sie trumpfen jedoch mit einem ganz besonderen Alleinstellungsmerkmal auf: Es gibt weltweit wohl nur wenige Orte in ein, zwei Autostunden-Entfernung (und in der perfekten geografischen Mitte) zu gleich sechs Stätten des Weltkulturerbes - für einen Tagesausflug eine optimale Distanz!

  • Neben dem Aachener Dom (1978) sind das auch
  • Logo Weltkulturerbe
  • der Kölner Dom (1996),
  • die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl (1984) bei Köln,
  • die Römischen Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche von Trier (1986),
  • das Obere Mittelrheintal (2002),
  • sowie Altstadtviertel und Festungen von Luxemburg (1994).

In den Startlöchern zum Weltkulturerbe steht das "Mühlsteinrevier" in der Osteifel zwischen Mendig und Mayen, eine gute Autostunde vom Wackerberg entfernt.
Seit der Jungsteinzeit - also seit mehr als 7.000 Jahren - wird dort Basalt abgebaut und daraus Mühlsteine gefertigt, eine Grundtechnologie für die Getreideverarbeitung. Ohne das kulturhistorische Werkzeug, das aus Getreide Mehl machte, wären die sesshaft gewordenen Ahnen der Agrargesellschaft verhungert.
Einen langen Atem (15 bis 20 Jahre), viel Verhandlungsgeschick plus Überzeugungskraft und vermutlich auch ein wenig Glück braucht nun die Projektgruppe, bestehend aus 4 Ortsgemeinden, um bei der UNESCO den Titel erfolgreich durchzusetzen.

Europäisches Kulturerbe-Siegel

Darf es vielleicht auch eine Nummer kleiner sein? Auf Initiative der Europäischen Union verleihen die beteiligten Länder seit 2008 das neu geschaffene Europäisches Kulturerbe-Siegel an Stätten „mit grenzüberschreitendem oder gesamteuropäischem Charakter“.
Drei, davon zwei in Ostbelgien, sind vom Wackerberg aus leicht zu erreichen: Logo Europäisches Kulturerbe-Siegel

  • den Regierungsbunker, eine 17,3 Kilometer lange Bunkeranlage rund 25 Kilometer südlich von Bonn im Ahrtal gelegen;
  • das Raerener Steinzeug, das in der frühen Neuzeit im heute in Belgien gelegenen Töpferort Raeren nahe Aachen produziert wurde;
  • der Fürstbischöflicher Palast in Lüttich aus dem 10. Jahrhundert.

Weltkulturerbe:


Europäisches
Kulturerbe-Siegel:



Eifel-Events

Ritterfestspiele Burg Satzvey Großveranstaltungen locken seit langem tausende Besucher in die Eifel, in erste Linie natürlich der Nürburgring mit seinen Autorennen (seit 1927) und dem Open-Air-Festival "Rock am Ring" (seit 1985).
Feucht-fröhlich geht es auf den Weinfesten an Ahr und Mosel zu, geschäftiges Treiben herrscht bei den Ritterspielen auf Burg Satzvey sowie den diversen Handwerker-, Mittelalter- und Weihnachtsmärkten, ohne die mittlerweile kaum noch ein Eifeldorf auskommt, das auf sich hält.

Ein breitgefächertes Angebot aus der klassischen "Hochkultur" traut den Eifelern dagegen kaum einer zu - inzwischen eine krasse Fehleinschätzung!
Diverse Literatur- und Krimifestivals, Kunstakademien und -ausstellungen, sowie Konzerte mit klassischer Musik strafen das Vorurteil vom Eifeler Naturburschen als Kulturbanausen Lügen.

Museumslandschaft

In die Eifel fahren, um ein Museum zu besuchen?
Auf diese abwegige Idee wäre vor ein paar Jahren kaum einer gekommen. Es fehlen einfach Mäzene vom Schlage eines Peter Ludwigs, Unternehmer und Kunstsammler aus Aachen, der zwölf internationale Museen initiert hat, darunter in seiner Heimatstadt und in Köln (aber eben nicht in der Eifel).
Sammlungen holländischer Meister oder amerikanischer Pop-Art-Künstler wird man weiterhin eher in den Metropolen finden, die Eifel hat sich auf ihre eigene Geschichte besonnen. Wer jetzt an das Heimatmuseum denkt, in dem eine pensionierte Grundschullehrerin an zwei Nachmittagen in der Woche einer Handvoll Besucher die Exponate aus dem regionalen Fundus zeigt, ... hat zum Teil Recht:
Die gibt es durchaus, z.B. in Blankenheim, Bad Münstereifel, Bitburg, Lammersdorf, Bergweiler oder Rupperath. Manchmal werden dabei ziemlich ausgefallene Themen bespielt wie im Mausefallen-Museum Neroth oder im Burgenmuseum Nideggen, das u.a. Rüstungen, Schwerter und Folterinstrumente präsentiert. Letzteres übrigens ganz ohne Grundschullehrerin, dafür an sechs Tagen in der Woche geöffnet und - dem Thema angemessen - buchbar als Hochzeits-Location.

16-Ender

"Was guckst Du?" - 16-Ender in der Erlebnisausstellung
„Wildnis(t)räume“ des Nationalpark-Zentrums Eifel

Abgesehen von diesen sympathischen, aber nicht immer Tourismus-relevanten Einrichtungen kann die Eifel inzwischen mit einigen Top-Museen aufwarten, die ohne weiteres einen Tagesausflug rechtfertigen.
Hier eine Auswahl der persönlichen Favoriten:
(* laut Google-Bewertungen und TripAdvisor alles 4-5 Sterne Destinationen)

  • Vogelsang IP - Internationaler Platz im Nationalpark Eifel ★★★★★
  • Die modernste, teuerste (ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag wurde investiert) und von der Lage her zweifellos spektakulärste Anlage.
    In der ehemaligen"Ordensburg Vogelsang", heute Zentrum des Nationalparks Eifel, erwarten den Besucher zwei Dauerausstellungen über die Geschichte des Ortes ("Bestimmung: Herrenmensch") und über die Natur in der Region ("Wildnis*t*räume").

  • LVR-Freilichtmuseum Kommern ★★★★★
  • Mit einer Fläche von über 95 Hektar eines der größten Freilichtmuseen in Europa, eröffnet bereits Anfang der sechziger Jahre. Aufgestellt sind circa 70 historische Gebäude aus der preußischen Rheinprovinz, darunter Bauernhöfe, Windmühlen, Werkstätten und Läden.
    Ziel der Ausstellungen (z.B. über die Geschichte des Rheinlands von der Französischen Revolution bis zum Wirtschaftswunder der fünfziger Jahre) und mehrerer Dutzend jährlicher Veranstaltungen - vom Baumhaus bauen bis zum Handwerkermarkt - ist die "lebendige Geschichtsvermittlung".

    Freilichtmuseum
  • ring°werk - Rennsportmuseum Nürburgring ★★★★★
  • Historische Siegerfahrzeuge aus der Nürburgring-Geschichte, ein spektakuläres 4D-Kino, ein Blick hinter die Kulissen der Formel 1, ein Technik-Labor mit Windkanal - kein Wunder, wenn das Publikum überwiegend jung und männlich ist...
    In zahlreichen Simulatoren und Attraktionen wird der Besucher selbst zum Rennfahrer: Die "Nürbus-Eifeltour" wird als "schnellste Kaffeefahrt der Welt" angepriesen, an einer Carrera-Bahn toben sich Kinder wie Erwachsene mit einem Formel1-Auto auf der nachgebauten Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings aus.

  • Römerthermen Zülpich ★★★★★
  • Die wohl besterhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen liegt in Zülpich und ist seit 2008 als "Museum der Badekultur" zu besichtigen.
    An insgesamt 18 Stationen werden alle wichtigen Teile der Thermen erklärt, darunter die unterschiedlich temperierten Räume des Frigidariums, Tepidariums und Caldariums, das Heizsystem, sowie die Wasserver- und –entsorgung.
    Da die Römer nicht nur reinliche Zeitgenossen, sondern auch echte Wellness-Fans waren, spielte sich hier ein Teil des gesellschaftlichen Lebens ab.

  • Lava-Dome Mendig ★★★★
  • Das Deutsches Vulkanmuseum Mendig wurde 2005 eröffnet und stellt den Vulkanismus in der Region um den Laacher See-Vulkan dar. Besucher können im Wissenschaftszentrum geologische und vulkanologische Phänomene erforschen.
    Während manche das Museum selbst als eher unspektakulär empfinden, trifft die Lavakeller-Führung (ca. 1 h) auf einhellige Begeisterung. Hier wurde früher Basalt abgebaut wurde, die Temperaturen unter der Erde liegen zwischen 6-8 Grad (warme Kleidung einpacken!).

    Besucherbergwerk Mechernich
  • Bergbau Museum Mechernich & Besucherbergwerk Hellenthal ★★★★★
  • Unter der Erde gebuddelt wird in der Region schon lange - beispielsweise in der Osteifel seit der Jungsteinzeit vor etwa 7.000 Jahren nach Basalt, in der Nordeifel nach wertvollen Erzen seit den Zeiten der Kelten und Römer. Die Wurzeln der deutschen Montanindustrie finden sich auch in der Eifel.
    "Glück auf" heißt es heute nur noch für Besucher in Mechernich und in Rescheid bei Hellenthal. Sicherlich kein Tipp für Klaustrophobie-Geplagte - aber immerhin kann man sich in Mechernich zur Schatzsuche und zum Heiraten unter Tage verabreden.
    Schließt das eine das andere eigentlich aus?

  • LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller Euskirchen ★★★★★
  • In den letzten Jahrzehnten ist es in Mode gekommen, alte Industriestandorte zu modernen Museen umzuwidmen. Viel Erfahrung hat dabei der Landschaftsverband Rheinland (LVR), der Ende der achtziger Jahre - nach einem fast dreißigjährigen »Dornröschenschlaf« - eine vollständig erhaltene Tuchfabrik »wachküsste«.
    Wesentliche Produktionsschritte werden jetzt mit den historischen Maschinen aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts vorgeführt.
    Die Tuchfabrik Müller in Euskirchen am Rand der Eifel ist Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur sowie zentraler Punkt der Wollroute.

  • RWE-Industriemuseum Kraftwerk Heimbach ★★★★★

    Während in der Tuchfabrik die Maschinen nur noch für Touristen anlaufen, ist das Wasserkraftwerk Heimbach an der Urfttalsperre seit 1905 in Betrieb und leistet immerhin 16 Megawatt. (Wir ersparen uns an dieser Stelle den inzwischen fast unvermeidlichen Hinweis darauf, wieviel kg Klima-schädlicher Gase so im letzten Jahrhundert vermieden worden sind…)
    Im Kraftwerk, einem imposanten Jugendstilbau, befindet sich das RWE-Industriemuseum mit historischen Elektrogeräten; außerdem findet hier seit 1998 jährlich im Sommer das Kammermusik-Festival „Spannungen“ statt.

Termine:


Museen:

Bildende Kunst

Platz für Open Air Kunst zum Anfassen hat die Stadt Schleiden im Rahmen ihres Masterplans geschaffen: Seit Mitte April 2014, einige Wochen nachdem der Schleidener Stadtrat das Projekt "Kunstmeile" abgesegnet hat, stehen die ersten Kunstwerke am Olefufer auf der Westseite des Wackerbergs. Die Objekte stammen vom Künstler Thomas Kleevisch, der Installationen aus Bunkerstahl formte.

Kunsthof Greven

In Honerath, einem 26-Seelen-Nest im Höhengebiet von Bad Münstereifel, finden Besucher den Kunsthof Greven. Der frei schaffende Künstler, inzwischen über 80, hat dort seit den siebziger Jahren in Mitten von Wiesen, Wäldern und Feldern auf 7.500 qm eine Fachwerkhofanlage restauriert und einen Skulpturenpark geschaffen, in dem ein Raumschiff neben einem römischen Tempel parkt und - seit dem Sommer 2016 - auch ein Trojanisches Pferd, das den Besuchern auch seine "inneren Werte" erkunden lässt.
Für seine Leistungen wurde Paul Greven im Juni 2015 mit dem Rheinlandtaler des Landschaftsverbands (LVR) ausgezeichnet.

Eifel-Maler

Schroffe Höhen, verwunschene Maare und Seen, Vulkangestein - für die Maler der deutschen Romantik war die Eifel ein »gefundenes Fressen«. Verzückt von den Motiven des Mittelgebirges, in dieser Zeit gerne »preußisch Sibirien« tituliert, zeigten sich ganz besonders die Mitglieder der »Düsseldorfer Malerschule«, die seit 1819 an der Königlich-Preußischen Kunstakademie in Düsseldorf ausgebildet wurden. So kamen Künstler wie Carl Friedrich Lessing, Johann Wilhelm Schirmer, Carl Dahl oder Georg Saal in die Region.
Seit 1885 bereiste Fritz von Wille regelmäßig die Eifel und bezog dort in den Sommermonaten einen Zweitwohnsitz: 1899 bis 1905 im Haus „Friedrichsruh“ in Reifferscheid, 1905 bis 1907 in der Burg Dalbenden in Kall-Urft, anschließend im „Liebfrauenhof“ in Reifferscheid, bevor er 1911 mit seiner Familie auf die Burg Kerpen zog, die er im selben Jahr erworben hatte. Er galt bereits zu Lebzeiten als »der Eifelmaler« und hat sich den Titel redlich verdient.

Kronenburg In seine Fußstapfen trat Werner Peiner: 1897 in Düsseldorf geboren und an der dortigen Kunstakademie ausgebildet, kam er zum Malen in den zwanziger Jahren in den pittoresken Eifelort Kronenburg und fing 1931 an, mehrere Häuser im historischen Ortskern zu einem Atelier umzubauen. Allerdings hatte Peiner nicht nur Talent, sondern auch die falschen Bewunderer, u.a. den ehemaligen Postkartenmaler Adolf Hitler, der ihn in die "Gottbegnadeten-Liste" mit den 12 wichtigsten bildenden Künstlern aufnahm. Peiner leitete von 1936 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die "Hermann-Göring-Meisterschule für Malerei" in Kronenburg; zu seinen Schülern gehörten die bekannten Eifelmaler Rolf Dettmann, Willi Sitte und Willi Wewer.
Heute gibt es immer wieder sehenswerte Ausstellungen mit den Motiven der Eifelmaler, wie beispielsweise im Sommer 2016 unter dem Titel »Die Eifel im Bild« in Kronenburg. Seit 1996 werden hier auch jeweils im Spätsommer die Kronenburger Kunst- und Kulturtage (KKK) veranstaltet, ein breites Angebot aus Kunstausstellungen, Theaterveranstaltungen, Literaturlesungen, Konzerten, Straßenmusik und Folklore.
Das ganze Jahr über bietet sich der Besuch im "Kunststall" an, einem Atelierhaus mit Galerie in einem alten Bauernhaus am Ortseingang zum Oberdorf in Kronenburg.

Eine 800seitige "Eifelmaler-Enzyklopädie" erscheint im Herbst 2017, die Werke von etwa 2.000 Künstlern vorstellt. Hinter diesem Projekt liegen fast 50 Jahre Forschungsarbeit, gefördert wird es mit 5.000 Euro von der NRW-Stiftung.

Zu regelmäßigen Ausstellungen nationaler und internationaler Künstler, thematischen Ausstellungen und Künstlerprojekte lädt der Kulturbahnhof Nettersheim ein. Geöffnet ist er während der Ausstellungszeiten jeweils samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Auf der Burg Hengebach in Heimbach, direkt am Rursee gelegen, hat im August 2009 die Internationale Kunstakademie Heimbach ihre Pforten geöffnet. Sie versteht sich als eine Bildungs- und Ausbildungsstätte für das künstlerische Schaffen in den verschiedenen Bereichen der Bildenden Kunst und setzt sich zum Ziel, die Kreativität von Menschen aller Generationen, Nationalitäten und Berufe zu wecken und zu fördern. Neben die praktische Unterweisung tritt auch die Vermittlung von Kunsttheorie und Kunstgeschichte.

Kunstakademie Heimbach

Nur 10 Autominuten vom Wackerberg entfernt wurde 1992 die Akademie Kloster Steinfeld gegründet, die regelmäßig mehrtägige Kurse rund um Malerei, plastische Arbeiten und Druckgrafik anbietet.

Regelmäßige Ausstellungen organisiert das KunstForumEifel in Gemünd, eine Initiative des Fördervereins "Maler der Eifel", unterstützt vom Landschaftsverband Rheinland, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung sowie verschiedener regionaler Kreditinstitute. Dabei werden nicht nur Bilder, sondern auch Skulpturen, Plastiken, Installationen und Fotos gezeigt. Durch den regelmäßigen Wechsel von Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst sowie der Integration von Bildern von Eifelmalern entstehen neue Anreize für einen Besuch des KunstForumEifel, das in der ehemaligen Gemünder Volksschule untergebracht ist - heute nach der Kernsanierung im Jahr 2007 ein modernes Gebäude mit 2 lichtdurchfluteten Etagen.
Einer der Höhepunkte sind die Eifeler Atelier-Tage, die seit 2004 jährlich im September stattfinden. Die Künstler stellen dabei nicht nur im Kunstforum selbst aus, sondern laden Besucher auch in die eigenen Ateliers ein.

Infos:


Musik: Rock am Ring

Nicht weniger aufregend, dafür aber wesentlich lauter geht es am Nürburgring zu, wo sich zehntausende Besucher früher zur Formel 1 und anderen Autorennen trafen, heute auch zu Konzerten wie "Rock am Ring".

Rock am Ring

Die Eifelrennstrecke war als Förderung einer strukturschwache Region in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts errichtet worden, kam aber in der jüngsten Vergangenheit durch Fehlinvestitionen in einen neuen Vergnügungspark und durch massive Verschwendung öffentlicher Gelder in die Schlagzeilen und musste im Juli 2012 Insolvenz anmelden.
Im März 2014 erwarb schließlich das Düsseldorfer Unternehmen Capricorn, ein 350 Mann-Betrieb, der sich als Zulieferer von allen deutschen Automobilherstellern einen Namen gemacht hat, für 77 Millionen Euro die insolvente Rennstrecke, kündigte dann aber den Vertrag mit den Organisatoren von "Rock am Ring".
Denen gehören wiederum die Namensrechte, und so haben sie das Rock-Spektakel (für 2 Jahre) in die Vulkaneifel nach Mendig verlegt, nur circa 30 km vom ursprünglichen Veranstaltungsort entfernt und Geburtsort von Arbeitsministerin Andrea Nahles. Die neuen Nürburgring-Betreiber kündigten zeitgleich ein neues Mega-Event an, das "Grüne Hölle Rockfestival", das aber mangels Besucherinteresse nicht zustande kommt.
Nachdem Capricorn die Raten für die Nürburgring-Übernahme nicht aus eigenen Mitteln begleichen konnte, erwarb im Herbst 2014 der russische Oligarch Viktor Charitonin, ein milliardenschwerer Pharma-Unternehmer, die Mehrheit an der insolventen Rennstrecke.

Für "Rock am Ring" war der Umzug nach Mendig offenbar kein gutes Omen: Im Juni 2016, im 32. Jahr der Veranstaltung, musste das Open Air Konzert abgebrochen werden, als durch Blitzschlag und Starkregen über 50 Teilnehmer verletzt worden waren. Die Auflagen für Naturschutz und Infrastruktur wurden den Veranstaltern so teuer. dass sie sich zur Rückkehr entscheiden.
So wird seit 2017 "Rock am Ring" wieder auf dem Nürburgring gefeiert, allerdings direkt bei der ersten Veranstaltung Anfang Juni mit einer Unterbrechung wegen Terrorgefahr: Am Freitagabend räumt die Polizei das Gelände, da drei Aufbauhelfer angeblich Kontakte zur islamistischen Szene hatten.

Klassische Musik

Mitten in der Nordeifel werden auch die Freunde klassischer Kultur erstaunlich gut bedient. Zwar erwartet hier niemand ein Opernhaus, dafür stehen - nur wenige Kilometer vom Wackerberg entfernt - wesentlich stimmungsvollere Aufführungsorte bereit als die hoch defizitären Musiktempel der Metropolen, darunter:

(1) die Eifel-Basilika Kloster Steinfeld, deren Anfänge bis in die Zeit Heinrichs I. (919–936) zurückreichen, lädt zum Eifeler Musikfest, zu Orgel-, Chor- und Vesperkonzerten ein. Die angeschlossene Akademie veranstaltet Mehrtageskurse in einem breiten künstlerischen und spirituellen Themenangebot.

(2) die Burg Monschau, die bei den "Klassik"-Fans seit dem Jahr 2000 ganz hoch im Kurs steht. Seit der Jahrtausendwende bietet das Festival "Open Air Klassik" jedes Jahr im August ein Programm-Mix aus Oper, Operette und Musical auf der Monschauer Burg.
Auf dem Wasserschloss Eicks bei Mechernich wird beim "Klassik Sommer Open Air" schon einmal von den Musikern der Festspiel-Oper Prag die Oper Nabucco aufgeführt. Da die Nordeifel ausreichend Burgen und Schlösser für weitere Klassik-Events zu bieten hat, sind entsprechende Ankündigungen auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen...

(3) das Jugendstil-Wasserwerk Heimbach direkt am Rursee gelegen. Kammermusik von Weltrang präsentiert der Arbeitskreis "Spannungen" seit Ende der neunziger Jahre im Rahmen eines international renommierten Musikfestivals.

Kraftwerk Heimbach

(4) das Kulturkino vogelsang-ip, ein Veranstaltungssaal mit über 1000 Plätzen im Stil der 50er Jahre-Saal. Hier, im Zentrum des Nationalparks Eifel, werden nicht nur Filme vorgeführt, sondern auch Theaterstücke, Musicals oder Konzerte. Ab und zu schauen die "Bläck Fööss" mal vorbei...

Erwähnenswert ist auch der Kulturraum Kall. Gesponsert von der Energie Nordeifel GmbH wird mitten in Kall "hohe Kunst zum Anfassen" zelebriert - Gesang, Instrumentalmusik, Installation, Malerei, Plastik, Grafik, Wort, Ton, Bild,...
Fehlende Sponsorengelder stellen dagegen die "Wallgrabenkonzerte" in Bad Münstereifel in Frage, die inzwischen auf eine über 30jährige Geschichte zurückblicken können.

Eher der leichten Muse hat sich das Simmerather Musikerpaar Sylvia Noel und Daniel Wiegand verschrieben und rockt mit seiner Musicalshow "Traumschiff" die Bürgerhäuser und Theatersäle zwischen Aachen, Köln und Trier.
Das Gesangsduo bringt sein Publikum nicht nur mit populären Titel von Helene Fischer, Tina Turner und Brings (aparte Mischung!) zum Tanzen, sondern versetzt sie von Beginn an in Urlaubsstimmung: Durch den geschickten Einsatz aller möglichen Accessoires wird aus einer drögen Bürgerhalle ein Kreuzfahrt-Ambiente gezaubert.

Infos:


Krimilandschaft Eifel: Der Bulle und das Landei

„Im (fiktiven) Eifelort Hengasch zu ermitteln, ist keine Freude. Dabei zuzuschauen, wie Kommissarin Sophie Haas ihr Schicksal im schwärzesten Winkel von Nordrhein-Westfalen meistert, schon. Die ARD-Serie „Mord mit Aussicht“ zelebriert eine Komik der Zeitlupe“, lobt FAZ-Autor Patrick Bahners die etwas schrullige Krimiserie, deren dritte Staffel ab Juni 2014 gedreht wurde - unter anderem in Kallmuth, nur ein paar Kilometer Luftlinie vom Haus Wackerberg entfernt.

Wenn eine Serie gut angenommen wird, so findet sie schnell Nachahmer: Unter dem Titel "Der Bulle und das Landei" produziert der SWR ab 2010 seine eigenen Eifelkrimis mit Uwe Ochsenknecht in der Hauptrolle. Die Fälle sind nur wenige Kilometer südlich vom virtuellen Hengasch im real existierenden Monreal (Rheinland-Pfalz) angesiedelt, die Kritiken fallen eher gemischt aus.

SEK Eifel

Auch ein echtes Sondereinsatzkommando (SEK) verirrt sich ab und an in die Region: So stürmen am 24. Juni 2013 vermummte Gestalten um 6 Uhr früh den Bungalow des "Eifel-Snipers" Michael Harry K. in Kall-Frohnrath. Der übergewichtige Brummifahrer hatte in den Jahren zuvor circa 800 mal auf Trucks, Wohnwagen und Autotransporter in ganz Deutschland geschossen. Sein Motiv - Ärger und Frust im Straßenverkehr.
Noch spektakulärer war der SEK-Auftritt 10 Jahre zuvor in Kall-Sötenich. Misstrauische Nachbarn hatten die Antiterror-Einheit auf die "Osmanische Herberge" aufmerksam gemacht, einer "Begegnungszentrum der Kulturen und Religionen" des muslimischen Sufiordens. Dabei gelten die Sufis eher als "friedfertige Hippies" unter den Muslimen und tun sich weniger durch Aufrufe für den Heiligen Krieg hervor, als vielmehr durch spirituelle, gastronomische und musikalische Events wie beispielsweise der Ausrichtung des "Sufi-Soul-Festivals".

Eine Leiche im Keller

Das Vulkaneifelstädtchen Hillesheim hat sich in den vergangenen Jahres erfolgreich als literarischen Hauptstadt des Verbrechens positioniert - mit dem Krimifestival "Tatort Eifel", mit dem Kriminalhaus, dem Café Sherlock, dem Krimihotel und als Sitz des KBV-Verlags, in dem viele Eifelkrimis verlegt werden.
Die wahre Hauptstadt des Verbrechens in der Region ist allerdings die Gemeinde Kall, nicht allein wegen des "Eifel-Snipers". Im Januar 2012 hatte Autohändler Ralf S. einen Freund nach einem Streit um Geld und Schulden im Keller seiner Werkstatt (wieder Kall-Sötenich!) erschossen und war später vom Landgericht Aachen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das besondere an diesem Fall: Das halbe Dorf half bei der Vertuschung des Verbrechens mit. Verwandte, Freunde und Nachbarn reinigten den Tatort, ließen das Gewehr in der Rurtalsperre verschwinden und beteiligten sich an der zweiwöchigen Odyssee der Leiche, die erst auf einem Anhänger zwischengelagert wurde, um sie dann endgütig (aber erfolglos) auf einer Mülldeponie zu "entsorgen".
Die Boulevardzeitung "Express" titelte damals "Das Eifeldorf mit dem tödlichen Geheimnis", der WDR hat 2015 eine Dokumentation zu dem ungewöhnlichen Mordfall gesendet.
Andererseits: Wo findet man heute noch einen echten Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft? "Echte Fründe ston zesamme" sangen die Jungs von der kölschen Band "De Höhner" ein paar Jahre zuvor.

Selbstmordattentat

Die Kaller können außerdem für sich den zweifelhaften Ruhm in Anspruch nehmen, als erste Eifler Erfahrungen mit einem Selbstmord-Attentäter gesammelt zu haben - wenn auch ganz ohne islamistischen Hintergrund.
Der Täter, Johannes M., stammte aus Baiersbronn und war nach dem 2. Weltkrieg als Mitarbeiter in einem heruntergekommenen Übernachtungsbetrieb in der Trierer Straße angestellt worden. Sein Pech: Auf der Dorfkirmes Ende August 1948 verguckte er sich in die Schwester der Herbergsbesitzerin, wurde aber zurückgewiesen. Diese Kränkung konnte M. nicht ertragen und sprengte in der Nacht zum 31. August die Herberge, sich selbst und die beiden Schwestern in die Luft.

Nacht des Schreckens

Eine "Nacht des Schreckens" erleben Gäste alle paar Monate auf Burg Nideggen - gemeint ist natürlich nicht die gastronomische Qualität, sondern das Krimi-Dinner als kulinarischer wie intellektueller Genuss. Die Veranstalter werben mit "gemütlichem Ambiente und gehobener Gastronomie in historischer Atmosphäre".

Wer gerne die "gute, alte Zeit" ein paar Jahrhunderte zurückverlegt, findet eine beachtliche Anzahl von Mittelalter-Events in der unmittelbaren Umgebung, so beispielsweise Ritterspiele auf der Burg Satzvey oder einen mittelalterlichen Handwerkermarkt in Udenbreth.

Literatur

Eifel-Krimi Morde, Täter und Ermittler aus der Eifel liefert nicht nur das Fernsehen, sondern auch – beginnend mit Berndorfs „Eifel-Blues“ 1989 – eine erfolgreiche Buchreihe. Mittlerweile betätigen sich ca. 50 Autoren in diesem Genre und haben eine ganze Krimi-Bibliothek im Raum zwischen Aachen, Köln, Koblenz und Trier zusammengeschrieben. Fans können die Tatorte auf den Spuren ihrer Protagonisten erwandern, und in Hillesheim hat sich im Zweijahres-Turnus ein Krimifestival etabliert. In der Nordeifel, rund um den Nationalpark, finden unter dem Motto "Nordeifel - Mordeifel" seit 2012 im September die Krimitage statt.

Literatur von interessanten Autoren an außergewöhnlichen Orten der Eifel präsentieren – das ist das Konzept der »Lit.Eifel«. Die Initiative wurde im Sommer 2013 von den Kreisen Euskirchen und Düren, der Städteregion Aachen sowie der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens gegründet und im Titel sicher nicht ganz zufällig an die »Lit.Cologne« angelehnt, dem größten und erfolgreichsten Literaturfestival Europas.

Bereits 2005 setzte der Autor Norbert Scheuer mit dem Erzählband "Kall, Eifel" seiner Gemeinde eine Art literarisches Denkmal und legte 2013 in gleicher Sache mit dem Titel "Von hier aus" nach. Zwar hat Scheuer, im Hauptberuf Systemprogrammierer bei der Deutschen Telekom in Bonn, schon diverse Literaturauszeichnungen erhalten - zum Aushängeschild für die lokale Wirtschafts- und Tourismusförderung werden seine Werke aber eher nicht. Dafür sind die Personen und Handlungen in Scheuers Lyrik und Prosa einfach zu "schräg" - ein konventioneller Heimatdichter ist der Mann nun wirklich nicht.

Infos:


Sternstunden: Essen & trinken

Wer die A1 Köln-Trier an der Abfahrt Wißkirchen verlässt und westlich der B266 Richtung Kommern, Mechernich und Gemünd folgt, erreicht nach etwa 15 km einen langgezogenen Anstieg zur Wallenthaler Höhe. In der Entfernung taucht halb links aus der hier schon recht hügeligen Eifellandschaft das markante Firmenlogo einer Hamburgerkette auf. Ende der neunziger Jahre hat sich McDonald´s im Kaller Gewerbegebiet eingerichtet und zu einer wahren Goldgrube entwickelt. Zwar gibt das Unternehmen grundsätzlich nicht die Umsätze - oder gar Gewinne - einzelner Standorte preis, aber hinsichtlich beider Kriterien dürfte dies der mit Abstand profitabelste Gastronomiebetrieb in der ganzen Nordeifel sein. Nur böse Zungen behaupten jedoch, damit sei in der Region auch fast der kulinarische Gipfel erreicht...

Brust oder Keule?

GourmettellerZugegeben, die Anzahl der Sterne-Restaurants rund um Kall ist sehr überschaubar. Man muss schon an die Ahr fahren -
- Brogsitter, 1 Michelin-Stern Michelin-Stern
- Steinheuers Restaurant Michelin-Stern Michelin-Stern
oder Richtung Mosel -
- Waldhotel Sonnora Michelin-Stern Michelin-Stern Michelin-Stern
- Schanz Restaurant Michelin-Stern
- Wein- und Tafelhaus Michelin-Stern
um in der Topliga der deutschen Gastronomie zu speisen.

Dafür ist das Angebot deutscher und internationaler Küche, Cafés und Bistros vielfältiger als angenommen, und das nicht nur in den touristisch nachgefragten Orten wie Bad Münstereifel, Gemünd, Heimbach oder Monschau.
Michelin-Tester machen um diese Gaststätten meist einen Bogen, immerhin konnten sie auf Google im Laufe der Zeit viele positive Bewertungen einsammeln.
So bewarb das "Kaller Brauhaus" im Gewerbegebiet seine "Monster-Schnitzel" - jedenfalls bis zur Geschäftsaufgabe im Sommer 2015. Das "Gemünder Brauhaus" ( ★★★★ 4,3) im Nachbarort, nur einen Steinwurf vom Amtsgericht entfernt, kann die Lücke mühelos ausfüllen.

Gourmet-Rallye

Gut 15 Minuten dauert die Fahrt auf der B266 von der Autobahnabfahrt bis zur Wallenthaler Höhe. Wer sich darauf einlässt, nur um ein paar hundert Meter weiter für ein Burger-Menü anzustehen, hat auf dem Weg ein halbes Dutzend kulinarischer Überraschungen verpasst:
Er ist gedankenlos an einem Griechen, zwei Yugoslawen (die gibt´s ja nur noch in der Gastronomie), zwei Italienern (davon einer in der Nobelklasse) und einer klassischen deutschen Gaststätte mit Wildspezialitäten vorbeigerauscht.
Wie häufig in der Eifel sind die Portionen beachtlich, die Preise vernünftig und die Qualität bemerkenswert.

Direkt neben der Bundesstraße im Freizeitpark "Zikkurat" (Mechernich-Firmenich) liegt die erste Station der Gourmet-Rallye, das Restaurant "La Volta" ( ★★★★★ 4,7). Gegen das Etikett des "Pizza- und Pasta-Italieners" würde man sich bestimmt wehren - die Qualität geht deutlich darüber hinaus, die Preise aber nicht, und in vielen Bewertungen schwingt geradezu Begeisterung mit.
Ein paar km weiter auf derselben Straßenseite in Höhe von Kommern, aber doch etwas versteckt in einer großen Halle, die früher einmal ein Möbelhaus dort hingestellt hat, gleich neben Fitness-Studio und Sauna, verführt das "Fellini" ( ★★★★★ 4,4 bei Google, 4,8 bei Facebook) zu dem kulinarisch und preislich ambitioniertesten Abstecher auf der Route. Der Namenspate, ein bekannter italienischen Regisseur, vor allem aber das Interieur wecken auf Anhieb die Assoziation "Nobel-Italiener". Das ist wahrscheinlich so beabsichtigt und führt auch nicht in die Irre!

Die Balkan-Route

Der Balkan liegt - fast wie im Atlas - direkt gegenüber auf der anderen Seite der B266. Da wäre zunächst das "Croatia" ( ★★★★ 4,4) , dann in Roggendorf der "Zagreb Grill" ( ★★★★★ 4,6). Wer ob des Plakats "Mittagsgericht ab 6,90 Euro" misstrauisch wird, kann hier ganz beruhigt einkehren - die Balkan-Platten sind vorzüglich, und nicht nur die!
Ein paar km weiter südlich - die geografische Analogie ist wirklich frappierend - kurz vor dem Anstieg zur Wallenthaler Höhe liegt rechter Hand das griechische Restaurant "Olympisches Feuer" ( ★★★★★ 4,6), bei dem man bei schönem Wetter ganz entspannt draußen unter einer Pergola sitzen kann. Leider beobachtet der Gast von hier aus nicht die Fischer in der Ägäis, sondern den Verkehr auf die B266.
Den Schlusspunkt dieser Rallye bildet der Eifeler Alpenhof ( ★★★★★ 4,6). Die geografisch etwas widersprüchliche Bezeichnung verdankt die Gaststätte dem Ehrgeiz der Besitzer, ein Stück Bayern mitten in die Eifel zu verpflanzen. Den Gast erwartet deutsche Küche mit Wild- und Geflügelspezialitäten aus eigener Zucht und Schlachterei, aber keine eigene Webseite.
Kann vielleicht einer den Gastleuten dabei helfen, alle anderen schaffen das doch auch?

Kall kann´s

Dass sich gerade an dieser Strecke so viele Restaurants angesiedelt haben (und sich auch halten können), ist natürlich kein Zufall: Die B266 gilt für Pendler wie für Touristen als "Einfallstor" in die Nordeifel und ist teilweise bereits vierspurig ausgebaut. Viele Menschen fahren hier vorbei, wenn sich der kleine Hunger meldet...
Aber auch in Kall selbst gibt es - von der Niederlassung der Burgerkette einmal abgesehen - ein paar interessante gastronomische Angebote:
Erstaunlich gut für eine kleine Pizzeria mit Zustellservice schneidet "Peter Pan" ( ★★★★★ 4,5) im Zentrum Kalls ab und 150 m weiter das China Thai-Restaurant "Zhao" ( ★★★★ 4,3). Traditionelle syrische Gerichte (natürlich Halal), Kuchen und Süßwaren sowie frischen marokkanischer Tee - fährt offeriert das orientalische Restaurant "Derwisch" ( ★★★★★ 4,9 auf Facebook) in Kall-Sötenich, angegliedert dem "Osmanischen Zentrum" des Sufi-Ordens. Das sage noch einer, die Eifel sei nicht international!

Gehobene Landhaus-Küche

In Bad Münstereifel ist das Landgasthaus Steinmühle ( ★★★★ 3,8) und das Restaurant Wolfsschlucht ( ★★★★ 4,1) in jedem Fall einen Besuch wert, in Heimbach am Rursee gilt das gleiche für das Landhaus Weber ( ★★★★★ 4,8).

Außengastronomie mit einem schönen Blick auf die Klosteranlage in Steinfeld und schmackhafte Regionalküche sind die Kennzeichen der "Alten Abtei" ( ★★★★★ 4,8), erbaut 1804 als erstes Haus in Steinfeld.
Nicht viel falsch machen kann man im "Urfter Hof" ( ★★★★★ 4,5) bei der Familie Weckmann, wo noch klassisch gut bürgerliche Küche serviert wird. Und wenn es einmal eine ganz besondere Location sein soll, bietet sich das Bauerncafé "Zur Zehntscheune" ( ★★★★★ 4,6) mit Blick auf Schloss Eicks an.
Gute Adressen für Feinschmecker sind u.a. auch das Restaurant des Schleidener Schlosses ( ★★★★★ 4,5) und das Gemünder Hotel Restaurant Friedrichs ( ★★★★★ 4,5), die seit einigen Jahren zusammen mit weiteren Gastronomiebetrieben der Region jeweils im Oktober die Schleidener "Genießerwochen" ausrichten.
Fleischliche Genüsse stellt das Steakhaus Büffel ( ★★★★ 4,2) seit Juni 2016 in Heimbach-Hergarten unter das Motto "Steaks - Bar - Burger" und bietet - nach eigener Darstellung - auch die beste Whisky-Auswahl in der Eifel.

Ein echter Geheimtipp - und alles andere als leicht zu finden - ist der Forellenhof ( ★★★★★ 4,5) im Schilsbachtal bei Simmerath, nordwestlich des Rursees. Der Wanderer wird verwöhnt mit Forellen aus dem eigenen Teich und Gemüse und Kräutern aus dem Garten - frischer geht es kaum!

Schlemmen mit gutem Gewissen - passt das überhaupt zusammen? In der Eifel ganz bestimmt, so behaupten jedenfalls die Tourismusförderer westlich des Rursees. Sie haben drei Wandertouren mit kulinarischer Note zusammengestellt frei nach dem Motto "Und kaum, dass sich der Hunger zeigt, wartet am nächsten Ort schon ein gedeckter Tisch".

 Restaurantsuche bei:

 

Empfehlungen rund um Kall, Schleiden & Kommern:



Broschüre Schlemmertour Rurtal

Einkaufsparadies

Die Nordeifel als Destination für Shopping-Touristen? Keine unrealistische Vorstellung, wenn es nach den Plänen von Georg Cruse und seinen beiden Geschäftspartnern geht. Seit August 2014 werden in rund 30 Betriebsstätten in der Innenstadt von Bad Münstereifel auf insgesamt 12.500 Quadratmetern Verkaufsfläche 40 Marken angeboten. Mode für Damen und Herren ist genauso im Sortiment vertreten wie Schuhe, Sportartikel, Wohnaccessoires und Süßwaren. Fast 2,4 Millionen Besucher konnten die Betreiber des "City Outlet Bad Münstereifel" im Jahr 2016 begrüßen. Und das Wachstum geht weiter: Neue Verkaufsflächen und 9 weitere Marken sind für 2017 avisiert.
Für die Umbauarbeiten musste sogar Heino´s Café, das ganze Busladungen von Volksmusikfans mit Haselnusstorte bewirtet, seinen Standort wechseln. Übel genommen hat der Kultsänger den Umzug offenbar nicht und gab für die Besucher am Eröffnungstag ein kostenloses Konzert.
Etwa 40 Millionen Euro wurden von ortsansässigen Investoren in die Sanierung der zum Teil denkmalgeschützten Häuser investiert. Es handelt eben nicht um das typische Fabrikverkaufszentrum auf der grünen Wiese, sondern - erstmals in Deutschland - um Erlebnisshopping in einem authentischen, mittelalterlich geprägten Städtchen mit viel Flair.
Wer nicht nur die Auslagen in den Schaufenstern anstaunen will, besucht Mitte Juli das Feuerwerk "Burg in Flammen", das inzwischen über 60 Mal in der Kurstadt als Abschluss einer dreitägigen Kirmes veranstaltet wird.

Ein Outlet-Center haben die Kaller schon lange, nur heißt es bei ihnen "Möbel Brucker". Mit annähernd 60.000 qm Ausstellungsfläche, verteilt auf mehrere Gebäude im Gewerbegebiet, lässt das Familienunternehmen die unmöglichen Möbelhäuser aus Schweden weit hinter sich und ist der flächenmäßig größte Anbieter in NRW, der drittgrößte in Deutschland. Die IHK Aachen sieht in Brucker den Hauptgrund für das Kaller "Kaufkraft-Wunder": Während es die Einwohner der Gemeinde auf circa 60 Mio Euro Kaufkraft bringen, erlöst der Einzelhandel annähernd 160 Mio. - es fließen also etwa 100 Mio. Euro Umsatz nach Kall. Da freuen sich die Wirtschaftsförderer!

Wer als Kunde bei einem Ausstellungsstück von Möbel Brucker einen Schönheitsfehler entdeckt, wird mit einem großzügigen Rabatt belohnt. Bei vielen Stücken von Walter Lehnertz dagegen ist der Lack schon lange ab - und niemanden stört´s! Der gebürtige Prümmer und gelernte Pferdewirt ist seit 2013 Händler in der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" mit Horst Lichter. In Kall-Krekel hat er im Sommer 2015 unter der Bezeichnung "Eifel Antik" in einem ehemaligen Ponyhof eine Trödelhalle eingerichtet. Besucher erwartet dort neben Antiquitäten, Kunst und kuriosen Sammlerstücken auch ein eigenes Antik-Café.

Zu einer Einkaufs- und Erlebniswelt der besonderen Art hat sich in den letzten Jahrzehnten der Ardenner Cultur Boulevard in Losheim an der belgischen Grenze entwickelt. Einerseits locken große Dauerausstellungen die Besucher an, darunter -
- eine der bedeutendsten Krippenausstellungen Europas, die ArsKRIPPANA, mit Exponaten und Künstlern aus aller Welt;
- die Puppenwelt ArsFIGURA mit dem Flair der Kaiserzeit in einem nachempfundenen Stadtviertel und meisterlicher Figurenkunst von damals und heute;
- die ArsTECNICA als eine der ersten digitalen Modelleisenbahnen Europas mit über 2.000 m Gleisen und über 100 Zügen.
Andererseits können viele Exponate in den angegliederten Fachgeschäften unmittelbar erworben werden. Gastronomie und Hotellerie komplettieren das Angebot.

Keine Kuckucksuhr aus Kall

Ahrwein
Anders als die Weihnachtsengel aus dem Erzgebirge, die Glasbläser aus dem Bayerischen Wald oder die Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald ist die Eifel bislang nicht mit touristisch relevanten Nischenprodukten hervorgetreten.
Mit dem Slogan "EIFEL. Qualität ist unsere Natur." versucht die Regionalmarke EIFEL GmbH in Prüm gegenzusteuern und präsentiert im Web eine interaktive Standortkarte mit über 300 Produzenten und Verkaufsstellen. Den Schwerpunkt des Angebots bilden erwartungsgemäß Lebensmittel, vorzugsweise in flüssiger Form - vom Edelbrand über den Ahrwein bis zum Streuobst-Apfelsaft.
Nun glaubt man gerne, dass die Landbevölkerung mit Holz, Honig oder Hochprozentigem traditionell ihren Lebensunterhalt aufgebessert hat. Pasta dagegen würde man eher in Bella Italia verorten, zur Not - in Form von Eiernudeln - auch noch in Schwaben.
Dass geschmacklich ausgefallene Nudeln jetzt auch zu einem Exportartikel der Eifel werden, ist einer gelernten zahnmedizinischen Fachassistentin aus Marmagen zu verdanken, die unter der Marke "Pastanita" die Teigwaren in über 60 Geschmacksrichtungen auf regionalen Märkten und im Internet vertreibt.

Über die Webseiten der Erzeuger und des Eifelshops sind die regionalen Produkte leicht zu beziehen. Ein besonderer Reiz bietet aber der Abstecher zu einem der Hofläden in der Eifel: Selbst zu sehen, wo die Waren hergestellt werden (oder vielleicht sogar ein Gespräch mit dem Besitzer), hat schon eine andere Qualität als der Einkauf im Supermarkt oder im Web.

Zwar sind die Hanglagen des Wackerbergs nicht unbedingt bekannt für ihre Rebstöcke, aber mit Ahr und Mosel weist die Eifel seit Römerzeiten gleich zwei renommierte Anbaugebiete aus. Wer nicht unbedingt bis zu den Weinfesten im Oktober warten will, um sich vor Ort mit den entsprechenden Tropfen einzudecken, kann dies auch das ganze Jahr über in Kall bei Wein Baum tun. Der Fachhändler hält viele Weine zur Verkostung bereit und veranstaltet mehrmals im Monat Degustationen, die immer unter einem bestimmten Thema stehen.

"Histotainment"

RitterspielEinen besonderen Erlebniswert beim Einkaufen versprechen diverse Mittelalter- und Handwerkermärkte, die in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erleben und gerne auf einer der Eifelburgen veranstaltet werden. Viele Teilnehmer sind in mittelalterliche Tracht gewandet und bieten entsprechende Waren feil: Kräuter, Felle, Lederwaren, Keramik, Schmuck, Hieb- und Stichwaffen, ...
Besucher treffen auf Musikanten, Gaukler und Wahrsager, aber vor allem auf - in Großstädten eher selten vertretene - Handwerker wie Schmiede, Holzschnitzer, Glasbläser, Weber und Töpfer.
Für den Erwerb eines Souvenirs aus der Eifel oder eines außergewöhnliches Geschenks gibt es keine bessere Gelegenheit, oft in Verbindung mit einem gelungenen "Mittelalter-Histotainment-Nachmittag"!

Erlebnis-Handwerk

Ohne die Showeffekte eines Mittelaltermarkts, dafür aber mit qualifizierten Anleitungen präsentieren Handwerksbetriebe in der Nordeifel ihr Können: Gold schmieden, Elfenbein schnitzen, Bücher binden, Kachelöfen bauen, Porzellan bemalen - diese und noch viele weitere "handwerkliche Fertigkeiten von höchster Qualität als Zeugnisse regionaler Identität" (so die Handwerkskammer Aachen) werden den Besuchern nicht nur vorgeführt. Sie können mit den Meistern ins Gespräch kommen, an Workshops teilnehmen und natürlich in vielen Betrieben auch einkaufen.

Souvenirs & mehr:


 

Mittelalter- & Handwerkermärkte:



Geschichte

Die Jäger und Sammler, die in der letzten Eiszeit die Region durchstreiften, die wir heute "Vulkaneifel" nennen, werden nicht schlecht gestaunt haben, als vor circa 13.000 Jahren der Vulkan des Laacher Sees mit einer Sprengkraft von 500 Hiroshima-Bomben ausbrach. Vulkanologen vermuten, dass die Eruption eine 35 Kilometer hohe Rauchsäule erzeugte, die sich bis nach Skandinavien und Italien ausbreitete.
Der RTL-Schocker "Vulkan", gedreht 2008 u.a. in Bad Münstereifel, verlegt die Katastrophe in die Gegenwart - und ist damit von der wissenschaftlichen Realität gar nicht so weit entfernt (höchstens ein paar tausend Jahre): Die Vulkane schlafen nur und können irgendwann wieder ausbrechen. Allerdings weist nichts auf eine Gefahr in der unmittelbaren Zukunft hin...

Schon viel früher, vor mehr als 100.000 Jahren, lebten Neandertaler im Gebiet der heutigen Eifel. (Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge sollen einige Gene dieser Vorfahren noch heute im Erbgut der Eifeler Bevölkerung nachweisbar sein.)
Archäologische Funde belegen, dass vor etwa 30.000 Jahren Cro-Magnon-Menschen in der Region gesiedelt haben. Ein beliebter Treffpunkt scheint seinerzeit die Kakushöhle zwischen Mechernich und Nettersheim direkt an der B477 gewesen zu sein. Die Ausgrabungen weisen die Anwesenheit von Menschen bis zu 80.000 Jahre in die Vergangenheit nach, aber auch Kelten und Römer trieben sich hier herum. Heute ist die Höhle Ausflüglern, Touristen und Schulklassen vorbehalten, die sich über ein neu eröffnetes Café und eine Toilettenanlage freuen.

Kelten, Römer und Germanen

Erlebnisraum Römerstraße Archäologische Funde

Kurz vor der Zeitenwende verdrängten die Römer die in der Eifel siedelnden Kelten und investierten massiv in Bergbau und Landwirtschaft. Sie hinterließen eine imposante Wasserleitung nach Köln, eine gut ausgebaute Fernstraße Köln-Trier (dagegen lässt der Lückenschluss der A1 auf der gleichen Strecke nach 30 Jahren immer noch auf sich warten), diverse Tempelanlagen, Thermen, Brunnen, Wehrmauern und natürlich Landvillen. Damit steuerten die Römer eine beachtliche Anzahl interessanter Ausflugsziele zu den Marketing-Broschüren der Eifel-Touristik bei.
Über besonders viele Hinterlassenschaften freut sich die Gemeinde Nettersheim: Hier beginnt die römische Wasserleitung, hier verläuft die Agrippastraße Trier-Köln, und eine Siedlung aus dem 3. bis 5. vorchristlichen Jahrhundert soll möglicherweise genauso groß gewesen sein wie das zeitgenössische "Tolbiacum", heute Zülpich. Die meisten Besucher zieht das Matronenheiligtum der Görresburg an, darunter auch einige Feministinnen, die verständlicher Weise ihre Freude an matriarchalen Kulten haben, die vermutlich aus vorrömischer Zeit stammen. Ihren Unmut äußern sie mit erheblichem Nachdruck in der Lokalpresse, wenn irgendwelche Rekonstruktionen das weibliche Element nicht ausreichend zur Geltung bringen...
Trotz gelegentlichen Störfeuers will Nettersheim in jedem Fall mit seinen "Ausgrabungsfunden" wuchern und entwickelt einen eigenen archäologischen Landschaftspark - natürlich inklusiv der Görresburg!
Dahinter will Blankenheim nicht zurückstehen, denn dort finden sich die Reste eines römischen Landguts, das zu den größten dieser Art im Rheinland gehörte. Mittels moderner Architektur wurde die 60m lange Säulenvorhalle rekonstruiert, die das Ausmaß der damaligen "villa rustica" erahnen lässt.
Entdeckertipps zu 30 Bodendenkmäler der Nordeifel hat der Landschaftsverband Rheinland - LVR -in einem Prospekt aufbereitet.

Deutlich unproduktiver als die Römer verhielten sich die germanischen Franken, die Ende des 4. Jahrhundert in die Region einfielen. Nach der feindlichen Übernahme folgte ein langer wirtschaftlicher Abschwung und - mangels Instandsetzungsarbeiten - der Verfall der Infrastruktur.

Bauboom im Mittelalter

Wie gut, dass sich im Mittelalter und in der frühen Neuzeit einige Lokalgrößen vom Burgen-Bauboom anstecken ließen. Ihre Nachkommen mussten Ende des 17. Jahrhundert dann aber erleben, wie die Truppen des französischen Sonnenkönigs, Ludwig des 14., auf dem Weg zum Rhein die meisten Eifelburgen zerstörten.

Mehr Glück hatten in dieser Hinsicht die Vorbesitzer von Franz Josef Graf Beissel von Gymnich, dem aktuellen Schlossherrn auf Burg Satzvey bei Mechernich. Die mittelalterliche Wasserburg aus dem 12 Jahrhundert ist - von ein paar Blessuren im 2. Weltkrieg abgesehen - nie zerstört worden. Da die Unterhaltskosten des alten Gemäuers mit der Zeit stark angestiegen sind, vermarktet der Graf seine Location erfolgreich, aber nicht immer zur Freude der Anwohner, mit einer zunehmenden Anzahl von Ritterspielen, Jahrmärkten und anderen Mittelalter-Events. Die Besucher strömen längst nicht nur aus der Eifel nach Satzvey, sondern aus dem ganzen Rheinland und den Benelux-Staaten.

Infos:

Die Preußen kommen

Die Wiederaufnahme des Bergbaus führte ab dem im 17. und 18. Jahrhundert zunächst zu einem gewissen Wirtschaftsaufschwung, gleichzeitig aber zu einer fast völligen Abholzung der Wälder, die als Brennholz für die Verhüttung der Erze herhalten mussten. (Wo sind die Grünen, wenn man sie braucht?)
Wenige hundert Meter vom Haus Wackerberg entfernt führt der "Pingenwanderweg", ein landschaftlich reizvoller Bergbaulehrpfad, zu 21 Stationen der Erzgewinnung rund um Kall.
Pingen, das sind verlassene Gruben oder Schürfstellen, trichterartigen Vertiefungen, in denen Eisenerze bzw. Bleierze abgebaut wurden, die aber nicht mehr ganz den aktuellen Sicherheitsvorschriften entsprechen. Ca. 2000 dieser Pingen findet man in der Gemeinde Kall, ein Bergbaumuseum in Mechernich und ein Besucherbergwerk in Hellenthal.

Man kann sich die Eifel um 1800 als eine Wiesen- und Heidelandschaft vorstellen, auf der vor allem Schafherden weideten. Gleichzeitig verarmte die Bevölkerung zusehends, da die kargen Ackerböden keine reichen Ernten zuließen. Mit dem Niedergang von Bergbau und Hüttenbetrieben nach der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Lage der Bevölkerung auch nicht besser. Zu dieser Zeit war - als Folge des Wiener Kongresses - die Eifel zu einer preußischen Provinz geworden, in die gerne Beamte abgeschoben wurden, die in Berlin in Ungnade gefallen waren ("Preußisch Sibirien"). Die Preußen forcierten ein Wiederaufforstungsprogramm, jedoch überwiegend mit schnell wachsenden Nadelhölzern, das der Eifel ihr heutiges Erscheinungsbild verleiht.
Das LVR-Freilichtmuseum Kommern zeigt, wie früher im Rheinland und in der Eifel gelebt und gearbeitet wurde. Auf dem Gelände stehen 65 historische Gebäude - Bauernhöfe, Wind- und Wassermühlen, Werkstätten, Schulhaus, Tanzsaal und Kapelle.

Während des "3. Reichs" errichteten die Nationalsozialisten eine "Ordensburg Vogelsang" zwecks Nachwuchsschulung in traumhafter Lage auf der Dreiborner Hochfläche über dem Urftstausee.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 2005 war sie das Zentrum eines zunächst britischen, dann belgischen Truppenübungsplatzes. Heute ist der Internationale Platz Vogelsang IP ein Ort aktiven Erinnerns. In dem historischen Adlerhof befindet sich nun das neue Ausstellungs-, Kultur- und Bildungszentrum, das im Herbst 2016 mit NS-Dokumentation, Nationalpark-Zentrum Eifel und Panoramagastronomie für die Besucher eröffnet wurde - nach Investitionen von rund 44 Millionen Euro.

Highlights sind die Dauerausstellung „Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ der NS-Dokumentation und die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ des Nationalpark-Zentrums Eifel. Von April bis Oktober sind Turmaufstiege möglich, die einen lohnenden Ausblick auf die Wälder und Seen des Nationalparks Eifel bieten.
Die Ausstellungen, das Forum Vogelsang IP insgesamt und die Gastronomie sind täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen durch die barrierefreien und mehrsprachigen Ausstellungen sowie über das Gelände werden ebenso täglich angeboten.

Der heiße und der kalte Krieg in der Eifel

Hatte die Eifel im Mittelalter von ihrer zentralen Lage im fränkischen Herrschaftsbereich profitiert, so war sie in der Neuzeit zur Grenzregion geworden - ein Aufmarschgebiet für Truppen und Ort schwerer Kampfhandlungen.
Das gilt in besonderem Maße für den 2. Weltkrieg: So führte Hitler 1940 den Blitzkrieg gegen Frankreich vom "Felsennest" in der Eifel aus, eine Bunkeranlage nahe Rodert, einem kleinen Dorf bei Bad Münstereifel, ca. 25 Autominuten vom Wackerberg entfernt.

Zu Kriegsende war die Region stark umkämpft, was wohl weniger am "Westwall" lag, einem Großprojekt der Nazidiktatur, das sich, auf einer Länge von 630 km zwischen Kleve und der Schweizer Grenze errichtet, quer durch die Eifel zog. Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme recht erfolgreich, als Verteidigungsstellung praktisch ohne jede Wirkung, sehen Naturschützer die Reste von Bunkern und Panzersperren mittlerweile als wertvollen Lebensraum für Fledermäuse und Wildkatzen.
Auch auf dem Wackerberg existieren an einigen Stellen noch entsprechende Überreste.

Spektakulärer waren da sicherlich die Stellungen der ersten Marschflugkörper V1 und V2, die meist in Richtung London abgefeuert wurden, wegen ihrer hohen Absturzquote von der Landbevölkerung jedoch als "Eifelschreck" bezeichnet wurden.

V2 Abschussrampe

Eine besondere strategische Bedeutung kam Kall Ende 1944 als Eisenbahnknotenpunkt im Rahmen der "Ardennen-Offensive" zu. Insgesamt waren etwas über eine Million Soldaten an der Schlacht beteiligt. Für die USA war es die größte Landschlacht des Zweiten Weltkrieges; etwa 20.000 Tote machten sie für die US Army zur blutigsten Schlacht des ganzen Krieges. Auf deutscher Seite wurde die Operation von General Gerd von Rundstedt von der Burg Dalbenden (Kall) aus befehligt. Burg, Eisenbahnanlagen und Wohnort wurden bei den folgenden alliierten Bombenangriffen stark zerstört.
Nur etwa 20 km Luftlinie nordwestlich des Wackerberg jenseits der Rurtalsperre im Hürtgenwald begann wenige Wochen zuvor eine Reihe weiterer verlustreicher Schlachten, die von Oktober 1944 bis Februar 1945 andauerten, und an der u.a. die bekannten US-Schriftsteller Ernest Hemingway und Jerome D. Salinger teilnahmen. Sie wurde als längste - und eine der verlustreichsten - Schlacht der US Army allgemein bezeichnet. Im Hürtgenwald sind heute noch Spuren der Kampfhandlungen zu entdecken: Vielerorts sind Panzersperren zu sehen, auch gibt es eine Handvoll ungesprengter Bunker. Über diese Spuren sind mehrere Bücher veröffentlicht worden.

Bunker für den Ernstfall

Im kalten Krieg wurde die Eifel wegen ihrer Nähe zur ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn für einige streng geheime Baumaßnahmen auserwählt - gleich vier Atomschutzbunker wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit errichtet und sind heute teilweise zugänglich -

- in Satzvey für die Landeszentralbank
- in Bad Münstereifel-Kirspenich für Polizei und Katastrophenschutz
- in Urft für die Landesregierung NRW
- in Ahrweiler für die Bundesregierung
Seit 2009 wird vom Ahrtal-Tourismus e.V. sogar eine "Eifel-Bunker-Tour" angeboten.

Bis Mitte der achtziger Jahren betrieben die amerikanischen und belgischen Streitkräfte in weniger als 20 min. Fahrentfernung vom Wackerberg zwei Nike-Raketenstellungen - im Billiger Wald, nahe der Autobahnabfahrt der A1 (Euskirchen, Wisskirchen, Gemünd) und in Reetz bei Blankenheim. Heute veranstaltet ein Hobby-Historiker Führungen durch das ehemalige Militärgelände und schockiert seine Zuhörer mit dem Hinweis, hier seien auch atomare Sprengkörper gelagert worden, und zwar in einer mehr oder weniger handelsüblichen Garage.

Die weltweit beste US Air Base

In der Südeifel zwischen Trier, Bitburg und Wittlich ist der kalte Krieg noch nicht zu Ende: Die US-Lufwaffe hat dort in den fünfziger Jahren einen Flugplatz übernommen und ausgebaut, der bereits von französischen Besatzungstruppen angelegt worden war. Auf der Air Base Sprangdahlem sind inzwischen ungefähr 5.000 US-Soldaten stationiert; dazu kommen ca. 7.000 Familienangehörige sowie 800 deutsche Zivil-Angestellte - ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor für die strukturschwache Region.
Der Eifeler US-Stützpunkt war im Januar 2016 von einer Jury des Wettbewerbs „Commander In Chief – Installation Excellence Award“ unter die Lupe genommen und für hervorragend befunden worden. Dieser Wettbewerb ist ein Vergleich aller Militärflugplätze der US-Air-Force weltweit. Spangdahlem ist somit für das Jahr 2016 der beste Stützpunkt unter 170 US-amerikanischen Militärflugplätzen insgesamt.

Zu den Sternen

Für eine militärische (Mit-)Nutzung war auch der Radiopeiler Stockert konzipiert, das erste frei bewegliche deutsche Radioteleskop. Nach einer von der NRW-Stiftung finanzierten Sanierung ist die Radiosternwarte Stockert inzwischen regelmäßig sonntags von 14 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Das Programm beginnt mit einem Vortrag zur Einführung in die Radioastronomie; anschließend kann das 25-Meter-Radioteleskop besichtigt werden, mit dem astronomische Messungen durchgeführt werden.

In einem anderen Ortsteil von Bad Münstereifel, nur eine knappe halbe Fahrstunde entfernt, wurde zwischen 1968 und 1971 das Radioteleskop Effelsberg errichtet. Der 100 Meter-Spiegel gehört heute zum Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Ein 766 m langer Planetenwanderweg mit Informationstafeln zum Sonnensystem, den Planeten und der Sonne selbst führt zur der Anlage, die bis zum Jahr 2000 als größtes bewegliche Radioteleskop der Welt galt.

Der Nachthimmel über der Eifel ist ein besonderer. Als erstem Ort in Deutschland verlieh die „International Dark Sky Association“ dem Nationalpark Eifel im April 2014 die Anerkennung zum Sternenpark. Damit bescheinigt die Organisation, dass der Nachthimmel über dem Nationalpark die strengen Vorgaben der Organisation über die sogenannte Lichtverschmutzung einhält. Mit seinen wenigen nächtlichen Lichtquellen bietet der Nationalpark hervorragende Voraussetzungen für eine Sternenbeobachtung, mittelfristig wird sogar die Einrichtung eines richtigen "Sternenreservats Eifel" angestrebt. An der Zufahrt zum Nationalpark soll eine eigene Sternwarte errichtet werden.

Infos:

Klima

Der Hinweis auf das sprichwörtlich "raue Klima der Eifel" darf nicht fehlen, sobald die Rede bei Rheinländern auf das westlich angrenzende Mittelgebirge kommt. Kein Wunder: Wenn sich in Köln oder Bonn die Sommertemperaturen bei zunehmender Schwüle der 30 Grad-Marke nähern, erfreuen sich die Eifler erfrischender 25 Grad, und das bei einer wesentlich niedrigerer Luftfeuchtigkeit.
Tatsächlich gehört die Eifel zum atlantischen Klimabereich mit häufigen Westwindlagen und hohen Niederschlagsmengen auf der Westseite der Gebirgskämme (1000-1200 Millimeter im Jahresmittel), denn dort regnen sich die Wolken ab. Auf der Ostseite - wie in Teilen des Nationalparks oder auch beim Haus Wackerberg - ist es dagegen wesentlich trockener (ca. 600-800 Millimeter Niederschlag). Geologen bezeichnen diese Region im Windschatten der Rureifel, des Hohen Venns und der Hocheifel als "Kalkeifel" nach den häufigen Kalkmulden. In dieser relativ warmen und trockenen Landschaft gedeihen Pflanzen, die im allgemeinen weiter südlich verbreitet sind.
Das gilt im übrigen auch für den Wackerberg, der bei den Einheimischen für seine ausgedehnten wilden Blaubeersträucher bekannt ist.

Die Mitteltemperatur im Januar, dem kältesten Monat, beträgt -1,5 °C in den Hochlagen und +1,5 bis 2 °C in den Tälern. Der wärmste Monat (Juli) hat im Schnitt nur eine Temperatur von 14 °C in den Hochlagen. Die Schneehäufigkeit schwankt von Jahr zu Jahr beträchtlich und ist natürlich stark von der Lage abhängig: So freuen sich die Skigebiete (ab 600 m) in manchen Jahren über insgesamt 70 Tage mit geschlossener Schneedecke.

Als besonders günstig werten Mediziner die bioklimatischen Bedingungen der Eifel, da starke Hitze und Luftschwüle im Sommer nur selten auftreten. Als Reinluftgebiet mit sehr geringer luftchemischer Belastung zeichnet sich die Eifel darüber hinaus durch ein ausgesprochenes Reizklima aus. Für Besucher aus den rheinischen Großstädten heißt es in jedem Fall: "tief durchatmen".

Eifelnebel

Zwischen Spätherbst und Frühjahr steigen in manchen kalten Nächten Nebelschwaden aus den Tälern der Olef und der Urft rund um den Wackerberg auf. Während die Bewohner von Kall, Schleiden und Gemünd morgens dann einige Stunden "im Nebel stehen", bieten sich auf 500 m Höhe rund um Haus Wackerberg spektakuläre Fotomotive. Tatsächlich eröffnet die Lage ca. 30 Höhenmeter vom Kamm des Wackerbergs entfernt und mehr als 100 Meter über den umliegenden Tälern ein vorteilhaftes Mikroklima:
An warmen Sommertagen ist es ein, zwar Grad kühler als im Tal (klar, der Höhenunterschied), in der kälteren Jahreszeit aber manchmal ein paar Grad milder. Unlogisch? Keineswegs - die kalte Luft setzt sich abends im Tal ab, Meteorologen sprechen von Inversionswetterlagen. Wenn rund um die Flüsse/Bäche Urft und Olef schon Nachtfröste gemessen werden, können die Temperaturen am Haus Wackerberg noch im positiven Bereich liegen. Das bedeutet weniger Nebel und mehr Sonnenstunden, von denen wiederum die Weintrauben an der Nordseite (!) des Hauses profitieren.

Dem ehemaligen Regierungspräsidenten Antwerpes, der Weinreben an seinem Verwaltungssitz in der Kölner Innenstadt pflanzte, die Beeren kelterte und die Weinflaschen dann für einen guten Zweck versteigerte, können wir bisher (noch) nicht nacheifern.

Klima
Wetterinfos:

Videos & Filme über die Eifel

(1) Waldquartier Wackerberg

Intro-Video
Die Eifel - unendliche Weiten
Ein Ferientag auf dem Wackerberg
Ein Ferientag auf dem Wackerberg
Rückepferde
Holzrücken mit Pferden

(2) Die Eifel: Entstehung · Geschichte · Gegenwart

Quarks & Co
Quarks & Co
Eifelzeit
Eifelzeit
Eifel-Vulkan
Eifel-Vulkan
Kulturlandschaften
Kulturlandschaften
Eisenbahn-Romantik
Wie die Eisenbahn in die Eifel kam

(3) WDR-Dokumentation: Geheimnisvolle Orte

Burg Vogelsang
"Ordensburg" Vogelsang
Regierungsbunker
Regierungsbunker im Ahrtal
Nürburgring
Geheimnis Nürburgring

(4) Wald · Wildnis · Wasser · Wandern

Wildnis im Nationalpark
Wildnis im Nationalpark
Wildkatzen in der Eifel
Wildkatzen in der Eifel
Die Eifler Seenplatte
Feuchtgebiete: Die Seenplatte
Der Eifelsteig
Wanderlust - der Eifelsteig
Der Eifelsteig
Von Gemünd nach Steinfeld
Wildnis-Trail
WDR-Reisetest: Wildnis-Trail
Eseltrekking
Esel-Trecking in Nettersheim
Trüffelhunde
Trüffelhunde im Eifelwald

(5) Erlebnisregion Eifel

24 Stunden-Rennen
24 Stunden-Rennen
Kartbahn
Kartbahnfahren (Nürburgring)
Motorradregion Eifel
Motorradregion Eifel
Eifeltrecker
Eifel-Trecker bei Monschau
Dampflokfahrt
Dampflokfahrt Oleftalbahn
Railbike"
Mit dem Railbike im Hohen Venn
Railbike"
Flugshow mit Greifvögeln
Gyrocopter
Gyrocopter Rundflug
Rhein-Ahr-Eifel-Rundflug
Rhein-Ahr-Eifel-Rundflug
Überlebenstraining in der Eifel
Überlebenstraining in der Eifel
Sternenpark
Sternenreservat am Nationalpark
Burg Satzvey - Adelsdynastien
Burg Satzvey - Adelsdynastien
Ritterspiele
Ritterspiele
(TV Total)
Country Homes
"Country Homes" auf Schloss Eicks

(6) Eifel-Tatorte: "Mord mit Aussicht"

Caroline Peters
Interview mit Caroline Peters
Leiche im Anhänger
Leiche im Anhänger
Lolita Brieger
Tod in der Eifel - Lolita Brieger
VermissT:
Rätselhafter Tod der Tanja Gräff

(7) interessante Youtube-Kanäle

Rhein-Eifel-TV
Nationalpark Eifel
Biostationen
Eifelfarm

eBooks · Broschüren · Karten zum kostenlosen Download

Nordeifel Höhepunkte
Wander- und Spaziertouren
Wandern auf dem Wildnis-Trail
Natur erfahren
GPS-Wandern
Wanderbus
Rurtal Schlemmertouren
Erlebnisraum Römerstraße
Römerkanal Wanderweg
Die ArchaeoRegion Nordeifel
Sternenpark
Veranstaltungen
Nationalpark Eifel
Eifel-Expeditionen
Eifel zu Pferd
Radmagazin
14 Radtouren
Wackerberg Guide

 

Bücher


Amazon
Reisetipps, Bildbände
Buecher.de
Romane, Novellen
Thalia
Eifelkrimis
Eifelverein
Jahrbücher, Karten

 

Presse · Radio · Web


Diese Zeitungen berichten aus der Eifel:
Kölner Stadtanzeiger
Kölnische Rundschau
Aachener Nachrichten
Tierischer Volkfreund
Eifel-Zeitung
Wochenspiegel
 Filmstreifen