E es sind zwei Jungs aus Herzogenaurach, die in der Waschküche ihrer Mutter angefangen haben, ein kleines Unternehmen zu gründen und zu Deutschlands ambitioniertesten Schuhfabrikanten aufsteigen.
Der Zuschauer weiß natürlich, was aus beiden Marken geworden ist. Aber wie die Geschichte begonnen hat und wie klein das alles anfing, das ist für den Zuschauer spannend - eine Brüdergeschichte, mit der sich jeder identifizieren kann.

Duell der Brüder

Anfang der 1920er Jahre bauen die Brüder Adolf (Ken Duken) und Rudolf Dassler (Torben Liebrecht) gemeinsam eine kleine Schuhmanufaktur auf.
Tüftler Adi und Geschäftsmann Rudi ergänzen sich perfekt und sorgen vor allem mit ihren Sportschuhen schnell für Aufsehen. 1936 holt der US-Leichtathlet Jesse Owens – sehr zum Missfallen der Nazis – in Dassler-Schuhen gleich mehrere Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen.
Zwischenzeitlich müssen sie ihre Schuhproduktion einstellen, aber nach dem Zweiten Weltkrieg rollt diese wieder an. Doch mittlerweile kommt es zu immer mehr Streitigkeiten, die die Brüder schließlich komplett entzweien.
Adi gründet schließlich 1949 Adidas, nachdem sein Bruder Rudolf bereits 1948 die Firma Puma errichtet hat. Aus den Mitstreitern werden erbitterte Konkurrenten…

Dreharbeiten

Das Rathaus ist kein Fachwerk, sondern ein Backsteinbau, ganz Herzogenaurach wurde filmisch nach Bad Münstereifel verlegt, der junge Adi macht seine Waldläufe nicht im Dohnwald, sondern in sanft hügeliger Eifellandschaft.
Aufgrund der historischen Bausubstanz eignete sich das Mittelalter-Städtchen hervorragend, erklärt RTL.
Adis Waschküchen-Werkstatt und die Schuhfabrik Gebrüder Dassler wurde in einer denkmalgeschützten ehemaligen Feilenfabrik in Wermelskirchen verblüffend stilecht nachgebaut.
Das legendäre Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 wurde in der Solinger Jahnkampfbahn nachgestellt, für die Innen-Aufnahmen musste das Filmset aber nach Berlin ausweichen.

Filmkritik

• Sehr cooler Film! Ungewöhnlich gut für einen deutschen Film, sehr sehenswert und nicht nur für Sportfans gemacht!
Mr. F.

• Der Druck, der durch die Masse hochwertiger TV-Formate aus aller Welt qualitativ ebenbürtige Antworten erfordert, hat hier tatsächlich zu einem guten Film geführt.
Einheimische Filmemacher können es eben manchmal doch, wenn man sie machen lässt.

Michael S.

• Leider versetzt „Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“ die an sich hochinteressante wie spannende Geschichte mit allerlei fiktionalem Füllmaterial. Dazu gelingt es dem Film nie so wirklich seine Figuren ausreichend genug zu charakterisieren.
Sebastian Groß

• «Duell der Brüder» ist ein qualitativ stimmiger wenn auch in großen Teilen fiktiver Beitrag zur Aufarbeitung deutscher Geschichte, taugt als Familiendrama wie als zeitgenössisches Portrait und unterhält durchweg ohne dabei jedoch Anlass zur Extase zu bieten.
Björn Sülter, Quotenmeter

Bewertung:   6,9/10  IMDb


*** Bad Münstereifel ***

Kneippheilbad mit mittelalterlichem Ambiente, lebte jahrzehntelang gut von Tagestouristen aus dem Rheinland, vor allem aber von den Kurgästen, die von den Krankenkassen zuverlässig und in steigender Anzahl für Reha-Maßnahmen überwiesen wurden.
Nach diversen Gesundheitsreformen und den damit verbundenen Sparmaßnahmen hatte die Stadt seit den achtziger Jahren mit einem starken Rückgang des Kurbetriebs zu kämpfen. Den konnten auch die Busladungen meist weiblicher Heino-Fans nicht wettmachen, die im Café des bekanntesten Einwohners der Kurstadt mit Haselnusstorte abgefüllt wurden.

Bad Münstereifel

Es wurde also Zeit, ein neues Geschäftsmodell zu erfinden, und die ortsansässigen Geschäftsleute haben es geschafft: Auf ihre Initiative hin entstand seit August 2014 in Bad Münstereifel Deutschlands erstes »City Outlet Center«.
Viele kleine Läden in den historischen Gebäuden bieten nun hochwertige und stark im Preis reduzierte Modeartikel und Accessoires an. Und dieses ungewöhnliche Einkaufserlebnis in romantischer Kulisse zieht jährlich 1 Million Shopping-Touristen an.

Auch ohne Shopping-Erlebnis zog es bereits in der Frühzeit die Menschen auf den in der Nähe gelegenen Michelsberg, der zweithöchsten Erhebung des Ahrgebirges. Zahlreiche Funde belegen, dass bereits in der Mittelsteinzeit (9.600 bis 4.500 v. Chr.) Menschen als Jäger und Sammler in dieser Gegend lebten. Die prähistorischen Artefakte befinden sich im Hürten-Museum in Bad Münstereifel.

Ein paar Kilometer weiter auf dem Effelsberg steht das am 12. Mai 1971 eingeweihte Radioteleskop, eines der beiden größten vollbeweglichen Radioteleskope der Erde, das auch besichtigt werden kann.

Bewertung:   4,2/5  Tripadvisor