D er Bankräuber, den die österreichische Kultband "Erste Allgemeine Verunsicherung" (EAV) besingt, ist wirklich nicht zu beneiden:
Niemand nimmt ihn ernst, und zu guter Letzt zahlt er an der Kasse eigenes Geld ein, anstatt sie auszurauben und mit der Beute abzuhauen.

Seine Kollegen in der Eifel haben sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht ganz so dumm und - im Ansatz - auch erfolgreicher angestellt.
Obwohl: Ein sorgenfreies und komfortables Leben in Freiheit konnte auf Dauer kaum ein Bankräuber genießen.

In den letzten Jahren zeichnet sich zudem ein radikaler Wechsel des "modus operandi" ab. Da wären großzügige Umschulungsangebote angebracht, aber die Agentur für Arbeit zeigt der Branche bislang die kalte Schulter.

Den Bankräuber à la Bonnie & Clyde sieht man immer seltener bei der Arbeit: Aug' in Aug' mit dem Kassierer, mit gezogener Knarre und Wollmaske im Gesicht.
Überzogene Sicherheitsvorkehrungen wie Überwachungskameras und Zeitschlösser für die Bargeldbestände haben das Berufsbild grundlegend verändert. Kenner der Branche sehen jetzt überwiegend verzweifelte Einzeltäter, oft aus einer spontanen (finanziellen) Notlage heraus, schlecht vorbereitet und ohne die notwendige Qualifikation und Erfahrung.
Entsprechend gering sind die Erfolgsaussichten - die Polizei freut sich über eine Aufklärungsquote von über 90%.

Diversität im Handwerk

Die Ausländerquote ist in den vergangenen Jahren - gerade in Hinblick auf Bewerber aus Nordafrika - steil angestiegen, deutsche Jobsuchende finden in der Branche kaum noch attraktive Stellenangebote.
Beinahe hoffnungslos sieht es dagegen bei der Frauenquote aus, sie ist praktisch nicht messbar. Gleichstellungsbeauftragte verschiedener Bundesländer sind besorgt und suchen in der Branche weiterhin nach Karriereanreizen für Frauen.
Vielleicht helfen historische Vorbilder aus den USA - Bonnie und Clyde, Ma Baker?

Die Panzerknacker aus Marokko

Ein paar Jahre nach der Jahrtausendwende haben sich in den Niederlanden, vor allem im Großraum Utrecht und Amsterdam, Banden gebildet, die mit nächtlichen Überfällen auf Geldautomaten reiche Beute machen, vorzugsweise in der Eifel. Zeitweise werden die Automaten im Wochenrhythmus geknackt.
Es handelt sich dabei um Mitglieder krimineller arabischer Familienclans. Pardon, politisch korrekt müsste es wohl heißen "Niederländer:innen mit marokkanischem Migrations­hintergrund".

Im Rahmen einer erfolgreichen Integration legen sie Wert darauf, finanziell auf eigenen Füßen zu stehen, und befördern gleichzeitig - in den Niederlanden gibt es viel weniger Geldautomaten als in Deutschland - den grenzüberschreitenden Bargeldverkehr in der EU.
Wirtschaftswissenschaftler kritisieren allerdings bei diesem Geschäftsmodell, dass die Wertschöpfung letztlich zu 100% in den Niederlanden stattfindet, die Kollateralschäden aber in Deutschland auftreten. Sie schlagen vor, in bilateralen Gesprächen auf Ministerebene zu einem fairen Ausgleich zu finden.
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Banküberfälle in der Eifel - die klassische Variante:

Kall GoogleMaps 1982
Das Geld liegt im Grab

In Koblenz wird eine Sparkassenfiliale überfallen, und alles geht schief - trotz professioneller Vorbereitung: Der Haupttäter, Gerhard Benoit, ist schließlich ein ehemaliger Polizeibeamter, der weiß, wie der Hase läuft.
Es kommt zur Geiselnahme, ein herbeigerufener Seelsorger kneift, er hat Muffensausen. Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, schießt Benoit einem jungen Bankangestellten in die Kniekehle, und der stirbt 10 Tage später an Thrombose und Lungen-Embolie.

Vier Stunden nach Beginn des Überfalls steht das Geld (1,2 Millionen Mark) und der präparierte Fluchtwagen bereit. Die Gangster steigen mehrfach in andere Autos um und kapern einen Streifenwagen. Darin hören sie den Polizeifunk mit und tricksen Hubschrauber im Nebel aus.
Benoit sucht für seine Beute ein unauffälliges "Zwischenlager", und seine Kaller Freundin erinnert sich an das Grab ihres ersten Mannes: Zu irgendetwas wird er ja noch nützlich sein! So werden 850.000.- Mark in Plastiktüten verpackt tief unter der Erde auf dem Kaller Friedhof vergraben. Wikipedia
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Sprangdahlem GoogleMaps 1985
Bankräuber - Bandleader - Billardplayer

Manche Karrieren nehmen unerwartete Wendungen. Da wäre zum Beispiel Rolf Weber, geboren 1965 in Speicher (Südeifel). In Sprangdahlem will er 1985 das ganz große Geld machen, und das gelingt ihm auch, aber nicht ganz gesetzeskonform:
Er betritt eine Bank, unmaskiert und ohne scharfe Waffe, erklärt dem Kassierer aber sehr nachdrücklich, was er von ihm erwartet - das Geld. Nach dem Überfall setzt er sich in ein Taxi und lässt sich nach Spanien chauffieren, das Trinkgeld soll mehr als angemessen gewesen sein.

Natürlich wird er irgendwann gefasst und muss in den Knast. Diese Auszeit nutzt er dann konstruktiv und schreibt Songtexte. Nach seiner Entlassung gründet er eine Band („Der Gelähmte und die kranken Schwestern“), die sechs Jahre lang die Eifel rockt. Die etwas unkonventionellen Titel wie „Sex At The Floor“ oder „Mein Standlicht brennt“ begeistern bis zu 10.000 Menschen.

Dann kommt Rolf Weber zum zweiten Mal mit dem Gesetz in Konflikt: Wegen Drogendelikten und weil er einen Picasso verkaufte, der keiner war, wird er erneut verurteilt. Rolf flieht vor dem Gefängnis nach Mittelamerika und lässt seine Band im Stich. Die Jungs bleiben auf den Kosten sitzen und sind stinksauer.

Nach 14 Jahren kehrt Rolf Weber in die Eifel zurück und fragt sich: Soll das alles gewesen sein? Bankräuber und Bandleader, da muss doch noch etwas kommen.
Der Mann mit den vielen Talenten wird Rheinland-Pfalz-Meister im Karambolage-Billard. Der SWR hat inzwischen eine Dokumentation über sein Leben gedreht.. Wikipedia
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Rolf Weber
Ein schwerer Junge kehrt zurück: Rolf Weber ist ein echtes Multitalent, Ex-Bankräuber, Band-Leader und inzwischen amtierender Rheinland-Pfalz-Meister im Karambolage-Billard.

Blankenheim GoogleMaps 2002
Wo bleibt die Polizei?

Mit Perücke und Sonnenbrille maskiert, mit Gaspistole, fünf Messern, einem Teleskopschlagstock und einem abgebrochenen Flaschenhals bewaffnet, betrat ein Obdachloser - und ehemaliger Fremdenlegionär - die VR-Bank Nordeifel in Blankenheim und forderte Geld.
Dann die überraschende Wende: Als die Mitarbeiter ihm 52 Euro in Münzgeld vorlegten, forderte er diese zu ihrer großen Überraschung auf, die Polizei zu rufen. Ruhig und kooperativ, wie ein Polizist beschrieb, ließ er sich festnehmen.

Ein halbes Jahr später, im Mai 2003, stand der Mann als Angeklagter vor dem Landgericht Aachen. Noch bis zur letzten Sekunde habe er geschwankt, ob er den Plan nicht fallenlassen solle, erklärte er vor Gericht.
Trotz der erkennbaren Reue, seiner Kooperation und Offenheit wurde der Beschuldigte immerhin zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Vielleicht nutzt er die Zeit zur Weiterbildung - ursprünglich wollte er Personenschützer werden.  Wikipedia


Schönecken GoogleMaps 2003
Rumänen in der Eifel

Die Mühlen der Justiz mahlen zuweilen langsam: So wurde erst 2010 ein damals 44-jähriger Rumäne, der 2003 die Sparkasse in Schönecken überfallen hatte, vom Landgericht Trier wegen räuberischer Erpressung und Raubes zu insgesamt acht Jahren Haft verurteilt.
Sie sorgten Mitte der 90er Jahre für Angst: Die sogenannten Rumänenbanden überfielen auch in der Region Banken oder verschafften sich mit brachialer Gewalt Zutritt zu Postfilialen. Bevorzugtes Gebiet der organisierten Banden war die Eifel. Nachdem es der Polizei gelungen war, die Banden zu zerschlagen, war es ruhig geworden. Als sich zwischen 2002 und 2003 erneut Banküberfälle in der Eifel häuften, bestand zunächst der Verdacht, die brutalen Banden seien zurückkehrt. Zwar stammten einige der Täter tatsächlich aus Rumänien, hatten aber nichts mit den früheren Banden zu tun.  Wikipedia


Zemmer GoogleMaps 2008
Wo ist die Beute?

Ein ehemaliger britischer Berufssoldat ist mit der Höhe seines Solds nicht mehr einverstanden und wird zum Serienbankräuber. Das Risiko, verletzt oder getötet zu werden, ist ähnlich, Gratifikationen und Boni fallen aber erheblich großzügiger aus.

Auch die schönste Serie geht einmal zu Ende: Der letzte von acht Überfällen zwischen 2004 und 2008 auf eine Filiale der Sparkasse Trier im kleinen Eifelort Zemmer wird dem Mann, Vater dreier Kinder, zum Verhängnis. Nach einer filmreifen Verfolgungsjagd wird er von der Polizei festgenommen, seine Beute - insgesamt über eine halbe Million Euro - wird nie gefunden.

Auf die Früchte seiner Arbeit wird der Täter, der stets stets maskiert und bewaffnet auftrat, lange warten müssen: Das Landgericht Trier verurteilte ihn im Dezember 2009 zu 14 Jahren Haft. Zwar hatte er keine der Taten (bis auf den letzten Überfall, bei dem er geschnappt worden war) gestanden. An fast allen Tatorten waren aber seine genetischen Fingerabdrücke sichergestellt worden. Außerdem liefen alle Überfalle nach demselben Muster ab.  Wikipedia


Nettersheim GoogleMaps 2010
Said B. räumt ab

Er war einer der meistgesuchten Verbrecher Europas: Said B., Belgier mit - na Sie wissen schon - marokkanischem Migrationshintergrund. Als er 2015 in Düsseldorf vor Gericht zu knapp 15 Jahre Haft verurteilt wird, hat der Serientäter 24 bewaffnete Überfälle im Rheinland und in der Eifel gestanden, auf Banken, Baumärkte und Supermärkte.
2009 besuchte er zweimal REWE-Märkte in der Eifel, in Blankenheim, wo er nur Münzgeld erbeutete, und in Hillesheim, wo es richtig schepperte (31.740 Euro).

Seinen zweithöchsten Einzelumsatz (94.000 Euro) verbuchte Said B. am 17. November 2010, als er gemeinsam mit seinen Landsleuten die VR-Bank in Nettersheim überfiel.
Seine Komplizen wurden danach relativ schnell gefasst und verurteilt (2011), der Bandenchef selbst tauchte zunächst ab und wurde mit internationalem Haftbefehl und mit Hilfe von „XY … ungelöst“ gesucht.
Nach einer Schießerei mit deutschen Zivilfahndern und belgischen Polizisten (s.u.) klickten die Handschellen für ihn schließlich im April 2013.  Wikipedia


Euskirchen GoogleMaps 2010
Die Kalaschnikow-Bande schlägt zu

Für abgebrühte Gangster sind Geldtransporter nichts anderes als Bankfilialen auf Rädern. Ort, Zeit und Ablauf müssen noch präziser geplant werden. Die Wachleute sind normalerweise kein Problem: Sie werden instruiert, es nicht auf eine Schießerei ankommen zu lassen, denn die Ware ist versichert, aber neues Fachpersonal schwer zu bekommen.

Die Kreisstadt Euskirchen erlebte Ende Juni 2010 den spektakulärsten Raubüberfall ihrer Geschichte, als mehrere mit Kalaschnikow-Maschinenpistolen und einer Panzerfaust bewaffnete Männer gegen 23 Uhr auf der Rückseite des Kaufhofs der Besatzung eines Geldtransporters auflauerten und 250.000 Euro in drei Geldbehältern erbeuteten.
Die Täter arbeiteten nebenberuflich nach Feierabend - man will ja nicht seine gesetzliche Sozialversicherung aufgeben - und schafften es schließlich sogar bis ins Fernsehen ("Aktenzeichen XY"). In wechselnder Zusammensetzung hat die Bande im Verlauf mehrerer Jahre 15 Geldtransporter überfallen, Wachleute verletzt und mindestens fünf Millionen Euro Beute gemacht - offenbar ein einträgliches Geschäftsmodell.

Zum "Happy End" - dem verdienten Ruhestand in der Karibik - brachten es die Gangster aber auch in diesem Fall nicht, sondern wieder einmal nur zu gesiebter Luft. Knapp neun Jahre später, im März 2019, verurteilte das Schwurgericht Hagen die sieben Bandenmitgliedern zu langjährigen Haftstrafen, einige unter ihnen mit anschließender Sicherungsverwahrung.  Wikipedia


Bleialf/St. Vith GoogleMaps 2013
Wildwest an der Grenze

Auch Zivilfahnder leben gefährlich: Bei der verdeckten Polizeiaktion im April 2013 werden drei Männer beobachtet, die für eine Reihe von Banküberfällen in der Eifel verantwortlich sind, zuletzt für den Bankraub in Rescheid. In Bleialf soll ihr Wagen von einer Zivilstreife kontrolliert werden, weil er mit einem gestohlenen Kennzeichen unterwegs ist. Die Insassen eröffnen sofort das Feuer auf die Beamten und flüchten über die Grenze nach Belgien, wo sie ihre Verfolger erneut beschießen.
Im Zuge einer grenzüberschreitenden Fahndung können die Tatverdächtigen gegen Mittag in einem Waldstück aufgegriffen werden. Sie waren mit gefälschten bulgarischen Pässen unterwegs - keine Deutschen oder Belgier, sondern Marokkaner aus denselben kriminellen Clans, die später auch als Täter bei Sprengungen von Geldautomaten hervortraten.

Besonders erleichtert war man über die Festnahme in Neuss:
Einer der drei, ein 39jähriger Marokkaner, gilt als Kopf einer Einbrecherbande, die die Neusser Kreispolizei in den Jahren Jahren 2010 und 2011 stark beschäftigt hatte. Damals bildeten die Beamten der Kriminalpolizei eigens die die Ermittlungsgruppe "Pfeffer", die schließlich auch die meisten Täter der Gruppe stellen konnte.
Die Bande hatte 2010 und 2011 zahlreiche Überfälle auf Banken und Supermärkte verübt. Ihre Opfer hatten die Täter am Ende der Überfälle mit Pfefferspray eingesprüht — daher auch der Name der Ermittlungsgruppe.
Im Herbst 2011 wurde fünf Tatverdächtigen der Prozess gemacht, eine Million Euro soll die Gesamtbeute betragen haben. Die Diebe wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.  Wikipedia


Rescheid GoogleMaps 2013
Mal eben die Geldkarte aufladen

Zwei bewaffnete und maskierte Räuber haben am 12. Februar 2013, dem Karnevalsdienstag, die Rescheider Filiale der VR-Bank Nordeifel überfallen. Da der Tresor mit einem Zeitschaltsystem gesichert war, ließen sie sich eine Geldkarte über 2.500 Euro aufladen und hoben damit das Geld ab. Als sie die Bank verließen, trat ein Kunde ein, den sie mit der Schusswaffe niederschlugen.
Drei Jahre später, im Mai 2018, werden die Beiden vom Landgericht Aachen zu langen Haftstrafen verurteilt. Insgesamt vier Überfälle auf Banken wurden ihnen zur Last gelegt: neben dem in Rescheid auch in Konzen, Höfen und Kalterherberg. Insgesamt wurden dabei über 320 000 Euro erbeutet. Die beiden Angeklagten, die gemeinsam in einer Wohnung in Anderlecht lebten, waren bei einer Verkehrskontrolle angehalten worden. Die Polizei fand in dem Auto und später in der gemeinsamen Wohnung unter anderem Sturmhauben und Handschuhe.  Wikipedia


Ahrbrück GoogleMaps 2013
Aktenzeichen XY soll helfen

Mehr als eineinhalb Jahre nach einem Banküberfall in Ahrbrück (Kreis Ahrweiler) setzt die Polizei auf der Suche nach dem Täter auf die ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY».
Der Fall vom Januar 2013 wird in der Sendung vom August 2014 thematisiert. Damals hatte ein mit einer Sturmhaube maskierter Mann in einer Bank fünf Angestellte mit einem Revolver bedroht. Anschließend flüchtete er mit einem geringen Geldbetrag in der Tasche mit einem Auto.  Wikipedia


Irrel GoogleMaps 2013
Keine Angst vor der Bombe

Bankangestellte und Kunden einschüchtern, das weiß jeder Bankräuber, ist Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf der Operation und den schnellen Zugriff aufs Geld. Zum Abschluss sollte man die Anwesenden wirksam von einer Verfolgung und der Alarmierung der Polizei abhalten.
So ähnlich hatte sich das auch ein bewaffneter und maskierter Mann vorgestellt, der im Mai 2013 in Irrel, unweit der Grenze zu Luxemburg, die örtliche Raiffeisenbank ausraubte.

Nachdem eine Mitarbeiterin wunschgemäß einen größeren Geldbetrag ausgehändigt hatte, fuhr der Täter umweltbewusst mit einem Fahrrad davon und legt - als letzten Gruß - noch ein Päckchen ab. „Die Bombe“ werde er fernzünden, wenn man voreilig die Polizei verständige.
Besonders überzeugend war der Mann offensichtlich nicht aufgetreten - die Bombe erwies sich erwartungsgemäß als Attrappe. Schlimmer noch: Ein Bankangestellter nahm unverzüglich die Verfolgung auf entriss dem Flüchtenden den mitgeführten Rucksack, in dem sich die Beute befand.
Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung ein - auch per Hubschrauber - und stelle Fluchtfahrzeug, das Fahrrad, und Kleidungsstücke sicher.  Wikipedia


Höfen GoogleMaps 2014
Schüsse auf der Flucht

Der Täter war gut vorbereitet: Die Sparkassen-Filiale in Höfen bei Monschau hatte er eine Zeit lang beobachtet, das Motorrad startbereit in der Nähe abgestellt. An diesem Vormittag befanden sich nur wenige Kunden in der Filiale, darunter ein älteres Ehepaar und eine Frau mit zwei Kindern. Mit Widerstand musste er also nicht rechnen.

Nach wenigen Minuten schnell raus aus dem Gebäude, aufs Motorrad und ab über die nahe Grenze nach Belgien.
Aber die Polizei dachte mit: Sie hatte die Fahndung nach dem Täter umgehend eingeleitet und auch auf das benachbarte Ausland ausgedehnt.
Mit so einer Gemeinheit muss man als Bankräuber natürlich nicht rechnen...

In der Annahme, die Polizei abgeschüttelt zu haben, hatte der Mann nahe Barchon in Belgien an einer Autobahn-Raststätte der E40 gehalten, um ein paar Einkäufe zu erledigen.
Eine verthängnisvolle Fehleinschätzung - als er das Gebäude verließ, bemerkte er die Polizisten, die sich ihm näherten und schoss sofort. Die Beamten erwiderten das Feuer und trafen den Mann am Kopf.
Der Täter wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum von Lüttich transportiert. Ein verletzter Polizist, der genau unterhalb seiner schusssicheren Weste getroffen war, wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.  Wikipedia


Roetgen GoogleMaps 2015
Diesmal trifft es die Sparkasse

Am 18. Mai 2015 betreten zwei maskierte Männer in Roetgen die Sparkassenfiliale. Kunden und Angestellte werden mit Pistolen bedroht und müssen sich auf den Boden legen. Dann zwingen die Täter einen Angestellten, ihnen den Tresor zu öffnen. Mit einem sechsstelligen Betrag fliehen sie.  Wikipedia


Kelberg GoogleMaps 2016
Ein Deal vor Gericht

Mit einem Spielzeugrevolver und mit schwarzer Perücke betrat er am 25. Juli 2016 die Filiale der Volksbank in Kelberg. Am Ende war er mit einem vierstelligen Bargeldbetrag, darunter auch englische Pfund und US-Dollar, mit einem Fahrrad geflüchtet.
Ein paar Monate später klickten die Handschellen. Der Täter war kooperativ, gab alles zu und kam am Landgericht Trier mit einer Gesamtstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten davon.
Dabei inklusive: Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Drogenbesitz, betrügerischer Bezug von Hartz-IV-Leistungen.  Wikipedia


Oberkail/Boos GoogleMaps 2017
Die Ruhrpott-Connection

Mehr als drei Jahre nach zwei Raubüberfällen auf Filialen der Kreissparkasse in der Eifel haben Ermittler im Mai 2020 die Identität aller drei Täter geklärt. Die Männer zwischen 27 und 31 Jahren stammen aus dem Großraum Essen.
Zwei von ihnen haben im Februar 2017 Banken in Oberkail und in Boos mit Schusswaffen überfallen. Der dritte Tatverdächtige hatte mit einem Fluchtfahrzeug auf seine Komplizen gewartet. Bei dem Überfall in Boos wurde eine zufällig anwesende Bankkundin verletzt. Die Täter erbeuteten damals insgesamt einen sechsstelligen Betrag und flohen zunächst unerkannt.

Ein DNA-Abgleich einer Spur in Oberkail führte die Polizei später zu einem der Tatverdächtigen. Ermittlungen in seinem Umfeld brachten die Spur zu den anderen Verdächtigen. Die beiden Haupttäter wurden bereits einige Wochen nach den Banküberfällen inhaftiert. Ein Gericht hatte sie wegen eines versuchten Tötungsdelikts in Nordrhein-Westfalen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.  Wikipedia


Bad Münstereifel GoogleMaps 2022
Den Sprengstoff vergessen?

In der Nacht zum 13. Mai 2022 haben Unbekannte den Geldautomaten der Volksbank Euskirchen im Gewerbe- und Dienstleistungszentrum (GDZ) an der Kölner Straße in Bad Münstereifel aufgebrochen und Bargeld erbeutet. Über die Summe wollen weder Polizei noch Bank etwas sagen.
Die Täter sind über das Dach einer benachbarten Bäckerei in den Selbstbedienungsraum der Bank eingedrungen. Dort beweisen sie unerwartete Rücksichtnahme:
Statt den Geldautomaten wie üblich zu sprengen, knacken sie ihn auf die konventionelle Art. Diese Abweichung im Einsatzplan könnte Menschenleben gerettet haben, denn direkt über dem SB-Raum befindet sich das Haus Johanna, eine Senioreneinrichtung.
Wer weiß - vielleicht bringt das vor Gericht "mildernde Umstände"?  Wikipedia