W ie weit würdest Du für die Liebe gehen? Der junge Amerikaner Casey (Nicholas Hoult) riskiert alles, als er erfährt, dass seine Freundin Juliette (Felicity Jones) für eine lebensnotwendige Operation eine große Summe Geld benötigt: Er lässt sich auf einen vermeintlich lukrativen Job für den durchgeknallten Dealer Geran (Ben Kingsley) ein und gerät zwischen die Fronten eines Schmugglerkrieges, den dieser mit dem schwerreichen Geschäftsmann und Drogenboss Hagen Kahl (Anthony Hopkins) austrägt.

Mit fünf Millionen Euro Drogengeld sieht er sich plötzlich auf der Flucht vor zahlreichen Verfolgern, die Autobahn wird zum Austragungsort einer atemlosen PS-Jagd. Immer wieder gelingt es Casey zu entkommen, bis Hagen Kahl herausfindet, wie er ihn definitiv zur Umkehr zwingen kann. Ein explosiver Countdown beginnt…

Unter keinem guten Stern

Die Dreharbeiten zum ersten Hollywood-Action-Streifen, der komplett im Rheinland und in der Eifel aufgenommen wurde, begannen am 5. Mai 2014 und dauerten knapp drei Monate. Allein die in Monschau gefilmte Verfolgungsjagd hielt die Produktionscrew - und die Anwohner - neun Tage in Atem.
„Wir haben Monschau so zerlegt wie eine Party, bei der die Eltern nicht da sind“, kommentierte später einer der Nebendarsteller seine Erlebnisse am Set.

Collide

Mit Anthony Hopkins und Ben Kingsley waren gleich zwei Oscar-Preisträger als Film-Bösewichte engagiert. Für zwei weitere Hauptdarsteller von Collide wechselte die Besetzung:
Nicholas Hoult übernahm den Part des Casey, nachdem der gecastete Zac Efron wieder absprang. Felicity Jones wurde engagiert, als Amber Heard das Projekt verließ.

Der Film sollte ursprünglich am 30. Oktober 2015 von Relativity Media veröffentlicht werden. Das Unternehmen musste jedoch Insolvenz beantragen, und die Produzenten durften einen neuen Vertrieb finden.
Im September 2015 kündigte Open Road Films an, den Film zu verleihen, der Kinostart erfolgte dann noch einmal ein Jahr später - passender Weise in einem Autokino ("Drive in" in Köln-Porz) am 1. August 2016, immerhin zusammen mit den Stars.

Geld allein macht nicht glücklich

und die Besetzung mit Hollywood-Stars macht aus einem B-Movie noch keinen Blockbuster. Da hilft auch eine Umbenennung wenig:
Eigentlich sollte der Film den Titel "Autobahn" tragen, dann entschied man sich für eine englische Alternative. Klar - in Monschau gibt´s ja auch keine Autobahn, aber genug Gelegenheiten für Kollisionen.

Knapp 30 Millionen US-Dollar hatte Regisseur Eran Creevy zur Verfügung. Damit kann man gut zwei Dutzend Tatort-Folgen drehen und sogar die doppelte Anzahl von Cobra 11-Episoden.
Die meisten Kritiker sind offenbar der Meinung, eine alternative Geldanlage sei sinnvoller gewesen:

Filmkritik

• Als kinetisches Spektakel und reines Unterhaltungskino ist Collide somit passabel; als Gesamtwerk mit seinen Gender- und Erzählstereotypen aber dennoch ein ziemliches Ärgernis.
Andreas Köhnemann, Kino-Zeit

• Visuell angesiedelt zwischen einer Episode von „Alarm für Cobra 11“ und dem letzten „Transporter“-Film, inhaltlich einer nicht zu leugnenden Willkür folgend und nicht zuletzt mit Figuren vollgestopft, die sich entweder als bewusste Karikatur oder als Hau-Drauf-Klischee einordnen lassen, ist „Collide“ mit Schwachstellen übersäht.
Antje Wessels

• "Collide" fühlt sich an wie eine überlange Folge von "Alarm für Cobra 11" die man mit einigen Hollywoodstars bereichert hat.
Eine konstruierte Crime-Geschichte und eine aufgesetzte Lovestory dienen lediglich als Vorwand, um diverse Autostunts zu inszenieren. Dabei hat das alles den spröden Charme einer deutschen TV-Produktion. Wie man Kingsley und Hopkins dazu bewegen konnte, in diesem Machwerk mitzuwirken, bleibt rätselhaft.

Lord-Masque

• Sehr kurzweiliger Action-Streifen, welcher in Köln und Umgebung gedreht wurde. Übersät mit Logikfehlern, dennoch sehr unterhaltsam und mit guten Crash-Szenen.
Gringo93

Bewertung:   5,7/10  IMDb


*** Monschau ***

ist mit seiner historischen Altstadt und der imposanten Hecken- und Vennlandschaft die Top-Destination für Belgier und Holländer in der Eifel. Beim Bummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und hinter den romantischen Fachwerkfassaden erwartet den Besucher ein vielfältiges Kunst-, Kultur- und Museenangebot. Die Stadt ist Mitglied im Arbeitskreis Historische Stadtkerne Nordrhein-Westfalens und darf sich seit 1996 Luftkurort nennen. In der näheren Umgebung sind zahlreiche Bunkerruinen und Panzersperren des ehemaligen Westwalles zu finden.

1198 wurde Monschau als Mons Ioci zum ersten Mal erwähnt, 1352 bekam die Siedlung Stadtrechte. Die Herzöge von Limburg hatten zu dieser Zeit die Monschauer Burg bereits ausgebaut. Am Ende des 16. Jahrhunderts begann die Ära der Monschauer Feintuchproduktion, die den Wohlstand der Stadt in den nächsten Jahrhunderten begründete. Davon zeugt heute u.a. das »Rote Haus«, das gleichzeitig Produktionsstätte und Wohnhaus der Textildynastie Scheiber war.

Touristen mit kulinarischen Präferenzen besuchen die historische Senfmühle, die Brauerei Felsenkeller und die Caffee-Rösterei Wilhelm Maassen, die nicht nur authentische Mitbringsel feilbieten, sondern auch einen Blick auf Produktion erlauben.

Panorama Monschau

1971 verpackte das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude die Haller-Ruine und Teile der Monschauer Burg. Das "CHRISTO projekt monSCHAU" stellt eine der ersten großen Open-Air-Verhüllungen der Künstler dar - und war bei den Einwohnern seinerzeit heftig umstritten!

Mit der WDR-Produktion »Die Stadt im Tal« startete im selben Jahr Monschaus Karriere als führender Filmschauplatz der Eifel.

Bewertung:   4,6/5  Tripadvisor