B eim alljährlichen Ritterspektakel wird Thomas Monck (Martin Armknecht), der Geschäftsführer der verantwortlichen Veranstaltungsfirma, mit einem Messer schwer verletzt. Unfall oder Mordanschlag? Staatsanwältin Saskia Henker (Rike Schmid) findet schnell heraus, dass sowohl Monck als auch das Mittelalterfest zahlreiche Feinde in Büdringhausen haben, wo die Serie laut Drehbuch spielt.
Gedreht werden die entsprechenden Szenen allerdings in der Eifel, auf der Wasserburg Satzvey bei Mechernich

Saskia Henker ist eine junge Staatsanwältin, dynamisch, hartnäckig, ehrgeizig und außerdem verantwortlich für ihre Oma Hedwig Holtkamp (Dorothea Walda), ein westfälisches Urgestein. Im fiktiven Büdringhausen, im Speckgürtel des Ruhrgebiets gelegen, trifft Saskia Henker auf Klaus Wagenführ (Martin Lindow). Der Richter ist alteingesessen, bestens im Ort vernetzt und er mischt sich in jede Ermittlung ein. Er kennt seine Büdringhausener und das nicht nur als Trainer der Frauen-Fußball­mannschaft. Die beiden müssen miteinander arbeiten.

Dreharbeiten

Beim Dreh auf Burg Satzvey wird ein Teil des Mittelaltermarktes nachgestellt. Außer den Schauspielern sind in Satzvey auch 85 Statisten am Set.
Warum man sich Satzvey als Drehort ausgesucht hat, erklärte Produzent Mario Krebs so: „Wir drehen 16 Folgen für die neue Serie, da können wir uns keine Kulisse bauen wie bei einer Fortsetzungsfolge mit 100 und mehr Teilen.“ Für den Dreh in Satzvey sprach außerdem die Tatsache, dass man bereits erfahren ist im Umgang mit Film- und Fernsehleuten.
Beim Messerangriff während der Ritterspiele stehen Richter, Anwalt und Polizist Peter Schulte (Golo Euler) in unmittelbarer Tatortnähe, bekommen aber nichts mit.
„Sie haben aber eine gute Entschuldigung, denn sie mussten sich auf ihre Rollen bei den Ritterspielen konzentrieren oder waren im Dienst“, verrät Krebs. Der Richter spielt einen mittelalterlichen Scharfrichter mit großen Beil und der Anwalt mimt den Rächer der Armen, Robin Hood.

Filmkritik

• Die Serie und ihre Protagonisten kommen schnell zur Sache, obwohl das Ambiente insgesamt eher gemütlich ist. Die originellsten Zwischentöne ergeben sich aus der Enge der Kleinstadt, dem Jeder-kennt-jeden-Prinzip – aber auch die eigensinnige Großmutter sorgt für Abwechslung. Routiniert geschrieben, flott inszeniert, überraschungsarm.
Rainer Tittelbach

• Mit einem ruhigen bis langsamen Erzähltempo, das auch das normale tägliche Leben einer Kleinstadt wiederspiegelt, und einen wirklich hervorragenden Score hat mich die Serie begeistert.
Zahlenakrobat67

• Schade, gibt nur eine Staffel. Witzige Dialoge, lustige Mimik, interessante Fälle in der Mehrzahl. Kann man empfehlen. Gute Schauspieler.
G. Ackermann

Bewertung:   7,0/10  IMDb


*** Burg Satzvey ***

Ganz auf das Geschäft mit dem Mittelalter setzte schon früh Franz Josef Graf Beissel von Gymnich, der gemeinsam mit seiner amerikanischen Frau Jeannette Anfang der 80er Jahre die ersten Ritterspiele auf Burg Satzvey veranstaltete, die als besterhaltene Wasserburg des Rheinlands gilt.

Dort finden inzwischen das ganze Jahr über - zumindest außerhalb von Corona-Zeiten - Ritterspiele, Burgfeste und Mittelaltermärkte statt, das eine oder andere Konzert ist auch dabei. Inzwischen wird das operative Geschäft von seiner Tochter im Rahmen der Patricia Gräfin Beissel GmbH geleitet.

Die Satzveyer Anlage aus dem 12. Jahrhundert stand ursprünglich auf zwei Inseln und war Sitz eines Geschlechts von Vey, das dort die umfangreichen kirchlichen Güter der - benannt nach dem durch das Gebiet fließenden Veybach) - als Vögte verwaltete.
Noch im 15. Jahrhundert wurde die Wehrhaftigkeit der Anlage erhöht. Das Torhaus mit den Doppeltürmen entstand, ein Zwinger wurde angelegt und die Vorburg stärker befestigt.
Von kriegerischen Zerstörungen blieb die Burg über Jahrhunderte weitestgehend verschont. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie jedoch schwer beschädigt und in den folgenden Jahrzehnten von ihren Eigentümern, Adeline Wolff Metternich zur Gracht und ihrem Ehemann Franz Josef Graf Beissel von Gymnich zu Frens, wieder in Stand gesetzt.

Bei der Eifelflut vom 14. Juli 2021 standen große Teile der Burg Satzvey unter Wasser, die Pferdeausrüstung wurde fast komplett zerstört, ein Teil der Ställe ist einsturzgefährdet und der Turnier / Reitplatz, der vor zwei Jahren erst komplett neu angelegt wurde, existiert einfach nicht mehr.
Mit Unterstützung vieler freiwilliger Helfer wurde der Wiederaufbau in Angriff genommen und so die Burgweihnacht 2021 gerettet.

Bewertung:   3,5/5  Tripadvisor

TV-Serie • Komödie

ARD  2011

TV-Trailer


Na, wie liegt der Fall?