D ie (Halb-)Vampirschwestern Dakaria und Silvania Tepes sind in einer deutschen Kleinstadt gut integriert, von ihrem ungewöhnlichen Migrationshintergrund ahnen die Nachbarn nichts.

Kurz vor dem ersten Geburtstag ihres Brüderchens Franz erfahren die beiden, dass dem Kleinen die Entführung durch Vampirkönigin Antanasia droht. Die sucht händeringend nach einem Nachfolger auf dem Thron, den sie getreu der Erziehungsregeln für Blutsauger auf seine späteren Aufgaben vorbereiten kann.

Obwohl Silvania und Daka alles unternehmen, um genau das zu verhindern, gelingt es Antanasia tatsächlich, Franz auf ihr Schloss nach Transsilvanien zu verschleppen. Kurzerhand nehmen die Schwestern die Verfolgung auf, im Schlepptau ihr Vampirjäger-Nachbar Dirk van Kombast.

Dreharbeiten

Darsteller und Filmteam sind ganz schön herumgekommen in Deutschland:
Die Basaltlavakeller in Mendig waren Schauplatz der Katakomben des “Schwarzen Schlosses”, in der ehemalige Anstaltkirche von Waldniel-Hostert ist die finstere Vampirkönigin Antanasia zu sehen. Weitere Drehorte sind Pulheim bei Köln, Hilden, Iserlohn sowie einige Orte in Bayern und in Südtirol.

Filmkritik

• Spannung, Herz und Humor – mit „Die Vampirschwestern 3 – Reise nach Transsilvanien“ kommt der bislang beste Teil der Reihe ins Kino.
Antje Wessels, filmstarts

• Die Actioneinlagen, die Streifzüge durch eine dunkle Höhle und das Vampirschloss sind ansprechend gestaltet und kommen ohne Übertreibungen und grelle Töne aus. Das gilt auch für den gut gelaunten, beschwingten Dialogwitz.
Wenn Silvania und Daka am Ende fröhlich in die Kamera winken, möchte man am liebsten zurückwinken, weil diese pfiffige, ideenreiche Kinderfilm-Trilogie Spaß gemacht hat.

Bianka Piringer, Kino-Zeit

• Anstatt die Geschichte der beiden Hauptfiguren in den Mittelpunkt zu stellen, setzt der Film vielmehr auf Erwachsene, die volltrottelig durch den Film hampeln und sich bei fast jedem ihrer Auftritte so richtig zum Affen machen, auf ein Schloss, das gruselig sein soll, aber nicht mehr als Kulisse ist und auf ein paar unterirdische Spezialeffekte.
KinderFilmWelt

Bewertung:   5,3/10  IMDb


Mendig:
Lava-Dome & Lavakeller

Es ging früher heiß her: Seit etwa 450.000 Jahren prägen Vulkanausbrüche die Landschaft, Ruhe ist hier erst in den letzten 10.000 Jahren eingetreten.
Wenn RTL (Katastrophenschocker »Vulkan«) - aber auch renommierte Geologen - Recht behalten, könnte sich das aber in absehbarer Zeit wieder ändern, was die knapp 10.000 Einwohner nicht besonders aufzuregen scheint. Immerhin boten die Hinterlassenschaften des Vulkanismus der Bevölkerung eine gute wirtschaftliche Grundlage: Archäologen haben für die vergangenen 7.000 Jahre den Abbau und die Verarbeitung der Basaltlava dokumentiert, vor allem als Mühlstein und für Werksteine.

Durstlöscher

Nach dem Niedergang der Mühlsteinindustrie wurden die Stollen und Gewölbe zu Gär- und Lagerkellern für zeitweise 28 Brauereien umfunktioniert.
Heute gibt es vor Ort zwar nur noch eine Brauerei, dafür aber einen Lava-Dome, die Lavakeller und die Museumslay als Touristen-Attraktionen. Mendig ist seit 1987 Sitz der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft und Zentrum des Vulkanparks.

Bewertung:   4,8/5  Tripadvisor

Kinderfilm, Abenteuer

Sony Pictures  2016


Regie: Tim Trachte
Produktion: Claussen + Putz Filmproduktion
Darsteller: Laura Antonia Roge, Marta Martin, Christiane Paul