D ie elfjährige Liliane Susewind (Malu Leicher), genannt Lilli, hat eine außergewöhnliche Fähigkeit: Sie kann mit Tieren sprechen! Diese besondere Gabe hat Lilli bis jetzt allerdings immer nur in Schwierigkeiten gebracht. Als ein Stadtfest wegen ihrer Fähigkeiten komplett im Chaos versinkt, muss sie mit ihren Eltern Regina (Peri Baumeister) und Ferdinand (Tom Beck) und ihrem Hund Bonsai umziehen.
In der neuen Stadt schwört Lilli, ihr Geheimnis für sich zu behalten. Doch dann macht ein gemeiner Tierdieb den städtischen Zoo unsicher, in dem Zoodirektorin „Oberst Essig“ (Meret Becker) mit dem gutmütigen Tierpfleger Toni (Christoph Maria Herbst) arbeitet. Nur Lilli kann – unterstützt vom Nachbarsjungen Jess (Aaron Kissiov) – helfen, Babyelefant Ronni und die anderen Tiere zu retten.

Kunderbuntes Familienabenteuer

nach Tanya Stewners Bestsellervorlage um ein Mädchen, das mit Tieren sprechen kann. Der mit "Die wilden Kerle" kinderfilmerfahrene Regisseur Joachim Massanek setzt Entdeckung Malu Leicher als junger weiblicher Dr. Dolittle gemeinsam mit prominenten Profis wie Christoph Maria Herbst, Meret Becker und Tom Beck sowie einer ganzen Reihe von niedlichen Tieren in der Art von "Ein Schweinchen namens Babe" vor märchenhaft angehauchter Kulisse in Szene.
Es hätte so schön werden können...

Dreharbeiten

Gedreht wurde "Liliane Susewind" innerhalb von siebeneinhalb Wochen im Sommer 2017 in der Burg Dreiborn am Nationalpark Eifel, in Kornelimünster bei Aachen und im Bahnhof Raeren in Belgien. Diesen Bahnhof hat das Team in einen Zoo umgebaut - ein Großteil des Filmes ist dort aufgezeichnet worden.
Doch auch die Burg Dreiborn spielt eine prominente Rolle, das Areal ist für die Filmemacher ein Glückgriff. Die Burg passt in die märchenhaft Atmosphäre des Films und ist als Drehort noch relativ unverbraucht. Alle paar Jahre schauen hier Filmcrews vorbei - das geschieht in Monschau, Stolberg oder Bad Münstereifel deutlich häufiger.

Filmkritik

Süßes Mädel, süße Tiere - aber nur Verrisse:

• Selten wurde eine gute Vorlage so verhunzt: Man nehme eine erfolgreiche Kinderbuchreihe, prominente Darsteller, einen süßen Hund und bekomme - nichts. Regisseur Joachim Masannek rührte einen Murks aus billigem Slapstick, diabolischem Schurkenkram und Maden-und-Kacka-Ekel zusammen.
TV Today

• So bleibt am Ende nicht viel mehr als eine ganze Reihe von Witzen unter der Gürtellinie, schlecht geschriebenen Dialogen und Auftritten zum Fremdschämen – gerade als Macher eines ausgelassenen Kinderfilms sollte man sein Publikum nicht unterschätzen und für dumm verkaufe.
Joachim Masanneks Verfilmung der gleichnamigen Kinderbuchreihe von Tanya Stewner feuert stets aus vollen Rohren und doch am Ziel vorbei. "Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer" verliert sich nämlich rasch in albernem Slapstick und schrägen Karikaturen, der heitere Ton der Vorlage und die tierischen Figuren gehen im grellen Trubel vollkommen unter.

Carsten Moll, Spielfilm.de

• Die Geschichte um die verschwindenden Tiere ist bei genauerer Betrachtung ganz schön gruselig für Kinder und macht meiner viereinhalbjährigen Begleitung stellenweise richtig Angst.
Schade, dass die Computeranimation mehr schlecht als recht gelungen ist, vielleicht ist man da als Zuschauer mittlerweile schon zu sehr von Hollywoodproduktionen verwöhnt.
Für das erwachsene Publikum verhindert leider der Großteil der absolut überzeichneten Nebenfiguren den Filmgenuss.

Serienjunkies.de

Bewertung:   5,9/10  IMDb


*** Burg Dreiborn ***

nahe am Nationalpark Eifel, ist die höchstgelegene Wasserburg im Rheinland (540 Meter über Normal-Null). Sie wurde um das Jahr 1300 aus Bruchstein errichtet und später teilweise verputzt. Erweitert wurde sie zwischen 1680 und 1695 um ein zweigeschossiges Wohnhaus und den Südflügel. Mit ihren breiten Wassergräben und den beeindruckenden Burgwällen ist die Burganlage ein gutes Beispiel für die Bauweise einer rheinischen Wasserburg.
Ihre wunderschöne Lage und die interessante Architektur machen sie zu einer beliebten Filmkulisse: So wurden hier zwischen 2005 und 2015 vier Fernsehfilme gedreht (Die Bluthochzeit, Pinocchio, Liliane Susewind, Begierde - Mord im Zeichen des Zen).

Die Burg Dreiborn befindet sich in Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Sie erlebte in ihrer Geschichte manche Glanzzeiten, aber auch verheerende Verwüstungen (zumindest aktuell nicht durch Touristen).
Die Burg stand fast 400 Jahre (von 1585 bis 1982) im Eigentum der Familie von Harff, bevor sie an den heutigen Eigentümer Max Freiherr Raitz von Frentz vererbt wurde. Als schillerndste Figur gilt immer noch Ritter Arnold von Harff (1471-1505), der über seine Pilgerfahrt in das Heilige Land, nach Ägypten und das spanische Santiago de Compostella ein reich bebildertes Reise-Tagebuch verfasste. 

Kinderfilm • Fantasy

Sony  2018