Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz) arbeitet in der Eifelpraxis am Anschlag. Leicht wird es nicht, die vakante Stelle der Versorgungsassistentin zu besetzen. Denn in der Region gibt es nicht nur eine medizinische Versorgungslücke, sondern auch einen Mangel an Fachpersonal.
Unterdessen kommt Vicky (Jessica Ginkel), Tochter aus der Monschauer Apothekerdynastie Röver und von Beruf Krankenschwester, zu Besuch in ihre Heimat, die sie vor langem in Richtung Berlin verlassen hat.

Helden der Eifel

Mediziner-Klischees, tapferes Frauchen und Landidylle? Fehlanzeige bei "Die Eifelpraxis": Die Überlastung der Landärzte wird thematisiert und ein Plädoyer für Patientennähe gehalten.
Die weibliche Hauptrolle hat Ecken und Kanten. Trotz Kühen und Katzen in putzigen Nebenrollen wird das Landleben nicht romantisiert.

Dreharbeiten

Gedreht wurden die ersten drei Filme der Reihe 2015 und 2016 unter anderem in Woffelsbach am Rursee und in den Orten Monschau, Wolfgarten, Höfen, Simmerath und Rurberg.
Minimum elf Stunden dauerte die Arbeit am Filmset jeden Tag, manchmal wurden es auch bis zu 15 Stunden. Für diejenigen, die hinter den Kulissen arbeiteten, wie Lichttechniker, Kostüm- und Maskenbildner, sind die Tage am Set besonders lang. Wenn die anderen schon Feierabend haben, sind sie noch mit dem Abbau und der Pflege ihres Equipments beschäftigt.

Filmkritik

• Die wie mit dem Salzstreuer verteilten Storys kreisen um burleske Nebenfiguren, eine belastete Jungsfreundschaft, einsame Herzen auf Freiersfüßen, eingehüllt in Postkartenbilder und Klimpermusik.
TV Today

• Ein feierabendtaugliche Mix aus nachdenklich stimmenden Wahrheiten und glücklich machenden Problemlösungen: "Die Eifelpraxis" hat das Zeug zum TV-Liebling, bei dem man sich auf jeden neuen Film freut.
Hörzu

• Die überzeugenden Schauspieler werden auch in schwierigen emotionalen Momenten inszenatorisch souverän geführt.
Filmdienst

Bewertung:   6,4/10  IMDb


*** Woffelsbach ***

wurde 1516 erstmals urkundlich erwähnt, die ältesten erhaltenen Höfe stammen aus dem 17. Jahrhundert. Wie fast überall in der Eifel sind viele römische Relikte entdeckt worden, z.B. Fundamente eines Landguts, Keramikscherben, Mahlsteine, eine Jupitersäule, eine Graburne, und Münzen.

Mit dem Bau der Rurtalsperre 1934–1938 und deren Erweiterung 1955–1959 verschwand ein großer Teil vom alten Woffelsbach im Rursee. Gleichzeitig nahm der Tourismus in Woffelsbach seinen Anfang. Heute beherbergt der Ort mehr als 15 Segelvereine. Campingplätze, Segelschulen, Appartements und private Wochenendhäuser; in den Jahren 2012 bis 2014 entstand eine neue Mitte mit Parkanlagen direkt am See und einer Seeterrasse mit Seebühne.
Baden kann man natürlich auch: Treppen führen zum Ufer hinunter, an dem Terrassen und ein Badesteg angelegt ist. Die Wasserqualität wird vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW analysiert und gilt als »ausgezeichnet«.

Die Ausflugsboote der Rursee-Schifffahrt KG machen in Woffelsbach Zwischenstation. Das gegenüberliegende Kermeter-Ufer mit seinen Naturlandschaften und Lehrpfaden auf dem Gelände des Nationalparks ist ebenfalls mit einer Schiffsanlegestelle angebunden.

Bewertung:   4,0/5  Tripadvisor


*** Monschau ***

ist mit seiner historischen Altstadt und der imposanten Hecken- und Vennlandschaft die Top-Destination für Belgier und Holländer in der Eifel. Beim Bummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und hinter den romantischen Fachwerkfassaden erwartet den Besucher ein vielfältiges Kunst-, Kultur- und Museenangebot. Die Stadt ist Mitglied im Arbeitskreis Historische Stadtkerne Nordrhein-Westfalens und darf sich seit 1996 Luftkurort nennen. In der näheren Umgebung sind zahlreiche Bunkerruinen und Panzersperren des ehemaligen Westwalles zu finden.

1198 wurde Monschau als Mons Ioci zum ersten Mal erwähnt, 1352 bekam die Siedlung Stadtrechte. Die Herzöge von Limburg hatten zu dieser Zeit die Monschauer Burg bereits ausgebaut. Am Ende des 16. Jahrhunderts begann die Ära der Monschauer Feintuchproduktion, die den Wohlstand der Stadt in den nächsten Jahrhunderten begründete. Davon zeugt heute u.a. das »Rote Haus«, das gleichzeitig Produktionsstätte und Wohnhaus der Textildynastie Scheibler war.

Touristen mit kulinarischen Präferenzen besuchen die historische Senfmühle, die Brauerei Felsenkeller und die Caffee-Rösterei Wilhelm Maassen, die nicht nur authentische Mitbringsel feilbieten, sondern auch einen Blick auf Produktion erlauben.

1971 verpackte das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude die Haller-Ruine und Teile der Monschauer Burg. Das "CHRISTO projekt monSCHAU" stellt eine der ersten großen Open-Air-Verhüllungen der Künstler dar - und war bei den Einwohnern seinerzeit heftig umstritten!

Mit der WDR-Produktion »Die Stadt im Tal« startete im selben Jahr Monschaus Karriere als führender Filmschauplatz der Eifel.

Bewertung:   4,6/5  Tripadvisor

TV-Serie • Drama

ARD  2016-