Q uote im Keller: TV-Journalistin und Zicke Ute Meier-Thiel (Andrea Sawatzki) braucht dringend einen Erfolg. Wie wär's mit einer Reality-Doku à la "Deutschlands erfolglosester Schlagerstar"? Als sie zufällig in ihrer Stammkneipe das Gespräch zweier Musikagenten über den gescheiterten Schlagerstar Hansi Haller ((Uwe Ochsenknecht) belauscht, kommt ihr die rettende Idee.

Er ist eitel, nervtötend und am Tiefpunktpunkt seiner Karriere; sein letzter Erfolg liegt über 20 Jahre zurück.
Also schleift Ute den Hansi ins letzte Kuhdorf, nach Bad Böhlen (Iversheim), wo sein erster und einziger Fanclub (zwei Damen!) wartet - und hoffentlich auch quotenträchtige Peinlichkeiten für die Kamera. Auch die lassen natürlich nicht lange auf sich warten...

Der Film war für den Grimme-Preis 2012 nominiert, Drehort war in der ehemaligen Gaststätte „Ohm Kock“ in Iversheim bei Bad Münstereifel.
Neben den beiden Hauptdarstellern Uwe Ochsenknecht und Andrea Sawatzki taucht dort überraschend auch das erste Wilsberg-Team auf - Leonard Lansink und Heinrich Schafmeister.

Filmkritik

• Eigentlich fängt alles so schön an. Doch dann kippt die ZDF-Satire, die sich gleichzeitig übers Fernsehen und die Schlagerwelt lustig macht, mittendrin ganz plötzlich in eine gewöhnliche Liebesschmonzette um.
Peer Schader, FAZ-Fernsehblog

• Mit dem Film "Das große Comeback" ist dem ZDF eine kleine Meisterleistung gelungen. Diese Satire über die Welt der Schlagermusik ist nicht nur bitterböse und sehr treffend, sondern auch wirklich witzig.
Das liegt nicht zuletzt an Hauptdarsteller Uwe Ochsenknecht, der an der Rolle des abgehalfterten Schlagerstars Hansi Haller sichtlich Spaß hatte.

t-online.de

• Mehr als Klamauk: Im ZDF-Film „Das große Comeback“ nimmt sich das Fernsehen mit Uwe Ochsenknecht und Andrea Sawatzki selbst auf die Schippe. Seit langem schon versuchen wild entschlossene Teams, dem deutschen Fernsehen eine tolle Komödie ins Programm zu zaubern. Und ein ums andre Mal misslingt das. Aber es kann auch klappen - wie hier.
Barbara Sichtermann, Tagesspiegel

Bewertung:   5,9/10  IMDb


*** Iversheim (Bad Münstereifel) ***

mit seinen alten Fachwerkhäusern ist ein Ortsteil von Bad Münstereifel und liegt 2km nördlich des Zentrums; mitten durch das Dorf schlängelt sich die Erft.
Der Ort wurde im Jahr 865 erstmals urkundlich erwähnt. Noch viel älter ist die Römische Kalkbrennerei, die bei Bauarbeiten in den späten sechziger Jahre entdeckt wurde - ein fast 2000 Jahre altes Zeugnis der römischen Massenproduktion von Kalk. Sie bestand aus sechs nebeneinander liegenden Kalköfen, die von römischen Legionären der Legio XXX Ulpia Victrix und Legio I Minervia in der Zeit von 150 n. Chr. bis 300 n. Chr. betrieben wurden.
Seit November 2021 ist die Kalkbrennerei von der Unesco als Welterbe anerkennt.

In den Monaten Mai – Oktober ist an Wochenenden eine Besichtigung der Kalkbrennerei möglich.
Von einer im Mittelalter angelegten Burg sind heute keine Überreste mehr erhalten

Bewertung:   5,0/5  Tripadvisor

Mediensatire

ZDF  2011