E in SEK-Team liefert sich auf dem Flugplatz Bitburg eine wilde Schießerei mit dem Verbrecher Zorbek (Götz Otto). Zorbek hechtet im Kugelgewitter einem bereits rollenden Frachtflugzeug hinterher. Max (Sven Martinek, besser bekannt als "Der Clown") springt aus einem Fahrzeug auf die Kufen eines Helikopters. Mit diesem versuchen er und sein Pilot vergeblich, das Flugzeug zum Startabbruch zu zwingen.
In diesem Moment kippt Max den Helikopter zur Seite, so dass die Fracht herausrutscht und die Triebwerke des Flugzeugs zertrümmert. Die Frachtmaschine stürzt ab und explodiert in einem gewaltigen Feuerball.

Der Clown

"Der Clown" ist eine RTL-Actionserie. Den Pilotfilm, der am 3. November 1996 ausgestrahlt wurde, sahen über 10 Millionen Fernsehzuschauer.
Daraufhin produzierte "action concept" in Hürth bei Köln, die später auch Cobra 11 realisieren sollten, zunächst einen zweiten Fernsehfilm ("Feindschaft) und von 1996 bis 2000 eine TV-Serie. Die Regie führte Hermann Joha, der auch die Stunts koordinierte.
Im März 2005 kam der abschließende Film "Der Clown – Payday" in die Kinos und später auf DVD.

Dreharbeiten

„Das Ganze ist größer, höher, schneller, weiter. Der Plot ist viel komplexer. Und wir lassen es wesentlich mehr krachen“, beschreibt der Produzent Hermann Joha den Unterschied seines Kino-Actionfeuerwerks zur gleichnamigen TV-Serie.
Einige Tage vorher hat er die größte Filmexplosion Europas inszenieren lassen: Auf dem Bitburger Flugplatz ließ Joha von seinen Pyrospezialisten 200 Liter Benzin plus etliche Extrasprengladungen in die Luft fliegen. Die Feuersäule schießt 60 Meter hoch in den Himmel. Im fertigen Film wird damit das größte Flugzeug der Welt, eine russische Antonow-Transportmaschine, pulverisiert.

Um das zu drehen, was im Film nur wenige Sekunden zu sehen ist, hat die Crew drei Tage in Bitburg verbracht. Der Flugplatz bot dem Dreh-Team optimale Bedingungen: "Wir haben einen Flugplatz für den Dreh gebraucht. Hier in Bitburg mussten wir nicht für jede Aktion beim Tower Bescheid geben."

Auf dem Highway ist die Hölle los

Weitere spektakuläre Stunts sind in der Nähe von Euskirchen, auf einem abgesperrten Abschnitt der B 56N, gedreht worden:
Ein riesiger olivgrüner Truck prescht über die freie Straße. Dessen Dach nutzte ein Hubschrauber als Landeplatz. Im Innern des Fluggeräts kämpft der Pilot um sein Leben.
Gnadenlose Gangster nehmen ihn von der Motorhaube des LKWs mit ihren MPs unter schweren Beschuss. Minutenlang hagelt es abgefeuerte Patronenhülsen auf den Asphalt.

Der Clown

Filmkritik

• Einfach mal abschalten und gute Unterhaltung geniessen: Es gibt jede Menge Spezialeffekte, die für die damalige Zeit bahnbrechend waren.
Amazon Kunde

• Sinnfreie Stuntorgie mit viel Blechschaden: Über Darsteller und Story breiten wir lieber den Mantel des Schweigens - nur Deutschlands Stuntmen können zeigen, was sie draufhaben.
TV Today

• Kurzgesagt ist dieser Film nichts anderes als ein überlanger Werbeclip für Action Concept, die sich in Sachen Stunts im deutschen Fernsehen verdient gemacht haben, aber scheinbar keine so rechte Ahnung haben, wie man einen Film umsetzt.
Movieman.de

Bewertung:   4,4/10  IMDb


*** Bitburg ***

Als Touristenziel und Wanderlandschaft von besonderem Reiz und großer Vielfalt – so präsentiert sich das Bitburger Land in der Südeifel, nahe der deutsch-luxemburgischen Grenze.
Die Tourist-Information wirbt mit dem landschaftlich eigenständigen Charakter, intakter Natur, gesundem Mittelgebirgsklima, antiken Villen, mittelalterlichen Burgen und - nicht zuletzt - einer weltbekannte Brauerei, der zweitgrößten in Deutschland.
Das Bitburger Land eignet sich hervorragend für Ausflüge: Luxemburg und Belgien liegen vor der Haustüre, ebenso die Mosel und die Römerstadt Trier.

Die Stadt Bitburg hat etwa 15.000 Einwohner; vor 2.000 Jahren legten die Römer hier - einen Tagesmarsch nördlich von Trier - eine Raststation auf dem Weg nach Köln an.

Flugplatz Bitburg

Der Flugplatz Bitburg, eine ehemalige US Airbase, ist heute ein Freizeitzentrum für Flubegeisterte: So werden Fallschirmtandemsprünge angeboten, Rundflüge mit einem Flächenflugzeug oder Tragschrauber, aber auch mit alten historischen Flugzeugen.
Der Fluplatz wurde 1950-53 noch unter französische Besatzungsverwaltung angelegt. Die feierliche Übernahme durch die US Airforce fand im Mai 1953 statt.

Bunte Mischung

Die Eifelstadt erhält mit dem Zuzug der Amerikaner endgültig ein internationales Flair. Mit Franzosen, Luxemburgern (bis 1955 als Besatzung in Bitburg), Amerikanern und nicht zuletzt den einheimischen und zugezogenen Deutschen ist hier eine bunte Mischung höchst unterschiedlicher Kulturen an einem Ort vereint.
Auch die Integration klappt vorbildlich: So schließt die Boxstaffel des Bc Bitburg in den siebziger Jahren dank des Einsatzes amerikanischer Sportler zur nationalen Spitze auf, und 1988 wird ein Amerikaner Prinz Karneval.
US-Präsident Ronald Reagan und Bundeskanzler Helmut Kohl besuchen am 5. April 1985 die Air Base Bitburg und bringen den Ort in die internationalen Schlagzeilen.
Am 30. September 1994 endet die 42-jährige Geschichte der Air Base Bitburg, die US-Streitkräfte geben das Areal an die Bundesrepublik Deutschland zurück.

Bewertung:   4,0/5  Tripadvisor

Action • Thriller

RTL  2005