K atharina ist jung, hübsch, clever, weltgewandt - und eine Betrügerin. Sie verfolgt nur ein Ziel, wenn sie wohlhabende ältere Männer umgarnt - sie nach Strich und Faden auszunehmen.

Auch ihrem neuesten Opfer, einem steinreichen Russen, kann sie spielend einen Koffer voll Geld entwenden. Aber dummerweise wird Katharina die Handlanger des Oligarchen nicht los.

Auf der Flucht greift sie im Zug nach Monschau zu einem Trick, um die Verfolger zu täuschen: Sie schnappt sich einen unbekannten Mitreisenden und drückt ihm ohne Vorwarnung einen innigen Kuss auf die Lippen. Als Pärchen getarnt, kann sie mit ihrer neuen Bekanntschaft Matthias unbehelligt in Monschau aussteigen.
Das Problem ist nur: Aus dem idyllischen Ort fährt kein Zug mehr zurück, den Geldkoffer hat sie auf der Flucht verloren, und in ihrem Portemonnaie herrscht Ebbe.

Firmensanierer wider Willen

Da Matthias mit seinem jüngeren Bruder Kalle eine kleine Manufaktur für Daunenbetten betreibt, will sie kurzerhand den Firmentresor ausräumen. Doch in dem Geldschrank herrscht gähnende Leere, denn der Betrieb steht kurz vor der Pleite.
Kurzerhand setzt sie ihre oft erprobte Überzeugungskunst bei der Chefin eines Nobelhotels ein, die nach einem Lieferanten für Daunendecken sucht...

Dreharbeiten

Monschau im Februar 2014. „Alles auf Anfang!“ ruft jemand aus dem Hintergrund und ein paar Minuten später ertönt die Aufforderung: „Bitte Ruhe!“ Aber 100-prozentige Ruhe will nicht einkehren. „Lasst noch den Trecker durch!“, heißt es. Dann kann es weitergehen.

Es ist wieder einmal Filmzeit in Monschau. Die Altstadtkulisse ist bildet den Hintergrund für einen 90-minütigen TV-Spielfilm um die schöne Trickbetrügerin.
Wie gemalt ist das Stadtbild für einen Film zur Weihnachtszeit, selbst wenn er sehnlichst erhoffte Schnee ausblieb. Kurz hatte man noch überlegt, Kunstschnee zu produzieren, aber auch in der Glitzerwelt des Films fällt das Geld nicht vom Himmel.
Aber immerhin sorgte die wieder ausgepackte Weihnachtsdekoration für die passende Atmosphäre, wie sie sonst von tausenden Besuchern des Weihnachtsmarktes geschätzt wird.

Insgesamt 22 Drehtage sind eingeplant, sechs Tage verbringt das rund 50-köpfige Drehteam in Monschau.

Filmkritik

• Eine originelle Geschichte und pointiert gezeichnete Charaktere machen diese romantische Weihnachtskomödie zu einem besonderen Vergnügen.
TV Wunschliste

• Ein sehr schön ausgedachter, ausgezeichnet umgesetzter und gespielter Weihnachtsfilm, der mit dem malerischen Monschau und seinen verwinkelten Fachwerk-Architektur zudem einen großartigen Schauplatz zu bieten hat.
Tilmann P. Gangloff, Tittelbach.tv

• Ja, es ist vorhersehbar, absurd, aber witzig und gutherzig. Und wo früher Geigen schluchzten, seufzen heute wenigstens Indie-Folk-Popper.
Cinema

Bewertung:   6,4/10  IMDb


*** Monschau ***

ist mit seiner historischen Altstadt und der imposanten Hecken- und Vennlandschaft die Top-Destination für Belgier und Holländer in der Eifel. Beim Bummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und hinter den romantischen Fachwerkfassaden erwartet den Besucher ein vielfältiges Kunst-, Kultur- und Museenangebot. Die Stadt ist Mitglied im Arbeitskreis Historische Stadtkerne Nordrhein-Westfalens und darf sich seit 1996 Luftkurort nennen. In der näheren Umgebung sind zahlreiche Bunkerruinen und Panzersperren des ehemaligen Westwalles zu finden.

1198 wurde Monschau als Mons Ioci zum ersten Mal erwähnt, 1352 bekam die Siedlung Stadtrechte. Die Herzöge von Limburg hatten zu dieser Zeit die Monschauer Burg bereits ausgebaut. Am Ende des 16. Jahrhunderts begann die Ära der Monschauer Feintuchproduktion, die den Wohlstand der Stadt in den nächsten Jahrhunderten begründete. Davon zeugt heute u.a. das »Rote Haus«, das gleichzeitig Produktionsstätte und Wohnhaus der Textildynastie Scheibler war.

Touristen mit kulinarischen Präferenzen besuchen die historische Senfmühle, die Brauerei Felsenkeller und die Caffee-Rösterei Wilhelm Maassen, die nicht nur authentische Mitbringsel feilbieten, sondern auch einen Blick auf Produktion erlauben.

1971 verpackte das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude die Haller-Ruine und Teile der Monschauer Burg. Das "CHRISTO projekt monSCHAU" stellt eine der ersten großen Open-Air-Verhüllungen der Künstler dar - und war bei den Einwohnern seinerzeit heftig umstritten!

Mit der WDR-Produktion »Die Stadt im Tal« startete im selben Jahr Monschaus Karriere als führender Filmschauplatz der Eifel.

Im Zug nach Monschau?

Das war tatsächlich bis zum zweiten Weltkrieg möglich auf der sogenannten "Vennbahn", die ab 1882 gebaut wurde und Aachen mit Luxemburg verband. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der belgische Staat Eigentümer der Strecke, im Zweiten Weltkrieg wurde die Vennbahn während der Ardennenoffensive Kriegsschauplatz. Dabei wurden viele Brücken und Tunnel zerstört.
Der Personenverkehr auf der Strecke nach Monschau wurde nach 1945 nicht mehr aufgenommen. Insofern ist auch die Zugfahrt der Protagonisten des Films nach Monschau reine Fiktion.

Bewertung:   4,6/5  Tripadvisor

Krimi • Komödie

ARD  2014