I n einer nicht mehr allzu fernen Horrorzukunft breitet sich flächenbrandartig ein gefährliches Virus aus (nein, es ist nicht Covid-19) und pfuscht in der Erbmasse des Menschen herum.
Tom Keller ist scheinbar resistent gegen den Erreger und verbarrikadiert sich vor den amoklaufenden Mutanten, welche die Straßen bevölkern, mit anderen Überlebenden auf einem gut gesicherten Militärgelände in der Eifel. Bald schon kommt es zu Auseinandersetzungen unter den Eingeschlossenen, während die Mutanten draußen evolutionäre Fortschritte machen.

Ein Kinofilm ohne Sender- oder Filmförderung, die komplette Crew verzichtet auf ihre Gage, alle glauben an ihren Erfolg, und dennoch steht das Projekt immer wieder kurz vor dem Aus.
Nach über zwei Jahren ist der Film dann doch fertig, wirde nach England, USA, Japan, Thailand, Deutschland und in den Nahen Osten verkauft … Weltpremiere war während der Hofer Filmtage 2011.
Das ist – kurz zusammengefasst – die Hintergrundgeschichte zum ersten Kinofilm der beiden Jungproduzenten Daniel Buder und Niki Drozdowski.

Extinction

Dreharbeiten

Ein paar Szenen in der Eifel drehen - das ist inzwischen nichts besonderes mehr. Aber den größten Teil eines Films an verschiedene Orten der Eifel zu verlegen, da müssen schon Zombies bzw. Mutanten vorbeischauen.
Extinction wurde an sehr ungewöhnlichen Orten gedreht wie auf der ehemaligen Nike-Atomraketenbasis bei Blankenheim-Mülheim, an der Reifferscheider Burg und im Inneren der Hellenthaler Oleftalsperre.

Hauptdarsteller Daniel Buder hatte eine Freundin in der Gemeinde Blankenheim und den richtigen Einfall, als er eines Tages bei der Rückfahrt nach Köln an der verlassenen Atomraketenbasis vorbeifuhr: eine tolle „Location“ für einen apokalyptischen Film!

Keine Probleme mit der Drehgenehmigung: Die Verwaltung war sofort Feuer und Flamme, genau wie an der Staumauer der Oleftalsperre oder in Blankenheim, wo vor dem Kreismuseum ein Auto in die Luft gejagt wird.

Filmkritik

• Atmosphärisch dichter Endzeit-Horrorfilm, der das Rheinland ein wenig anders als gewohnt präsentiert. Eine Gemeinschaftsproduktion von Filmhochschul-Absolventen, die auch durch ein gelungenes Buch und gut konturierte Charaktere überzeugt.
Filmdienst

• In Sachen Zombie-Horror sind wir Deutschen noch wie kleine Kinder. Wir tapsen vorsichtig in den unglaublich großen Fußstapfen herum und trauen uns kaum, eigene Wege zu gehen. Extinction macht da keinerlei Ausnahme. Vor der Kulisse eines zerstörten und verseuchten Kölns wird dem Zuschauer eine Zombie-Epedemie in Deutschland verkauft.
Timo H.

• Es überwiegen die positiven Aspekte bei Extinction - und das will bei einem Low Budget Zombiestreifen was heißen. Es wird nie langweilig, die Spannung wird stetig oben gehalten, die Idee mit der zusätzlichen Bedrohung durch explodierende Kraftwerke ist glaubhaft, die Kamera hat Kinoniveau und die darstellerischen Leistungen liegen über Genreschnitt.
Auch das Drehbuch, die Ausstattung und die straffe Regie zeugen vom Können der Beteiligten

Renatus Töpke, Kino-Zeit

• Trotz Laiendarstellern und durchwachsener, technischer Umsetzung....irgendwie schaffte es "Extinction" am Ende doch mich bis zum Schluß bei der Stange zu halten.
RiddleOfSteel

• Im Gegensatz zu anderen deutschen Lowest-Budget-Horrorproduktionen (und speziell Zombiefilmen) sind die Schöpfer hier Filmhochschulabsolventen mit amtlichen Diplomen, was sich prompt in schlüssig montierten Szenenfolgen und stimmungsvollen Momenten niederschlägt.
Kino.de

Bewertung:   4,6/10  IMDb


*** Hellenthal ***

Zwei Burganlagen und ein Besucher-Bergwerk, ein Wildgehege mit Greifvogelstation, eine Talsperre und ein historischer Schienenbus - die Sehenswürdigkeiten der kleinen Eifelgemeinde (knapp 8.000 Einwohner) reichen locker für drei oder vier touristische Destinationen.
Ganz zu schweigen von den gut ausgebauten (Rad-)Wandertouren der Region, den Narzissenwiesen in Hollerath und den Wintersportangeboten am Weißen Stein - na gut, die Winter in der Eifel sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren…

Dabei bildet bis heute nicht der Tourismus, sondern die metallverarbeitende Industrie in den Tallagen von Hellenthal und Blumenthal mit rund 1.500 Arbeitsplätzen das wirtschaftliche Fundament der Gemeinde.

Hellenthal Panorama

Unter Tage

Mit ihren Erzvorkommen galt die Eifel schon in der Antike (Kelten, Römer) als eines der wichtigsten Abbaugebiete nördlich der Alpen; hier entwickelte sich die Keimzelle der deutschen Montanindustrie.
Das Bleierzbergwerk bei Hellenthal-Rescheid ist urkundlich seit 1543 bekannt. Mitte der achtziger Jahre begann der Heimatverein zusammen mit Wissenschaftlern der Hochschule Aachen das Bergwerk wieder freizulegen; mittlerweile finden täglich Führungen unter Tage statt.

Eisenbahnfans können Hellenthal jeden Sonn- und Feiertag im Sommerhalbjahr mit einem historischen MAN-Schienenbus von Kall aus erreichen.

Mittelalterflair

Reifferscheid und Wildenburg sind zwei typische Burgsiedlungen im Gemeinde­gebiet. Die Burgruine Reifferscheid mit ihrem historischen Ortskern geht in der ältesten Bausubstanz auf das 11. Jahrhundert zurück. Die Wildenburg, einzige nicht zerstörte Höhenburg bei Hellenthal im Kreis Euskirchen aus dem 12. Jahrhundert, wird heute als Begegnungs-, Erholungs- und Bildungsstätte genutzt.

Greifvogelstation

Ein besonderes Ausflugsziel für die ganze Familie ist das Wildgehege Hellenthal mit angeschlossener Greifvogelstation, dem Herzstück der Anlage.
Bei den regelmäßigen Flugvorführungen werden Adler, Bussarde, Milane und Falken mit waghalsigen Manövern in freiem Flug gezeigt. Den Besuchern wird geraten, besonders auf ihre kleinen Hunde aufzupassen...

Die Nachzuchterfolge der Station sind beeindruckend, viele Greifer wurden in den letzten Jahren ausgewildert.
Neben den Greifvögeln begegnet der Besucher auf der 65 ha großen Parkanlage überwiegend einheimischen Wildarten wie Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Fuchs und Luchs.

Bewertung:   4,4/5  Tripadvisor