D ie Bandenmitglieder Frieda (Lucie Hollmann), Melanie (Sonja Gerhardt), Wilma (Jette Hering), Trude (Zsa Zsa Inci Bürkle) und Oberhuhn Sprotte (Michelle von Treuberg) stecken inzwischen mitten in der Pubertät.
Eine Klassenfahrt bringt die ersehnte Befreiung aus der Vormundschaft der Eltern – nur Sprotte hat Pech, denn ausgerechnet ihre Mutter (Veronica Ferres) springt als Busfahrerin ein. Kaum am Ziel angelangt, hat Sprotte und ihre Bande jedoch mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen: dem Erwachsenwerden.

Die Hühnerschar hat sich gemausert, doch das Charakteristischste hat sie verloren, meint Arwen Haase von Critic.de, und lässt kein gutes Haar an der dritten und letzten Folge des Hühner-Dreiteilers.
Ihre titelgebende Wildheit und der Einfallsreichtum ihrer lausbubenhaften Streiche sei auf der Strecke geblieben. Aus der Rasselbande von damals seien lahme Glucken geworden, deren Rollenverhalten klischeehafter nicht hätte ausfallen können.
Es stimmt: Für Fortsetzungen gelten im Kino ganz besondere Regeln und Erwartungen. Einerseits soll Bewährtes aufgegriffen und an Vertrautes angeknüpft werden, zum anderen gilt es, eigene Akzente zu setzen und auch neuen Zuschauern den Zugang möglichst leicht zu machen. Die Ausgangslage wird noch komplizierter, wenn die Filmreihe auf einer erfolgreichen Buchserie basiert und sich in erster Linie an junge Zuschauer richtet.

Dreharbeiten

An den Katzensteinen zwischen Mechernich und Satzvey ist die komplette „Hühner“-Riege um Anführerin „Sprotte“ (Michelle von Treuberg) im Einsatz. Aufgenommen werden hier Szenen von einer Exkursion der Schulklasse, mit der die „Wilden Hühner“ auf Klassenfahrt sind. Als Lehrer sind wieder Benno Fürmann als Lehrer Grünbaum und Jessica Schwarz als Frau Rose mit von der Partie. Als weitere prominente Schauspieler wirken Veronika Ferres als Mutter von „Sprotte“ und Kostja Ullmann als Max mit. Die Regie führt Vivian Naefe.
Eine besondere Genehmigung für die Dreharbeiten benötigt die Produktionsgesellschaft Constantin Film im Übrigen nicht - zumindest nicht von der Stadt Mechernich. Denn die Katzensteine liegen auf dem Privatbesitz von Dietrich Graf von Nesselrode, der ganz in der Nähe auf Gut Hombusch zu Hause ist.

Filmkritik

• Insgesamt ist das Kinder-Abenteuer „Die wilden Hühner“ ein realistischer, zeitgemäßer und unterhaltsamer Film, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu begeistern vermag.
Filmstarts.de

• Der Film ist größtenteils unrealistisch und passt nicht auf die von Cornelia Funke sehr gut geschriebenen Bücher.
Carloscarlos

• Der turbulente Kinderfilm schachtelt kurzweilig mal amüsante und spannende, mal stillere und nachdenklichere Episoden ohne sonderliche inszenatorische Dichte ineinander. Vor allem in kleinen Momentaufnahmen entfaltet er Charme und bietet durch die als Typen konturierten Figuren vor allem Mädchen viele Identifikationsmöglichkeiten.
Filmdienst.de

• Faszinierend, wie man einer fantastischen Buchreihe und zwei überraschend gut gelungene Filmen mit so einem Finale innerhalb kürzester Zeit die Magie nehmen kann. Ich habe mich wirklich auf den letzten Film der Hühner gefreut, aber ich wurde enttäuscht.
Lene M.

Bewertung:   5,4/10  IMDb


*** Katzensteine ***

Im „Mechernicher Wald“, der sich von der östlichen Stadtgrenze Mechernichs bis Satzvey erstreckt, erheben sich an der Grenze zur Veybachaue bei Katzvey die Katzensteine.
Die markante Felsformation aus Buntsandstein-Naturfelsen entstammt einer mächtigen Flussablagerung, die vor ca. 220 Millionen Jahren die gesamte Eifel überdeckte. Im Laufe der Jahrmillionen haben Hebungs- und Senkungsvorgänge der Erdkruste sowie Regen, Wind und Frost zum derzeitigen Aussehen beigetragen. Die dabei entstandenen überhängenden Felspartien boten einen natürlichen Schutz vor widrigen Witterungseinflüssen.

Schon 1937 wurde das Gebiet rund um die Katzensteine unter Naturschutz gestellt und wird heute von Wanderern - und Filmteams - gerne angesteuert.
Nicht weit entfernt liegt das Areal eines römischen Steinbruchs, der vermutlich seit der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts betrieben wurde. Außerdem fand man Überreste eines kleinen Tempels aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., geweiht der Göttin Diana und mit Buntsandstein der Katzensteine hergestellt.

Bewertung:   4,2/5  Tripadvisor

Kinderfilm

Constantin Film 2009