D ie fünfzehnjährige Adele möchte sterben. Seit dem Tod ihres Bruders fühlt sich alles um sie herum fremd und weit entfernt an. Was bleibt, ist nur eine tiefe Traurigkeit in einem tristen, von harter Arbeit geprägten Leben.

Timo (43) ist auf der Flucht. Vor acht Jahren wegen eines Mordes verurteilt und inhaftiert, gelang endlich der Ausbruch aus dem Gefängnis. Verletzt und erschöpft sucht er Unterschlupf auf dem Bauernhof von Adeles Eltern.
Als Adele den Flüchtigen entdeckt, macht sie Timo unverfroren ein unheimliches Angebot: Sie wird ihm helfen, zu fliehen. Dafür aber soll Timo sie töten, sobald er in Sicherheit ist. Notgedrungen stimmt Timo dem morbiden Pakt zu.

Dreharbeiten

Produziert wird der Film „Töte mich” von „Niko Film” und „Wüste Film” in enger Kooperation mit französischen und schweizerischen Filmproduktionen sowie WDR/Arte. Gedreht wird in NRW und in Marseille.
Die Drehorte im Nideggener Stadtgebiet organisierte Dietrich Weidenhaupt im Auftrag der Stadt. Der Drehort kommt eher unspektakulär daher: ein kleines Wäldchen im Dreieck zwischen Nideggen, Berg und Thuir, unweit einer ehemaligen Radarstation, die heute friedlich von Pferden bevölkert wird.

Filmkritik

• Aus dem anfänglichen Auftrag Töte mich wird ein lebensbejahendes Etwas besseres als den Tod finden wir überall“.
Deutschlandfunk

• Der spröde Film fesselt durch das intensive Spiel der Schauspieler, was soviel bedeutet wie „Die Story überzeugt nicht ganz, die Darsteller schon“.
Cinema

• Die unglaubwürdige Geschichte stolpert durch unstimmige Spielorte, reiht eine sinnfreie Szene an die nächste und nervt schon von Beginn an. Und schlechteres Charakterdesign sieht man selten.
Prisma

Bewertung:   5,8/10  IMDb


*** Nideggen ***

ist eine Kleinstadt des Kreises Düren mit gut 10.000 Einwohnern und liegt am Rande des Nationalparks Eifel in der Rureifel.
Der Ortsteil Schmidt grenzt an die zweitgrößte Talsperre Deutschlands, die Rurtalsperre und besitzt einen eigenen Badestrand, außerdem einen Wildpark mit Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Mufflons und Lamas.

Klettern mit Eintritt

Berühmt sind die Buntsandsteinfelsen bei Nideggen, die steil aus dem Rurtal aufragen und seit über 100 Jahren zu einem Ausflugsziel für Klettersportbegeisterte aus ganz Deutschland geworden sind, für das sich sogar der Deutsche Alpenverein engagiert.
Helm, Sicherungsseil und Steigschuhe einpacken und dann los? So einfach geht´s nicht an der Rur - wir sind schließlich in Deutschland, dem Land der Vorschriften und der Bürokraten! Da muss auch für eine sportliche Aktivität in der freien Natur erst eine Eintrittskarte gelöst werden.
Aber es gibt einen Trost: Für absolute Fans der Region sind Jahres-Klettertickets verfügbar...

Erwähnt wurde Nideggen das erste Mal im Jahr 1184, in einer Zeit, als das heutige Wahrzeichen, die Burg Nideggen, errichtet wurde. Darin werben zwei Restaurants am Gäste, das Restaurant Kaiserblick und Brockel Schlimbach, das erstmals 2019 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde.

Wo bleibt Woelki?

Im Burgturm ist auf mehreren Etagen ein Museum untergebracht, mit den üblichen Mittelalter-Accessoires wie Rüstungen, Hellebarden und Schwerter. Wer will, kann sich Folter- und Verhörmethoden, Gerichtsbarkeit und Kerkerhaft erklären lassen und anschließend im Keller der Burg das Verlies besichtigen, in dem die Kölner Erzbischöfe Konrad von Hochstaden und Engelbert II. von Falkenburg gefangen gehalten worden sind.
Eine Reihe Kölner Katholiken wollten den guten, alten Brauch für Kardinal Woelki wieder aufleben lassen, der ihrer Ansicht nach an diesem Ort seine vom Papst verordnete Auszeit hätte absitzen sollen.
Sein monatliches Grundgehalt von etwa 13.800 Euro ("Gottes Lohn") bezieht Woelki in dieser Zeit weiter - ein mehr als angemessenes Schmerzensgeld für die Entbehrungen im Nidegger Burgverlies.

Glück im Unglück

Wer durch die romantische Nideggener Altstadt schlendert, vorbei an Fachwerk- und Buntsandsteinhäusern mit Blick auf die beiden erhaltenen Stadttore, kann sich kaum vorstellen, dass Nideggen während des Zweiten Weltkriegs zu fast 90% zerstört und danach praktisch komplett neu aufgebaut worden ist.
Mit einem "blauen Augen" ist das Städtchen dagegen bei der Eifelflut vom 14. Juli 2021 davongekommen: Nach ersten Meldungen, dass die Rurtalsperre überläuft, wurden zwei Ortsteile vorsichtshalber evakuiert. Deren Bewohner konnten jedoch schon kurz darauf wieder zuhause einziehen - die Schäden hielten sich in Grenzen.

Bewertung:   4,2/5  Tripadvisor

Drama

NiKo Film2012