»Warum habe ich mein Beil im Hackblock vergessen?«
Katja Klein hat Angst. Auf der Kehr geht ein Axtmörder um. Zwei Frauen mittleren Alters hat er bereits den Schädel gespalten.

Das erste Opfer, Marita Bausch, hat syrische Familien auf einem Hof betreut, das zweite stand in besonderer Beziehung zu Katjas früherem Freund, dem belgischen Polizeiinspektor Marcel Langer.
Der kann selbst nicht ermitteln, weil ihn die deutsche Polizei unter Mordverdacht in Katjas Restaurant Einkehr festsetzt. Dort lernt er seine aparte Enkelin Anouk kennen, der es die Sprache verschlägt: Die Vierzehnjährige weiß offenbar mehr als ihr guttut. Als sie in Gefahr gerät, läuft Marcel zur Hochform auf …

Rezensionen

• Auch der 7. Eifelkrimi von Martina Kempff ist wieder ein Hochgenuss (was durchaus auch kulinarisch gemeint ist, angesichts der ungewöhnlichen Rezepte). Diesmal geht es allerdings blutiger zu als wir sonst aus dem Örtchen Kehr gewohnt sind ...
Juliane Evers

• Macht Spaß - humorvolle Unterhaltug, gut zum Abschalten
Johanna Maria

• Aneinanderreihung von Klischees: hier wird nun wirklich alles geboten: die syrischen gutausgebildeten Flüchtlingsfamilien, der rechtsradikal Sohn, der ein Flüchtlingsheim anzündet, der tumbe fremdenfeindliche Bauer, der ahnungslose Ostdeutsche, ...
Amazon Kunde

• Wieder ein tolles Buch von der Schneifel. Viel Aktion, aktueller Bezug zur Flüchtlingsthematik, liebgewonnene Personen. Freue mich schon auf den nächsten.
Nicki Ni

Bewertung:   4,1/5 Amazon

Die Autorin

Martina Kempff (* 17. Mai 1950 in Stuttgart) wurde vor allem durch historische Romane bekannt. Sie lebte unter anderem in Bonn, San Francisco, Berlin und Helsinki. Ihre Hochschulreife erlangte sie am Internatsgymnasium Schloss Plön. Anschließend erfolgte ein Volontariat in Neumünster und die Tätigkeit als Redakteurin beim Berliner Blatt „Der Abend“ und bei der "Berliner Morgenpost". Bei der "Welt" in Bonn und der "Bunten" in Offenburg war sie als Reporterin tätig. 2007 hatte sie an der Seite von Johannes Fried einen Auftritt in einer Folge von Planet Wissen.
Sie hat den größten Teil ihres Lebens im Ausland, vor allem in Griechenland und Holland verbracht, hat sieben Jahre in der Eifel gewohnt, was sie zu einer Serie von Eifelkrimis inspirierte, und lebt heute im Bergischen Land.
Mit 48 Jahren schrieb sie ihren ersten historischen Roman und erst elf Jahre später (2009), ihren ersten Eifelkrimi "EinKEHR zum tödlichen Frieden".


*** Kehr ***

Ein Dorf, ein paar Dutzend Einwohner am südlichsten Zipfel von Nordrhein-Westfalen: In diese Ecke der Eifel gelangt man nur zufällig. Kehr ist ein Dorf, das durch die deutsch-belgische Staatsgrenze in zwei Hälften geteilt wird. Auch die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz tangiert die Ortschaft, die sich somit über drei Gemeindegebiete erstreckt.
Natürlich kennt in Kehr jeder jeden, und trotzdem geschieht hier ein Verbrechen nach dem anderen. Entspräche die Anzahl der literarischen Leichen der Kehr-Krimis aus der Feder von Martina Kempff der Wahrheit, dann dürfte die Gemeinde schon gar nicht mehr existieren.

Kehr Panorama

Tatsächlich hat es in diesem abgelegenen Ort vor mehr als 100 Jahren viele echte Tote gegeben: Am 29. Mai 1920 explodierte die geheime Rüstungsfabrik "Espagit" bei Kehr. Sie galt als größte Granatenschmiede und -lagerstätte des Ersten Weltkriegs. Hunderttausende Granaten brannten, unzählige flogen mehrerer hundert Meter weit durch die Luft.
Heute kann man von einer der teuersten Altlasten überhaupt sprechen. Allein bis zum Jahrtausendwechsel waren 57 Millionen Mark ausgegeben worden. Gras wächst über der ehemalige Anlage, dichtes Maschendrahtgeflecht und eine meterdicke Erdschicht bedeckt die Unglücksstätte, doch die Giftstoffe sind noch immer im Boden.

Bewertung:   4,2/5  Tripadvisor






weitere Quellen

Webseite der Autorin

Wikipedia: Kehr

Granatenschmiede Kehr

WDR5 Dokumentation:
WDR5: Explosion der Rüstungsfabrik "Espagit"